Unterstützung für Kalender- und Reiseverlage

Reiseliteratur in einer Buchhandlung

Auch Kalender- und Reiseverlage sind stark von den Einschränkungen betroffen

Foto: picture alliance / Katharina Heimeier

Die Corona-Pandemie trifft Reise- und Kalender-Verlage besonders hart: Aufgrund eingeschränkter Reisemöglichkeiten ging der Umsatz bei der Reiseliteratur im Jahr 2020 um ca. 55 Prozent, 2021 sogar um bisher 80 Prozent zurück. Auch die Schließung der Buchhandlungen in vielen Bundesländern wirkt sich auf diese Verlage besonders aus, da sie im Weihnachtsgeschäft bis zu einem Drittel ihres Jahresumsatzes erwirtschaften.

Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat nun gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine passgenaue Lösung für unverschuldet in Not geratene Verlage entwickelt. „Ich bin froh, dass es gelungen ist, in die neuen Überbrückungshilfen III für besonders schwer durch die Pandemie betroffene Unternehmen nun auch die Kalender- und Reiseverlage einzubeziehen“, erklärt Kulturstaatsministerin Grütters. 

Betroffene Verlage können Wertverluste für Produkte erstattet bekommen, die Corona-bedingt nicht verkauft werden konnten und auch zukünftig nicht mehr verkäuflich sind, wie etwa jahresgebundene Kalender, veraltete Reiseführer oder spezifische Merchandise-Artikel abgesagter Veranstaltungen.

Mit der Anpassung der Überbrückungshilfe III wird der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 22. März 2021 umgesetzt, die Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware und verderbliche Ware für Einzelhändler zu erweitern. Der Beschluss sieht ergänzende Hilfen für Unternehmen vor, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind.

Weitere Informationen zu den Erweiterungen der Überbrückungshilfe III erhalten Sie hier,  Antworten auf häufig gestellte Fragen werden hier beantwortet.

Eine Übersicht der Unterstützungsmaßnahmen für Künstlerinnen, Künstler und Kreative erhalten Sie auf unserer Corona-Themenseite.