Nutzung von digitalen Innovationen für nachhaltige Entwicklung

Federführendes Ressort: BMZ Nutzung von digitalen Innovationen für nachhaltige Entwicklung

Einsatz von Schlüsseltechnologien wie Blockchain, „Internet der Dinge“ und Künstliche Intelligenz in Entwicklungsländern

Digitale Schlüsseltechnologien wie Blockchain, das „Internet der Dinge“, digitale Daten (Big/Open Data), 3D-Druck, Funktechnologien und Künstliche Intelligenz sollen vor Ort eingesetzt werden, um Entwicklungsschübe anzustoßen und neue Perspektiven für innovative Entwicklungszusammenarbeit zu schaffen. So soll die Forderung des Koalitionsvertrages nach Nutzung „sprunghafter Technologie-Entwicklung“ umgesetzt werden. Dabei soll vor allem der Einsatz von Open-Source-Software in den genannten Schlüsseltechnologien gefördert werden, um in Entwicklungsländern kostengünstige, anpassbare und aktuelle Digitaltechnologien bereitstellen zu können und die Ziele der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ besser zu erreichen.

Ziele:

Staat und Gesellschaft in Entwicklungsländern schaffen durch digitale Innovationen bessere Leistungen für und mit Bürgerinnen und Bürgern

Digitale Erfinderinnen und Erfinder in Entwicklungsländern bringen die lokale Wirtschaftsentwicklung in Schwung

Auf welches Ziel der Umsetzungsstrategie zahlt das Vorhaben ein?

"Die langfristige Sicherung nachhaltigen Wohlstands und des sozialen Zusammenhalts in Deutschland, Europa und der Welt."

Schwerpunkt: Grundlegende Innovationen in Wissenschaft und Technik

Umsetzungsschritte:

  • Erstes Innovationsforum (28. November 2018) des BMZ. (erledigt)
  • Das BMZ brachte die Konferenz für digitale Gesellschaft „re:publica“ nach Afrika und ermöglicht so ein neues Austauschformat zu gesellschaftlicher digitaler Innovation. (erledigt)
  • Blockchain: Beratung zu den benötigten Gesetzesgrundlagen (z. B. digitale Landregister in Georgien) und Förderung des praktischen Einsatzes von Blockchain, unter anderem durch die Konferenz Chain2Sustain (erledigt), Skalierung der erfolgreich pilotierten Verwaltungssoftware TruBudget der KfW in vier weitere Länder (laufend), Start von weiteren Blockchain-Piloten im Bereich Lieferkettentransparenz. (in Planung)
  • „Internet der Dinge“: Gemeinsam mit zwei Digitalunternehmen wird in Ostafrika eine Plattform für den Austausch von Daten und die Unterstützung der Lieferketten im Landwirtschaftssektor aufgebaut. Die Daten kommen unter anderem von Sensorsystemen, die mittels „Internet der Dinge“-Technologie sehr lokale Wetterdaten generieren und verarbeiten. (in Planung)
  • Funktechnologien: Innovative Lösungen für Internetzugang in ländlichen Regionen werden mit dem Fraunhofer-Institut ausgewertet. Pilotprojekt wird geprüft. (ausstehend)
  • Künstliche Intelligenz: Das BMZ hat die entwicklungspolitische Sicht zu Künstlicher Intelligenz in nationale Strategien wie die KI-Strategie Deutschlands eingebracht. Zudem wurde 2018 ein Pilotprojekt mit der internationalen Initiative der Vereinten Nationen „UN Global Pulse“ in Ghana und Uganda gestartet (laufend) sowie die Initiative „Künstliche Intelligenz für alle“ vorbereitet, die KI für und mit Entwicklungsländern erschließen soll. (in Planung)
  • Ein Fonds für offene Digitalinnovationen des BMZ wird geprüft, um neue Instrumente zur Förderung von lokalen Innovationen zu erproben. (ausstehend)
  • Ausbau der openIMIS-Initiative: Die adaptierbare Open-Source-Software, die eine bessere Verwaltung von knappen Ressourcen im Gesundheitswesen ermöglicht, unterstützt eine flächendeckende Gesundheitsversorgung.
  • Derzeit wird openIMIS in fünf Ländern verwendet und erreichte über 2,5 Millionen Menschen. Drei Piloten in weiteren Ländern sind derzeit in Planung. (in Planung)