Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten eröffnet

Neue Länder Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten eröffnet

In Brandenburg an der Havel hat das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten seine Arbeit aufgenommen. Die Servicestelle bündelt Aufgaben mit Auslandsbezug: Von Visaanträgen für Fachkräfte, über die Verwaltung von Fördermitteln für humanitäre Hilfsprojekte und Personalverwaltung bis hin zum Management von Immobilien im Ausland.

Bundesaußenminister Heiko Maas bei einer Videokonferenz.

Bundesaußenminister Heiko Maas eröffnete das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten mit einer Videokonferenz.

Foto: Janine Schmitz/photothek/imago images

"Es ist das erste Mal in der 150-jährigen Geschichte des Auswärtigen Amtes, dass es nun eine nachgeordnete Behörde gibt, die spezialisierte Aufgaben mit Auslandsbezug wahrnimmt", sagte Außenminister Maas zur Eröffnung in einer virtuellen Pressekonferenz. Mit der neuen Struktur werde auf die gestiegenen internationalen Herausforderungen und Erwartungen an die deutsche Außenpolitik reagiert. "Auch das ist ein Stück der Wahrnehmung von Verantwortung – und zwar nicht nur in Worten, sondern ganz konkret in Taten", so Maas.

Entwicklung in den neuen Ländern stärken

Derzeit hat das BfAA 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon die Hälfte in Brandenburg an der Havel. Mittelfristig werden es 320 – auch davon die Hälfte in Brandenburg an der Havel. Bis Ende der Aufbauphase 2025 sollen es 700-1000 Beschäftigte an allen drei Standorten (Brandenburg an der Havel, Bonn, Berlin) sein.

Erster Präsident ist Georg Birgelen, der zuvor deutscher Botschafter in Beirut war.

Mit dem Standort in Brandenburg an der Havel nimmt eine weitere Bundesbehörde ihre Arbeit in den neuen Ländern auf. Der Bund will damit die Entwicklung in den Ländern unterstützen. Weitere Bundesbehörden mit Sitz in den neunen Ländern sind zum Beispiel das Fernstraßenbundesamt in Leipzig, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und das Umweltbundesamt in Dessau. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke sieht in der Ansiedlung des Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten in Brandenburg einen "wichtigen Impuls zur Stärkung der Region".

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