Neu aufgelegt

Ratgeber gegen Schulden

Überschuldung ist ein ernst zu nehmendes Problem. Es kann Menschen in existentielle Krisen führen, wenn sie Rechnungen und Kredite nicht mehr bezahlen können. Es lohnt sich deshalb, früh Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der neu aufgelegte Ratgeber "Schulden abbauen – Schulden vermeiden" unterstützt dabei. Er gibt auch Tipps, um gar nicht erst in eine solche Situation zu geraten.

Ein neues Auto oder ein Eigenheim, schöne Urlaubsreisen oder der Schritt in die Selbstständigkeit - viele Haushalte verschulden sich dafür. Und nicht selten kommt es zur Überschuldung. Dies bedeutet, das Vermögen des Schuldners reicht nicht mehr aus, um seine Schulden zu begleichen. Vor allem beim Verlust des Arbeitsplatzes, bei schwerer Krankheit oder familiärer Trennung kann dies der Fall sein.

Überschuldungsquote gestiegen

Eine Studie - der "Schuldner-Atlas" der Auskunftei Creditreform - zeigt: Die Überschuldungsquote lag zum 1. Oktober 2018 bundesweit nahezu konstant bei etwas über zehn Prozent und ist insgesamt seit 2014 zum fünften Mal in Folge angestiegen. Das heißt: Knapp sieben Millionen Bürger über 18 Jahre haben nachhaltige Zahlungsschwierigkeiten. Davon sind rund vier Millionen in einer dauerhaften Überschuldungsspirale.

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) war für rund jeden Vierten der unter 25-Jährigen, die in 2018 eine Schuldnerberatungsstelle aufsuchten, Hauptauslöser der Überschuldung eine unwirtschaftliche Haushaltsführung. Hingegen gaben fast 30 Prozent der Älteren (ab 65 Jahren) eine Erkrankung, Sucht oder Unfall, Trennung, Scheidung oder Tod des Partners/der Partnerin als Hauptauslöser der Überschuldung an.

Einnahmen und Ausgaben im Blick behalten

Im Ratgeber "Schulden abbauen – Schulden vermeiden" finden Verbraucher Rat und Hilfe. Zum Beispiel gibt es einen Muster-Haushaltsplan, der es ermöglicht, die eigene Einnahme- und Ausgabesituation im Blick zu behalten. Hier ist auch der Ablauf einer Schuldnerberatung beschrieben, ebenso finden sich dort Pfändungstabellen und Musterbriefe. Die Broschüre ist online sowie als Printversion verfügbar und ab sofort beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung bestellbar.

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