Würdigung der Einsatzkräfte im Ausland

Tag des Peacekeeping Würdigung der Einsatzkräfte im Ausland

Zum „Tag des Peacekeeping“ würdigt die Bundesregierung am 23. Juni alljährlich das Engagement deutscher Einsatzkräfte im Ausland. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock dankte den Ausgezeichneten für ihre herausfordernde Arbeit als Beitrag zur Stabilisierung von Krisenregionen und kündigte eine Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung an.

Peacekeeping

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock warb zum „Tag des Peacekeeping“ für eine multidimensionale Sicherheit.

Foto: IMAGO/photothek/Xander Heinl

Am Donnerstag haben die Ministerinnen Nancy Faeser, Annalena Baerbock und Christine Lambrecht zum Tag des Peacekeeping, stellvertretend für alle Einsatzkräfte, die an internationalen Friedensmissionen teilnehmen, je drei Soldatinnen und Soldaten, Polizistinnen und Polizisten sowie zivile Expertinnen und Experten geehrt.Die Bundesregierung bringt so ihre Dankbarkeit und Wertschätzung für alle deutschen Peacekeeper zum Ausdruck, die ihre Arbeit oft unter schwierigen Lebens- und Einsatzbedingungen leisten.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser lobte den Einsatz der Ausgezeichneten für Frieden und Sicherheit. „Jeder Einsatz in Krisengebieten erfordert Mut. Jeder Einsatz birgt hohe Risiken. Wir tragen eine große Verantwortung für die Kolleginnen und Kollegen, die wir in gefährliche Einsätze schicken. Deshalb hat ihre Sicherheit immer höchste Priorität. Deutschland bleibt ein starker Partner in Friedensmissionen.“ Die Ministerin kündigte an, dass die Bundesregierung weitere Polizeikräfte zur Erfüllung dieser Aufgabe entsenden werde.

„Sicherheit in allen Dimensionen schaffen“

In diesem Jahr wurden Laureatinnen und Laureaten ausgezeichnet, die ihren Dienst in Mali, in Afghanistan, in den palästinensischen Autonomiegebieten, in der Ukraine, im Südsudan, im Libanon und in Jordanien versehen haben. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock würdigte die Arbeit der Ausgezeichneten im globalen Sinne: „Peacekeeping im 21. Jahrhundert bedeutet, Sicherheit in allen Dimensionen zu schaffen: Nämlich Sicherheit, die mehr ist als die Abwesenheit von Gewalt. Sicherheit, die Rechtstaatlichkeit und Freiheit bedeutet, aber auch die Sicherung unserer Lebensgrundlagen.“ Baerbock verwies auf die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, zum Beispiel auf den Konflikt um Nahrungsmittel. Aber auch die sicherheitsrelevanten Auswirkungen der Klimakrise dürfen nicht aus dem Blick verloren werden. Die Ministerin kündigte eine Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung an.

Aufgaben im Sinne der Sicherheit

So unterschiedlich wie die Einsatzgebiete waren auch die jeweiligen Aufgaben der Geehrten. Sie reichten von der Ausbildung und Beratung nationaler Sicherheitskräfte und -institutionen, über die Überwachung internationaler Abkommen, die Wahrnehmung koordinierender Aufgaben innerhalb der Mission bis hin zur Gewährleistung der Sicherheit des eingesetzten Personals. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht unterstrich dabei: „Peacekeeping heißt, dahin zu gehen, wo Frieden und Sicherheit gefährdet sind und Soldatinnen und Soldaten zu entsenden, um den Frieden zu erhalten. Deutschland wird dies weiterhin tun. Die Bundeswehr benötigt für diese Aufgabe die bestmögliche Ausstattung und Ausrüstung.“