Booster-Impfungen bevorzugt mit angepassten Impfstoffen

STIKO zu Auffrischimpfungen Booster-Impfungen bevorzugt mit angepassten Impfstoffen

In ihrem neusten Empfehlungsentwurf rät die Ständige Impfkommission (STIKO) zu einer Auffrischimpfung mit den neuen angepassten Impfstoffen. Weiterhin empfiehlt sie eine vierte Impfung für Menschen ab 60 Jahren und besonders vulnerable Gruppen. 

Foto zeigt eine Impfung

Personen ab 12 Jahren wird grundsätzlich eine Auffrischimpfung (3. Impfung) empfohlen – vorzugsweise mit einem Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoff.

Foto: Süddeutsche Zeitung Photo/Ulrich Baumgarten

In ihrem Entwurf einer neuen Empfehlung rät die STIKO allen Menschen ab zwölf Jahren zu einer Auffrischimpfung (Booster) vorzugsweise mit einem der an Omikron angepassten Impfstoffe. Dies gilt sowohl für die BA.1- als auch die BA.4/5-adaptierten Impfstoffe. Am Dienstag hat die STIKO ihren neuesten Beschlussentwurf zu Impf-Empfehlungen in das Stellungnahme-Verfahren gegeben.

STIKO-Empfehlung zu Auffrischimpfungen im Einzelnen

Personen ab 12 Jahren wird grundsätzlich eine Auffrischimpfung (3. Impfung) empfohlen – vorzugsweise mit einem Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoff. Diese Impfung sollte im Regelfall sechs Monate nach abgeschlossener Grundimmunisierung oder durchgemachter Infektion verabreicht werden.

Für folgende Gruppen wird eine weitere Auffrischimpfung (4. Impfung) mit einem Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoff empfohlen – ebenso im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfung oder Infektion:

  • Personen ab 60 Jahren
  • Personen ab 12 Jahren mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung, insbesondere Immunschwäche
  • Personal in medizinischen Einrichtungen sowie Pflegeeinrichtungen
  • Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der Pflege
  • Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Bei besonders gefährdeten Personen – beispielsweise Hochbetagten oder Menschen mit Immunschwäche – kann es sinnvoll sein, nach dem vierten Ereignis (etwa der 2. Auffrischimpfung) noch eine weitere, also fünfte Impfstoffdosis, zu verabreichen. Auch hierfür gilt der Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfung oder Infektion. Die Entscheidung sollte nach individueller ärztlicher Beratung getroffen werden.

Für Grundimmunisierung herkömmliche Impfstoffe empfohlen

Die STIKO weist ausdrücklich darauf hin, dass die neuen angepassten Impfstoffe bisher nicht für die Grundimmunisierung gegen COVID-19, also die erste und zweite Impfstoffdosis, zugelassen sind. Für die Grundimmunisierung gilt deshalb unverändert, die herkömmlich zugelassenen Impfstoffe einzusetzen (siehe PEI-Liste aller zugelassenen Impfstoffe).

Alternativ empfiehlt die STIKO zur Grundimmunisierung den neuen Impfstoff COVID-19 Valneva für Personen zwischen 18 und 50 Jahren. Hier sollten zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens vier Wochen verabreicht werden. 

Nähere Informationen finden Sie bei der STIKO.

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