Federführendes Ressort: BMZ

Förderung der Digitalwirtschaft in Entwicklungsländern

Kooperation mit der Privatwirtschaft im Tech-Bereich und Nutzung des digitalen Handels

Wir unterstützen die Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit dabei, Kooperationen mit der deutschen und europäischen Privatwirtschaft einzugehen, um so ihre Digitalwirtschaft zu stärken. Dabei wollen wir insbesondere die Möglichkeiten der Digitalisierung für mehr Handel nutzen – entlang der gesamten Lieferkette. Mit digitalen Lösungen für inklusiven Handel und Investitionen schaffen wir Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum, tragen zur Steigerung der afrikanischen Exporte bei, verbessern die regulatorischen Rahmenbedingungen und helfen, die digitale Kluft zu verringern.

Dabei wollen wir private Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit mobilisieren durch mindestens 20 neue Kooperationen mit Privatunternehmen im Tech-Bereich. Um den Anteil des Wirtschaftswachstums durch digitalen Handel zu erhöhen, werden wir die Erstellung nationaler Digitalstrategien für Handel und Investitionen in Entwicklungsländern unterstützen.

Ziele:

Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen.

Bessere nationale Digitalstrategien und Regulierungen für digitalen Handel.

Erleichterung von Handel und Senkung von Handelskosten.

Durchsetzung von fairem und nachhaltigem digitalen Handel.

Umsetzungsschritte:

  • Unterstützung der „eTrade for All“-Initiative der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) und deren sogenannte „eReadiness-Assessments“, insbesondere für die am wenigsten entwickelten Länder in Afrika.
  • Etablierung eines Zertifizierungssystems für faire Arbeit in der digitalen Plattformökonomie über das Oxford Internet Institute (OII) und die „Fairwork Foundation“.
  • Umsetzung von Kooperationen mit Unternehmen der deutschen und europäischen Privatwirtschaft, unter anderem durch die „Strategische Partnerschaft digitales Afrika“, das Programm „Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (EPW)“ des BMZ sowie die „EU-D4D-Koalition“, eine Allianz der europäischen Digitalwirtschaft zu Themen wie Smart Cities und Connectivity.
  • Vereinfachung von Zollverfahren durch Digitalisierung in zwölf Ländern über die „Globale und Nationale Allianz für Handelserleichterungen“.
  • Aus- und Weiterbildung von kleinen und mittleren Unternehmen – vor allem die von Frauen geführten – auf dem Gebiet des „Onlinehandels“.
  • Im Rahmen der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung werden beschäftigungswirksame Partnerschaften mit verschiedenen Unternehmen aus dem IT-Sektor in afrikanischen Partnerländern aufgebaut.