Federführendes Ressort: BMG

Aufbau und Betrieb der Telematikinfrastruktur

Einführung medizinischer Anwendungen und Verbesserung der Infrastruktur im stationären Krankenhaus- und Altenpflegesektor, im ambulanten Sektor sowie sektorenübergreifend.


Für eine moderne einrichtungs- und sektorenübergreifende Kommunikation und Nutzbarkeit wichtiger medizinischer Gesundheitsdaten wird eine sichere digitale Dateninfrastruktur – die Telematikinfrastruktur (TI) – benötigt. Der Aufbau der TI wurde Mitte Dezember 2017 begonnen. Aktuell sind rund 30.000 Arzt- und Zahnarztpraxen an die Telematikinfrastruktur angeschlossen (Stand Februar 2019). Apotheken und Krankenhäuser sollen ebenfalls zügig angeschlossen werden.

Parallel dazu bereitet die Industrie die Einführung der elektronischen Notfalldaten, des elektronischen Medikationsplans sowie der sicheren Kommunikationsverfahren zwischen Leistungserbringern vor. Ziel ist es, diese Anwendungen ab der zweiten Jahreshälfte 2019 sukzessive einzuführen. Darüber hinaus sind die Vorgaben zur Einführung elektronischer Patientenakten von der Gesellschaft für Telematikanwendungen der elektronischen Gesundheitskarte mbH (gematik) bis Ende 2018 fristgemäß veröffentlicht worden.

Der weitere Aufbau der TI und die konkreten Planungen der gematik zur elektronischen Patientenakte (ePA) sollen gesetzlich untermauert werden.

Ziele:

Alle Versicherten sollen mit ihrer elektronischen Gesundheitskarte ihren Behandlern Notfalldaten, einen elektronischen Medikationsplan sowie Daten einer elektronischen Patientenakte zur Verfügung stellen können.
 

Umsetzungsschritte:

  • Bis Ende 2019/2020: Anbindung aller Ärzte, Zahnärzte und in Teilen Apotheken und Krankenhäuser.
  • Bis Ende 2019/2020: Klärung der Anbindungsmöglichkeiten der Kranken- und Altenpflege.
  • Bis 31.12.2018: Veröffentlichung der Spezifikationen für die elektronische Patientenakte. (erl.)
  • Ab 2021 sollen alle gesetzlich Versicherten von ihrer Krankenkasse eine elektronische Patientenakte erhalten können.
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