Nachhaltigkeit muss Teil der Bildung sein

Bericht über Bildung für nachhaltige Entwicklung Nachhaltigkeit muss Teil der Bildung sein

Große Herausforderungen wie Klimawandel, Pandemien oder Ungleichheit brauchen umfassenden Lösungen – diese bieten die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen an. Denn eine nachhaltige Gesellschaft ist widerstandsfähiger und gerechter. Wie wichtig es ist, Nachhaltigkeit in die Bildung zu integrieren, zeigt der siebte Bericht über Bildung für nachhaltige Entwicklung, den die Bundesregierung jetzt beschlossen hat.

Lehrerin auf grüner Wiese erklärt kleinen Kindern die Natur.

Frühkindliche Bildung für nachhaltige Entwicklung: Auch Kinder sollen darin gestärkt werden, zukunftsfähig zu denken und zu handeln.

Foto: mauritius images/Andriy Norenko/Alamy

Bildung für nachhaltige Entwicklung – kurz BNE – soll die Menschen befähigen, nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit zu handeln. Dazu gehört es die Natur zu schützen, sich mit notleidenden Menschen solidarisch zu zeigen und zukünftige Generationen mit heutigen Entscheidungen nicht zu belasten.

Um das Prinzip der Nachhaltigkeit stärker in der Bevölkerung zu verankern, hat die Bundesregierung den siebten Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kabinett beschlossen. Der Bericht wird auf der Basis eines Beschlusses des Deutschen Bundestages ein Mal pro Legislaturperiode vorgelegt.

Prinzip der Nachhaltigkeit im Bildungswesen verankern

Die Bundesregierung hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt der Aufgabe angenommen, das Leitprinzip Nachhaltigkeit im gesamten Bildungswesen zu verankern. Bei der Umsetzung orientiert sie sich an den Inhalten des im Juni 2017 verabschiedeten „Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Der Aktionsplan ist gemeinsam vom Bund, den Ländern und Kommunen sowie Vertretungen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erarbeitet worden. Zahlreiche Ziele und Maßnahmen daraus wurden bereits umgesetzt.

Beispiel: Nachhaltigkeit im Beruf und in der beruflichen Bildung

Auszubildende, Beschäftigte oder Führungskräfte können gleichermaßen Verantwortung für nachhaltiges berufliches Handeln übernehmen. Wichtig ist dabei die Wissensvermittlung über nachhaltige Entwicklung und das Erlernen von Kriterien, damit jede und jeder Einzelne nachhaltig handelt.

Gute Vorbilder wie Lehrkräfte sind besonders wichtig. Sie leben nachhaltigen beruflichen Alltag vor. Aus- und Weiterbildung zum beruflichen Wirken müssen deshalb miteinander verknüpft sein.

Auch die Unterstützung durch die Unternehmensführung ist wichtig, damit ein Lern- und Arbeitsumfeld geschafft werden kann, das Gestaltungsspielräume in der beruflichen Tätigkeit einräumt.

UNESCO-Konferenz zu BNE

Wenige Wochen nach der Verabschiedung des BNE-Berichts durch die Bundesregierung findet in diesem Jahr die globale Auftaktkonferenz für das UNESCO-Programm "BNE 2030" vom 17. bis 19. Mai 2021 virtuell statt. Die Konferenz wird von der UNESCO sowie dem Bundesbildungsministerium (BMBF) veranstaltet.