Pandemie verstärkt Handlungsdruck

Nachhaltigkeitsziele Pandemie verstärkt Handlungsdruck

Auf dem Weg zu Klimaneuträlität und Nachhaltigkeit komme Europa eine Vorreiterrolle zu, betonte Kanzlerin Merkel auf der Jahrekonferenz des Europäischen Netzwerks für nachhaltige Entwicklung. Trotz der Pandemie dürfe und werde man andere wichtige Themen nicht aus dem Blick verlieren.

Kanzlerin Merkel während ihre Redebeitrags per Videoschalte auf der Jahreskonferenz des Europäischen Netzwerks für nachhaltige Entwicklung.

Mit Blick auf die Agenda 2030 betont die Kanzlerin: "Vor uns liegt der Weg einer wirklich umfassenden Transformation".

Foto: Bundesregierung / Denzel

Ob Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung, Bildung oder Gesundheit - bei vielen Zielen der Agenda 2030 hat sich der Handlungsdruck durch die Corona-Pandemie verstärkt, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede auf der Jahreskonferenz des Europäischen Netzwerks für nachhaltige Entwicklung (ESDN). Dies gelte umso mehr, als das bereits die Zwischenbilanz nach vier Jahren Agenda 2030 auf dem Nachhaltigkeitsgipfel im September 2019 in New York kritisch ausfallen musste.

Wachstum von Ressourcenverbrauch entkoppeln

Europa komme eine Vorreiterrolle zu: "Wir müssen den Praxisbeweis erbringen, dass sich Wirtschaftswachstum von Emissionen und Ressourcenverbrauch entkoppeln lässt", so Merkel. Weltweit würden viele Akteure genau beobachten, wie Europa mit seiner Verantwortung umgehe.

Die Pandemie mache die Herausforderungen nicht leichter - doch in jeder Krise liege auch eine Chance. Die Krise führe vor Augen, dass eine höhere Widerstandsfähigkeit mit der Notwendigkeit von mehr Nachhaltigkeit verbunden ist. "Kurzfristige Krisenbewältigung und langfristige Zukunftsinvestitionen – das müssen wir zusammendenken, das müssen wir zusammenzubringen", so Merkel.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Bericht zur Veranstaltung.