Als die D-Mark die "Mark der DDR" ersetzte

Erinnerungen aus Sachsen Als die D-Mark die "Mark der DDR" ersetzte

„Kommt die D-Mark bleiben wir, kommt sie nicht, geh’n wir zu ihr!“ dieser Ruf wird Anfang 1990 in der DDR immer lauter. Zum 1. Juli des Jahres erfüllt sich der Wunsch, die D-Mark wird in der DDR Zahlungsmittel. Haben sich damit die Erwartungen der Menschen erfüllt? Antworten darauf geben Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Sachsen in der dritten Folge der Podcast-Serie "Die Einheit vor der Einheit".

Montagsdemonstration in Leipzig: Das Bild zeigt Demonstranten, die dicht beieinander stehen. 'Wir wollen keine Gewalt! Wir wollen Veränderungen!' ist auf einem Transparent zu lesen.

Leipzig, 9. Oktober 1989: Mehr als 70 000 Menschen nahmen an der Montagsdemonstration in der sächsischen Großstadt teil.

Foto: picture-alliance / dpa

Die Leipziger Montagsdemos werden 1989 zum Symbol für die Proteste in der DDR und für die Friedliche Revolution. Auch der Ruf: "Wir sind das Volk" erschallt in der sächsischen Stadt zum ersten Mal. Später wird daraus "Wir sind ein Volk". Der Wunsch vieler DDR-Bürgerinnen und -Bürger nach einem wiedervereinten Deutschland ist nicht zu überhören.

Viele Erwartungen haben die Menschen damit verbunden. Haben sie sich erfüllt? Welche sind unerfüllt geblieben und warum? Darüber reden Rainer Eichhorn, Architekt und ehemaliger Politiker, die Schriftstellerin Constanze John mit den Historikerinnen Iris Kloppich und Eva Schäffler in der dritten Podcast-Folge zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion.

Verfolgen Sie die dritte Podcastfolge hier.

In der Folge 1 der Podcast-Serie diskutierten Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen, die Unternehmerin Petra Hoyer, der geschäftsführende Redakteur beim Tagesspiegel Robert Ide und der Historiker Professor André Steiner über die tiefgreifenden Veränderungen in der DDR durch die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion.

Über die Auswirkungen der Union auf das Ruhrgebiet sprachen die Journalistin Hatice Akyün, der Regisseur, Texter und Kabarettist Stefan Lutz Matkowitz mit dem ehemaligen Sprecher der Treuhand Wolf Schöde und dem Historiker Marcus Böick in der Folge 2.

Podcast statt Regionalkonferenzen

Ursprünglich hatte die Kommission geplant, mit Bürgerinnen und Bürgern in fünf ausgewählten deutschen Städten über den Meilenstein "Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion" zu diskutieren. Aufgrund der Covid-19-Pandemie mussten diese Regionalkonferenzen abgesagt werden.

Das angedachte Format wurde daraufhin in den Podcast "Die Einheit vor der Einheit – 30 Jahre Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion" übertragen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sind dem gemeinsamen Aufruf der Kommission, der Deutschen Gesellschaft e. V., des Tagesspiegels und des Radio Sachsens gefolgt und haben ihre Meinungen und Erinnerungen in den Podcast eingebracht.

Informationen zur gesamten Podcast-Reihe. Weitere Informationen zur Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit".

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