Spahn: Den Sommer mit Vorsicht genießen

Pressekonferenz zur Corona-Lage Spahn: Den Sommer mit Vorsicht genießen

Bundesgesundheitsminister Spahn mahnt mit Blick auf die Delta-Variante des Coronavirus weiter zur Vorsicht. "Aus einem zu sorglosen Sommer darf kein Sorgenherbst werden", so der Minister. Vor allem im Innenbereich sei es weiterhin geboten, die Schutzmaßnahmen einzuhalten.

„Wir können den Sommer genießen, aber eben mit Vorsicht“, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Pressekonferenz zu aktuellen Corona-Lage. In den ersten Bundesländern haben mittlerweile die Sommerferien begonnen. Daher betonte Spahn: Reisen ist möglich, allerdings sollten Hygienemaßnahmen weiterhin eingehalten und die kostenlosen Testangebote genutzt werden.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, appellierte bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Gesundheitsminister, von unnötigen Reisen abzusehen. „Mobilität ist ein Treiber der Pandemie,“ mahnte Wieler. Er riet: Wer dennoch reise, sollte sich bereits im Vorfeld über die Infektionslage am Reiseziel informieren und sich vor Ort an Hygienemaßnahmen halten.

Delta weiter auf dem Vormarsch

Die Delta-Variante werde im Sommer die Oberhand gewinnen, mahnte der Minister. Um die Verbreitung einzudämmen, seien eine hohe Impfquote und eine niedrige Inzidenz nötig. Spahn warb dafür, auch unbedingt die zweite Impfung wahrzunehmen.

Der RKI-Präsident ergänzte, Delta sei ansteckender und verbreite sich schneller. "Wir wissen, dass voll Geimpfte gegen schwere Erkrankungen von Delta geschützt sind." Daher sei es sehr wichtig, den vollen Impfschutz zu erlangen.

Impfung oder Infektion

In Deutschland haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministers 44 Millionen Personen eine erste Impfung erhalten, 28,3 Millionen bereits eine zweite. Insgesamt hätten damit 63 Prozent aller Erwachsenen und 300.000 der 12- bis 18-Jährigen eine erste Impfung  erhalten. Deutschland erwarte in den nächsten Wochen genug Impfstoff, um allen impfwilligen Erwachsenen bis Ende Juli und allen 12- bis 18-Jährigen bis Ende August ein Angebot für eine erste Impfung machen zu können.

„Nutzen Sie die Chancen, lassen Sie sich impfen“, warb der Minister. „Impfen ist das beste Mittel.“ Wer nicht geimpft sei, werde sich unweigerlich früher oder später infizieren. Impfung oder Infektion, das sei die Wahl für jeden Einzelnen.

Trotz Impfung Hygienemaßnahmen einhalten

Doch Impfen helfe nicht allein, mahnt Wieler. Wichtig sei außerdem, alle bekannten Hygienemaßnahmen weiterhin einzuhalten, wie  Kontaktreduzierung, Schutzmasken tragen, Lüften und Testen. Sie trügen dazu bei, die Ausbreitung einzudämmen und das Erreichte zu sichern.

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