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Berlin, 06. September 2018
 

Rundbrief Ausbildung

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02 | 2018: Ausbildungsjahr hat begonnen

Jetzt noch bewerben - viele freie Stellen

Die Elektrotechniker Corinna Becker und Nicolai Loeschel prüfen am Montag in der Lehrwerkstatt von Thyssen Krupp Krause den Stromkreis einer Wechselschaltung

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres sind noch viele Lehrstellen frei. Ob im Handwerk, in der Industrie oder im Handel - es gibt mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. Gute Aussichten für Jugendliche, die noch kurzfristig ins Berufsleben einsteigen wollen.

Unternehmen und Behörden haben den Arbeitsagenturen und Jobcentern für das neue Ausbildungsjahr insgesamt 548.100 Ausbildungsstellen gemeldet.

Etwa 148.500 sind derzeit noch unbesetzt. Demgegenüber stehen 91.400 Bewerberinnen und Bewerber, die weiterhin einen Ausbildungsplatz suchen. Das entspricht einem Verhältnis von 62 unversorgten Bewerbern zu 100 unbesetzten Ausbildungsstellen.

Trotz dieser für Bewerber rechnerisch guten Lage, gibt es je nach Berufswunsch und Region große Unterschiede.

Berufsfachliche Unterschiede

So klagen vor allem Hotels und Gaststätten, Baufirmen sowie viele Handwerksbetriebe über zu wenig Auszubildende. Dasselbe gilt im Lebensmittelhandwerk, bei Fleischern und Bäckern, aber auch in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Zudem fehlen junge Berufskraftfahrer, zum Beispiel bei öffentlichen Verkehrsbetrieben.

Umgekehrt ist die Situation in anderen Branchen, hier gibt es mehr Bewerberinnen und Bewerber als Ausbildungsplätze. Das trifft beispielsweise in Büro- und Verwaltungsberufen zu, aber auch in der Tierpflege, in Medienberufen oder in künstlerisch-kreativen Berufen. Ausbildungen in diesen Bereichen sind heiß begehrt.

Regionale Unterschiede

Unterschiede gibt es aber auch regional: Vor allem in Süddeutschland, wo der Fachkräftemangel sehr ausgeprägt ist, aber auch in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern sowie im Saarland und Hamburg gibt es deutlich mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. In Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hessen dagegen fehlen Stellen, um zumindest rechnerisch jedem interessiertem Jugendlichen eine betriebliche Ausbildungsstelle anbieten zu können. In den anderen Ländern halten sich Ausbildungsstellen und Bewerber ungefähr die Waage.

Bewerben lohnt sich noch

Fest steht: Der Ausbildungsmarkt ist weiter mächtig in Bewegung. Wer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz noch keinen Erfolg hatte, kann sich an die Berufsberatung wenden. Die Jobexperten vor Ort können Ausbildungsbetriebe nennen, die noch Stellen zu vergeben haben.

Die Beratung erfolgt zudem individuell: Gibt es vielleicht geeignete Alternativen zum Berufswunsch, für die sich leichter eine Lehrstelle finden lässt? Oder verbessern sich die Chancen mit einer Bewerbung in einer anderen Region?

Wenn junge Leute für ihre Ausbildung umziehen müssen, sorgt übrigens - wenn nötig - die Berufsausbildungsbeihilfe dafür, dass es nicht am Finanziellen scheitert.

Bewerben lohnt sich also in jedem Fall – auch jetzt noch.

Ausbildungsmarkt ist noch in Bewegung

Berufsberatung unterstützt

Falls es mit einem Ausbildungsplatz noch nicht geklappt hat, kann die Berufsberatung zielgerichtet unterstützen.

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Umziehen für die Ausbildung?

Wird für eine Ausbildung ein Umzug nötig, springt die Berufsausbildungsbeihilfe mit finanzieller Unterstützung ein.

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Lehrstellenbörse der IHKs

Die gemeinsame Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern ermöglicht eine Suche nach einem passenden Ausbildungsbetrieb in der Region oder bundesweit.

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Bund sucht engagierte Nachwuchskräfte

Die Bundesverwaltung sucht aufgeschlossene und engagierte Bewerberinnen und Bewerber aller Nationalitäten, die sich für einen der mehr als 130 Ausbildungsberufe interessieren.

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Zahlen zum aktuellen Arbeits- und Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2017 bis August 2018 wurden der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern deutlich mehr Ausbildungsstellen gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ist dagegen geringer als im Vorjahr. Für interessierte Jugendliche haben sich die Chancen auf eine Ausbildungsstelle weiter verbessert. (PDF, 1,28 MB)

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Modernisierte und neue Ausbildungsberufe

Modernisierte Ausbildungsberufe

Von A wie Anlagenmechaniker/-in bis Z wie Zerspanungsmechaniker/-in: Mit 25 neu geordneten Berufen hat das Ausbildungsjahr 2018 begonnen.

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Neuer Ausbildungsberuf: Spezialist für digitalen Vertrieb im Handel

Der digitale Handel wächst rasant – und damit auch die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, die Kundinnen und Kunden online beraten. Seit August gibt es dafür eine neue duale Ausbildung: zum Kaufmann oder zur Kauffrau im E-Commerce.

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Pflegeberuf: Ausbildung wird neu geregelt

Die Pflegeausbildung wird modernisiert und vereinheitlicht: Auszubildende haben zunächst zwei Jahre gemeinsam Theorie und Praxis. Danach können sie sich in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege spezialisieren. Die neue Pflegeausbildung soll Anfang 2020 starten.

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Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG

Erfolgsmodell "Aufstiegs-BAföG" - Karrieresprung mit Geld vom Staat

Der Karriere einen Schwung geben, ohne direkt das Geld für eine Weiterbildung zu haben? Immer häufiger ist das Aufstiegs-Bundesausbildungsförderungsgesetz--BAföG eine Lösung. 2017 ergriffen 165.000 Frauen und Männer die Chance, sich mit Hilfe vom Staat weiter zu qualifizieren.

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BAföG-Statistik 2017: Mehr Leistungen, weniger Empfänger

Die BAföG--Bundesausbildungsförderungsgesetz-Statistik 2017 weist einen kräftigen Anstieg der durchschnittlichen monatlichen Förderungsbeträge aus. Die Zahl der Geförderten ist im Vergleich zum Vorjahr dagegen um fünf Prozent gesunken.

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Integration in den Arbeitsmarkt

Flüchtlingsausbildung bei der Bahn: Zug um Zug Richtung Zukunft

Vor drei Jahren kam der 18-jährige Bubbacarr Sanneh als Flüchtling aus Gambia nach Deutschland. Ohne Eltern und ohne Perspektive. Doch damit abfinden wollte er sich nicht. Also paukte er Deutsch und bewarb sich bei der Bahn für eine Qualifizierung – mit Erfolg. Nun lernt er alles über Zugtechnik und die Werte seiner neuen Heimat.

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Flüchtlinge und Ausbildung – ein Leitfaden

Junge Geflüchtete auf dem Weg in die berufliche Ausbildung – ein Leitfaden von der Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration gibt Tipps für Unternehmer/-innen, Flüchtlingsberater/-innen sowie für alle, die Geflüchtete auf diesem Weg begleiten.

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Knapp 14 Prozent mehr ausländische Berufsabschlüsse im Jahr 2017 anerkannt

Im Anerkennungsverfahren wird geprüft, ob ein ausländischer Berufsabschluss dem jeweiligen deutschen Referenzberuf entspricht. 2017 wurden 21.800 im Ausland erworbene berufliche Abschlüsse als komplett oder teilweise gleichwertig anerkannt. Das ist ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Tipps und Termine

"Du + Deine Ausbildung = Praktisch unschlagbar!" - Infokampagne des Bundesbildungsministeriums

Die Kampagne "Du + Deine Ausbildung = Praktisch unschlagbar!" des Bundesbildungsministeriums macht an Schulen und auf Bildungsmessen auf die berufliche Aus- und Weiterbildung aufmerksam.

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Tourstopp-Liste

Die Infotour der Kampagne macht überall dort halt, wo Wissen in Sachen Beruf und Karriere gefragt ist. Das sind vor allem Berufs- und Ausbildungsmessen, Schulen und Ausbildungsbetriebe. Mit dabei: erfahrene Beraterinnen und Berater für Aus- und Weiterbildung, die individuelle Tipps zu Ausbildung und beruflichem Werdegang geben. Bis Ende dieses Jahres gibt es deutschlandweit noch viele Tourstopps.

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