Covid-19: Das sind die Risikogruppen

Fragen und Antworten Covid-19: Das sind die Risikogruppen

Covid-19, die Krankheit, die durch das neuartige Coronavirus verursacht wird, verläuft für die meisten Menschen mild. Allerdings gibt es auch schwere Verläufe. Wer ist am ehesten betroffen und gehört zu den Risikogruppen? Antworten finden Sie hier.

Seniorenpaar schaut aus dem Fenster.

Das Risiko einer schwereren Erkrankung ist insbesondere für ältere Menschen höher.

Foto: Getty Images/Oliver Rossi

Einen "typischen" Krankheitsverlauf gibt es nicht. So löst Covid-19, die durch das Coronavirus ausgelöste Erkrankung, am häufigsten Husten und Fieber aus. Aber auch Kurzatmigkeit, Muskel-, Gelenk- und Halsschmerzen kommen vor.

Nach Einschätzung der Expertinnen und Experten verlaufen vier von fünf Erkrankungen mild. Aber es gibt auch schwere Verläufe mit Lungenentzündungen, bei denen ein Aufenthalt in einer Klinik notwendig ist oder sogar ein Intensivbett mit Beatmung gebraucht wird.

Welche Menschen sind besonders gefährdet?

Das Risiko für einen schweren Verlauf ist für  bestimmte Personengruppen höher. Unter die Risikogruppen fallen

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren) sowie
  • Raucherinnen und Raucher.

Auch bei Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen kommt es eher zu einem schweren Verlauf. Darunter fallen Personen 

  • mit Erkrankungen des Herzens (zum Beispiel koronare Herzerkrankung),
  • mit Erkrankungen der Lunge (zum Beispiel Asthma, chronische Bronchitis),
  • mit chronischen Lebererkrankungen,
  • mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
  • mit einer Krebserkrankung sowie
  • mit geschwächtem Immunsystem (zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, bedingt wird - darunter Cortison).

Wer zur Risikogruppe gehört, sollte in besonderer Weise die Hinweise zum Schutz vor dem Coronavirus ernst nehmen. Dazu gehören neben entsprechenden Hygienemaßnahmen auch die Zurückhaltung bei sozialen Kontakten. In vielen Orten gibt es Hilfsangebote für Menschen, die sich isolieren sollten, beispielsweise für Hilfe beim Einkauf.

Gilt für Schwangere ein erhöhtes Risiko?

Das Virus ist neu. Das Wissen um ihn und das Infektionsgeschehen hat daher Lücken – auch wenn diese immer kleiner werden. So gibt es bisher nur wenige Studien, in denen Schwangere mit COVID-19 untersucht wurden. Aus den bisherigen Untersuchungen geht hervor, dass eine Schwangerschaft keinen Einfluss auf die Schwere des Krankheitsverlaufs hat.

Inwieweit sich eine Infektion der Mutter mit dem Coronavirus auf das neugeborene Kind auswirkt, lässt sich nocht nicht sagen. Es wird angenommen, dass eine Übertragung über den engen Kontakt zwischen Mutter und Kind und eine Tröpfcheninfektion möglich sind. Ein Nachweis des Virus in der Muttermilch lässt sich nicht finden. Die Datenlage ist zurzeit noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen abschließend zu beantworten.

Wie gefährdet sind Kinder?

Bisher – so die WHO - scheint die Erkrankung bei Kindern vergleichsweise selten aufzutreten und wenn doch, dann mild. Schwere oder gar kritische Verläufe wurden nur bei einem sehr geringen Teil der betroffenen Kinder und Jugendlichen in China beobachtet.

Welche Rolle Kinder und Jugendliche bei Übertragungen spielen und ob sie generell weniger anfällig für das Virus sind, diese Fragen können mit den bisher vorhandenen Daten noch nicht eindeutig beantwortet werden.

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