Die Kanzlerin im Gespräch mit Mitarbeitern von Hilfstelefonen

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gespräch mit Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen.

Diesmal suchte Kanzlerin Merkel das Gespräch mit Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Hilfs- und Krisentelefone werden in der Corona-Pandemie noch stärker in Anspruch genommen als zuvor. Sie beraten und unterstützen – zum Beispiel bei psychischen Krisen, Stress in der Familie, Gefühlen von Einsamkeit oder finanziellen Notlagen. Auch besorgte Kinder und Jugendliche, pflegende Angehörige oder Frauen in Notsituationen bekommen Hilfe. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem digitalen Bürgerdialog am Mittwoch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen gesprochen. Die Kanzlerin wollte Einblicke in deren aktuelle Arbeit gewinnen.

Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht über den digitalen Bürgerdialog der Kanzlerin mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen.

Betroffenen eine Stimme geben

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfs- und Krisentelefone haben wortwörtlich „ein Ohr für“ die Bedürfnisse und Probleme der Hilfesuchenden und konnten damit Einblicke in deren aktuelle Situation geben. Sie gaben im Dialog auch den Menschen eine Stimme, die in den öffentlichen Diskussionen rund um die Pandemie nur selten oder nie gehört werden.

Die Bundeskanzlerin wollte mehr darüber erfahren, wie sich die Pandemie auf die psychische Gesundheit der Hilfesuchenden auswirkt und wie sich die Gespräche der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vergangenen Jahr verändert haben. Es ging in dem Gespräch auch darum, die wichtige Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsangebote zu würdigen.

Mitarbeiter welcher Telefone nehmen am Dialog teil?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Dialog wurden von verschiedenen Kooperationspartnern benannt: Vertreten sind Hilfs- und Krisentelefone mit einem allgemeinen, themenoffenen Angebot mit Fokus auf die psychische Gesundheit. Dazu zählen beispielsweise die Telefonseelsorge, die russischsprachige Telefonseelsorge Doweria, der Berliner Krisendienst oder die Initiative Silbernetz.

Außerdem vertreten sind Angebote, die sich an die Zielgruppen Kinder und Jugendliche und Frauen richten. Dazu zählen das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ und für Kinder und Jugendliche die „Nummer gegen Kummer“ sowie das rein chat-basierte Angebot krisenchat.de.

Auch Angebote mit einem bestimmten Themenfokus im Bereich Sucht und Verschuldung sind vertreten. Dazu zählt die Caritas Schuldenberatung Neubrandenburg oder das DRK Sorgentelefon für Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen.

Mehr Informationen finden Sie in der Übersicht der teilnehmenden Hilfs- und Krisentelefone.

Bürgerdialoge haben lange Tradition

Die Reihe „Die Bundeskanzlerin im Gespräch“ knüpft an die lange Tradition von Bürgerdialogen von Kanzlerin Merkel an. Seit vielen Jahren sucht sie regelmäßig den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern in allen Regionen Deutschlands. Da das direkte Gespräch aufgrund der Pandemie derzeit nicht möglich ist, lag die Idee nahe, den Bürgerdialog digital zu führen.

Der Dialog mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen ist bereits der sechste Termin im Format "Die Bundeskanzlerin im Gespräch". Zuvor hatte die Kanzlerin mit Eltern von Kindern im Kita- und Schulalter, mit Auszubildenden und Ausbildern, mit Polizistinnen und Polizisten und mit Studierenden diskutiert. Außerdem gab es einen virtuellen Austausch zur Situation in der Pflege.

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