Forschungsrahmenprogramm der Bundesregierung für IT-Sicherheit "Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt"

Sichere Informations- und Kommunikationssysteme sind eine notwendige Voraussetzung für das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sowie für die Funktionsfähigkeit des Staates in einer vernetzten Welt. Mit dem Forschungsrahmenprogramm geht die Bundesregierung eine der drängenden Herausforderungen unserer vernetzten, digitalisierten Gesellschaft an – den Schutz vor Cyberangriffen und die Stärkung der Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger. Das Netz ist kein rechtsfreier Raum.

Deutschland muss dieser Herausforderung begegnen, um die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich IT-Sicherheit weiter zu stärken und seinen Auftrag der staatlichen Daseinsvorsorge auch in der digitalen Welt zu erfüllen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen dabei unterstützt werden, ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmun und Privatheit besser wahrnehmen zu können.

Dazu sollen die relevanten Forschungsaktivitäten der Ressorts gebündelt, fokussiert und gemeinsam nach außen dargestellt werden – auch auf europäischer und internationaler Ebene.

Ziele:

Schutz von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Staat vor illegalen Zugriffen auf Daten sowie Angriffen auf digitale Systeme und dem damit verbundenen Verlust an Vertrauen in deren Funktionsfähigkeit

Innovative technologische Grundlagen für IT-Sicherheit als unverzichtbare Kernkompetenz für den Standort Deutschland erforschen und weiterentwickeln

Schaffung einer Ausgangsbasis für eine zukünftige abhörsichere Quantenkommunikation sowie neuartige Post-Quanten-Kryptographieverfahren

Auf welches Ziel der Umsetzungsstrategie zahlt das Vorhaben ein?

„Die langfristige Sicherung nachhaltigen Wohlstands und des sozialen Zusammenhalts in Deutschland, Europa und der Welt."

Schwerpunkt: Digitale Innovationen in der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Umsetzungsschritte:

  • Verstetigung der drei Kompetenzzentren zur IT-Sicherheitsforschung: KASTEL in Karlsruhe, CISPA in Saarbrücken (ist ab 1. Januar 2019 neues Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit) sowie CRISP in Darmstadt (wird Nationales Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit seit 01. Januar 2019). (erledigt)
  • Neue IT-Sicherheitskonzepte für Industrie 4.0 wurden im Nationalen Referenzprojekt „IUNO“ für den Mittelstand erarbeitet, die nun transferiert werden. (laufend)
  • Ein innovationspolitischer Schwerpunkt liegt in der Erforschung und Entwicklung der Quantenkommunikation. Im Förderschwerpunkt „Anwendungsszenarien der Quantenkommunikation“ werden Lösungen zur langreichweitigen sicheren Quantenkommunikation entwickelt. Mit einem zukünftigen Pilotnetz soll der Transfer in die Anwendung frühzeitig erprobt werden. (laufend)
  • Das „Forum Privatheit“ hat sich als fundierte Stimme zu rechtlichen, ethischen und soziologischen sowie technischen Aspekten der Privatheit und Selbstbestimmung in der digitalen Welt etabliert. (laufend)
  • Förderschwerpunkte zu „Privatheit und informationelle Selbstbestimmung in der digitalen Arbeitswelt“, „Sicherheit für autonomes Fahren“ sowie zu „Post-Quanten-Kryptographie“ wurden gestartet. (laufend)