Einschränkungen unvermeidbar

Kanzlerin beim SZ-Wirtschaftsgipfel Einschränkungen unvermeidbar

Die Lage sei unverändert ernst, sagt Kanzlerin Merkel beim Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung". "Deshalb müssen wir Kontakte reduzieren, Kontakte reduzieren und noch einmal Kontakte reduzieren", so Merkel. Jeder Tag zähle, die anhaltenden Einschränkungen seien deshalb unvermeidbar. Weitere Unterstützung sagte sie für die Wirtschaft zu.

Bundeskanzlerin Merkel spricht per Videokonfernz beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung.

Bundeskanzlerin Merkel spricht beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung.

Foto: Bundesregierung/Denzel

Es sei ihr bewusst, dass die Einschränkung vor allem der Kontakte "eine demokratische Zumutung" sei, so Bundeskanzlerin Merkel. Dennoch seien die Restriktionen unvermeidlich, um den rasant exponentiellen Anstieg der Neuinfektionen zuerst zu verlangsamen, dann zu stoppen. "Wenn wir warten würden, bis die Intensivbetten belegt sind, wäre es zu spät - nicht nur ethisch, sondern auch wirtschaftlich und sozial", betonte die Kanzlerin bei ihrer Rede zum Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung.

Es gelte deshalb weiterhin, die Zahl der Neuinfektionen zu senken und dann auf niedrigem Niveau zu halten. "Wenn das gelingt ‑ das haben wir ja auch im dritten Quartal dieses Jahres gesehen ‑, dann wird auch die wirtschaftliche Erholung deutlich an Fahrt gewinnen", so Merkel. Die Kanzlerin kündigte für die Wintermonate weitere Unterstützung für Unternehmen an, die von der Pandemie unverschuldet getroffen worden seien. Für das kommende Jahr erwarte sie, dass die deutsche Wirtschaft einen "kräftigen Wachstumsschub" erfahren werde, so Merkel.

Der dreitägige Gipfel befasst sich mit der Corona-Pandemie und Möglichkeiten zur Bewältigung der Krise. Neben der Kanzlerin waren unter anderem auch Bundesgesundheitsminister Spahn und Bundesfinanzminister Scholz Redner.

Weitere Informationen zur Rede der Kanzlerin.

Schlagwörter