Pflegestudium als Weg in den Beruf

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Neue Anreize für den Pflegeberuf Pflegestudium als Weg in den Beruf

Durch ein duales Studium zur Pflegekraft? Neben einer klassischen Berufsausbildung ist auch dieser Weg möglich. Besonders attraktiv: eine angemessene Ausbildungsvergütung, praxisorientierte Lerninhalte und neue Karrieremöglichkeiten.

2 Min. Lesedauer

Das Bild zeigt Studierende in der pflegereischen Praxis.

Das Pflegestudium ist dual aufgebaut: Die Studierenden belegen zur Hälfte theoretische Lehrveranstaltungen. Zur anderen Hälfte lernen sie die pflegerische Praxis kennen.

Foto: Thies Raetzke

Durch den demografischen Wandel steigt der Bedarf an Pflegekräften in Deutschland weiter an. Gut ausgebildete Fachkräfte helfen, das Gesundheitssystem zu stabilisieren und zu stärken. Neben der klassischen Berufsausbildung gibt es einen weiteren attraktiven Weg zum Pflegeberuf: das Pflegestudium. Um neue Anreize für diesen Berufsweg zu schaffen, hat die Bundesregierung das sogenannte „Pflegestudiumstärkungsgesetz “ initiiert, das im Dezember 2023 in Kraft getreten ist.

Duales Studium mit Vergütung

Das Pflegestudium ist dual aufgebaut und dauert mindestens drei Jahre. In dieser Zeit belegen die Studierenden etwa zur Hälfte theoretische Lehrveranstaltungen. Zur anderen Hälfte lernen sie die pflegerische Praxis kennen. Wichtig und besonders attraktiv: Nach den neuen Regelungen des Pflegestudiumstärkungsgesetzes erhalten sie für die gesamte Studienzeit eine angemessene Vergütung.

Neben Inhalten, die direkt im Berufsalltag angewendet werden können, sind auch Fragen nach der Steuerung komplexer Pflegeabläufe oder der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Pflege Teil der Ausbildung. Künftig sollen im Studium zudem intensiver Fähigkeiten vermittelt werden, um eigenständig heilkundliche Tätigkeiten ausüben zu können. Hierzu gehören Inhalte zu diabetischer Stoffwechsellage, chronischen Wunden oder Demenz.

Welche Voraussetzungen Interessierte mitbringen müssen, um Pflege zu studieren, richtet sich nach den Hochschulzulassungsvorgaben der Länder. Wer mit Vorbildung in das Pflegestudium geht, kann sich möglicherweise Leistungen anrechnen lassen. Zum Beispiel kann der Abschluss einer beruflichen Pflegeausbildung die Studienzeit verkürzen.

In ganz Deutschland gibt es immer mehr Angebote für ein Pflegestudium  an einer Hochschule. In Hessen bieten beispielsweise die Frankfurt University of Applied Sciences und die Hochschule Fulda Möglichkeiten zum dualen Pflegestudium. Das Bundesfamilienministerium bietet eine Übersicht  über das Angebot berufsqualifizierender Studiengänge nach dem Pflegeberufegesetz.

Und danach?

Mit dem Abschluss des Pflegestudiums wird den Studierenden der akademische Grad der Hochschule verliehen. Dabei ist die staatliche Prüfung zur Erlangung der Berufszulassung Bestandteil der Hochschulprüfung. Die Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau“, „Pflegefachmann“ oder – geschlechtsneutral – „Pflegefachperson“ führen Absolventinnen und Absolventen dann in Verbindung mit dem akademischen Grad.

Ein Pflegestudium eröffnet neue Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen. Studierte Pflegefachpersonen sind nach Abschluss des Studiums häufig in Führungspositionen tätig. Neben der Qualifikation für die praktische Pflegearbeit können sie auch Steuerungs- und Konzeptionsaufgaben übernehmen.

Welcher Weg ist meiner? Unterschiede zwischen Studium und Berufsausbildung 
Nicht nur das Pflegestudium, sondern auch der Weg einer Berufsausbildung führt zum Pflegeberuf. Welcher Weg der richtige ist, hängt von persönlichen Vorlieben, Voraussetzungen und Zielen ab. Das Bundesfamilienministerium gibt einen Überblick über die Möglichkeiten und Unterschiede. Auf jeden Fall gilt: Der Pflegeberuf ist zukunftssicher und anspruchsvoll – und erfüllend.