Federführendes Ressort: BMG

Modernisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD)

Bereitstellung eines digitalen Melde- und Überwachungssystems für übertragbare Krankheiten

Das Robert Koch-Institut richtet nach Maßgabe des BMG in Abstimmung mit den Ländern ein elektronisches Melde- und Informationssystem ein.

In diesem System sollen künftig sämtliche Meldeprozesse nach IfSG automatisiert verarbeitet werden. Die bisherigen analogen Strukturen (Faxmeldungen etc.) sollen durch digitale Verarbeitungsprozesse ersetzt werden.

Ziele:

Etablierung eines vollständig digitalen Meldewesens bei übertragbaren Krankheiten nach Infektionsschutzgesetz.

Automatisierung und Vereinfachung der Verarbeitungsprozesse im ÖGD.


Frühzeitige Erkennbarmachung von Ausbruchsereignissen und zielgruppengerechte Aufbereitung der Daten durch Nutzbarmachung Künstlicher Intelligenz.

Umsetzungsschritte:

  • Seit 2016: Projektförderung für das RKI.
  • Seit 2017: Gesetzliche Grundlage für das System vorhanden.
  • Seit 2018: Erarbeitung einer Meldeplattform sowie von Programmen zur Einbettung in Praxis-, Labor- und Krankenhausverwaltungssystemen (PVS) durch das RKI.
  • Seit 2018: Erarbeitung der Schnittstellenkonfiguration für Hersteller von PVS in Zusammenarbeit von RKI, KBV und DKG.
  • Nutzbarmachung der Telematik-Infrastruktur in Zusammenarbeit von RKI und gematik.
  • Ab 2019: Koordinierung zwischen Bund und Ländern durch einen gemeinsamen Planungsrat.
  • Ab 2021: Anschluss des gesamten ÖGD.
  • Ab 2022: Rollout; Anschluss aller Meldepflichtigen durch gesetzliche Verpflichtung der Nutzung (Verordnungserlass).
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