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Berlin, 12. Juli 2016
 

Rundbrief Ausbildung

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02 / 2016: Werben für duale Ausbildung

Integrationsgesetz: Rechtssicherheit für Flüchtlinge und Unternehmen während Berufsausbildung

Sprachkurs mit Flüchtlingen

Gerade hat der Bundesrat dem Integrationsgesetz zugestimmt. Darin enthalten ist auch Neues zur Berufsorientierung und Berufsausbildung für Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive.
Zum Beispiel wird mit dem Integrationsgesetz Rechtssicherheit für Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive und Arbeitgeber geschaffen: Auszubildende erhalten eine Duldung für die Gesamtdauer der Ausbildung. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhalten sie eine Duldung für weitere sechs Monate, um einen Arbeitsplatz zu suchen. Wer nach erfolgreichem Abschluss einer Ausbildung eine Beschäftigung aufnimmt, erhält ein Aufenthaltsrecht für zwei Jahre. Wird die Ausbildung abgebrochen, wird eine Duldung für sechs Monate zur Suche eines neuen Ausbildungsplatzes erteilt. Die bisherige Altersbegrenzung für Geduldete von 21 Jahren für den Beginn der Ausbildung wird aufgehoben.

Außerdem wird die Ausbildungsförderung stärker für junge Flüchtlinge geöffnet.

Eine Berufsausbildung dürfen Asylbewerber (mit Genehmigung der Ausländerbehörde) nach drei Monaten und Geduldete ab dem Tag der Duldung beginnen. Die Arbeitsagentur muss nicht zustimmen. Das gilt auch für bestimmte Praktika, Einstiegsqualifizierungen und Berufsvorbereitungen.

Das Integrationsgesetz bildet eine Einheit aus Rechten und Pflichten für die zu uns Gekommenen. Sie erhalten frühzeitig Angebote vom Staat. Sie sind jedoch verpflichtet, sich auch selbst um Integration zu bemühen.

Gute Deutschkenntnisse sind entscheidend für die Integration. Sprachförderung, Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration müssen deshalb Hand in Hand gehen. Die Bundesregierung finanziert ab Juli 2016 berufsbezogene Sprachkurse, die noch enger mit Beschäftigung und Ausbildung verzahnt werden. Das neue Internetportal der Bundesregierung "Integration hilft allen. Deutschland kann das." informiert umfassend über die Integrations- und Flüchtlingspolitik.

Die neue Internetseite zeigt, Initiativen dazu vor Ort überall in Deutschland. Der 14-tägliche "Newsletter Migration und Integration aktuell" ergänzt das Informationsangebot.

Vorm Start des Ausbildungsjahrs: Werben für die duale Ausbildung

Die vielen, überwiegend jungen Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren wird einige Zeit dauern. Die demografische Lücke kann mit ihnen nicht geschlossen werden.
Schon jetzt finden viele Betriebe keine Bewerber für ihre Lehrstellen. Konzerne suchen bundesweit nach Auszubildenden. Auch mittelständische Unternehmen und Kammern müssen sich zusammen überregional stärker nach Auszubildenden umsehen. Um ihre Chancen zu nutzen, sollen Ausbildungsinteressierte mobiler werden. Auch an den Gymnasien wird jetzt stärker für die duale Aus- und Weiterbildung und ihre Karrierewege geworben.

Flüchtlingen Ausbildung ermöglichen

Ausbildungsförderung ausgeweitet

Junge Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive sollen möglichst eine qualifizierte Berufsausbildung aufnehmen. Für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive sind jetzt ausbildungsbegleitende Hilfen, assistierte Ausbildung oder berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland möglich.

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Rechtssicherheit während der Ausbildung

Auszubildende erhalten eine Duldung für die Gesamtdauer der Ausbildung. Wer im Betrieb bleibt, erhält ein Aufenthaltsrecht für zwei Jahre. Die bisherige Altersbegrenzung von 21 Jahren für den Beginn der Ausbildung wird aufgehoben.

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Neues Internetportal der Bundesregierung: "Integration die allen hilft. Deutschland kann das."

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Newsletter Integration

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Bundesprogramm: Flüchtlinge lernen Deutsch für den Beruf

Der Bund finanziert ab dem 1. Juli 2016 berufsbezogene Sprachkurse für Flüchtlinge, die eine gute Bleibeperspektive haben. Auch EU--Europäische Union-Bürger sowie deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund können daran teilnehmen. Das Programm baut auf den Integrationskursen auf. Beschäftigung oder Ausbildung können damit verbunden werden.

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Berufsorientierung für Flüchtlinge im Handwerk

Bundesbildungsministerium, Bundesagentur für Arbeit und Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) haben „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“ gestartet - mit dem Ziel, über zwei Jahre bis zu 10.000 junge Flüchtlinge in eine Ausbildung im Handwerk zu bringen.

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Ziel ist eine abgeschlossene Ausbildung

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29 KAUSA-Servicestellen beraten junge Flüchtlinge und Migranten zur Ausbildung

In den Koordinierungsstellen Ausbildung und Migration (KAUSA) des Bundesbildungsministeriums wurden schon bisher Jugendliche mit Migrationshintergrund und deren Eltern zur dualen Ausbildung beraten. Jetzt werden auch junge Flüchtlinge angesprochen. 16 neue Servicestellen sind zu den bisherigen 13 dazu gekommen. Sie haben am 1. Juli 2016 ihre Arbeit aufgenommen.

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Die KAUSA-Standorte

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Duale Berufsausbildung – praktisch unschlagbar

Gut beraten ins Berufsleben starten

Das neue Ausbildungsjahr steht vor der Tür und mit ihm viele Fragen rund die Ausbildung. Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, kann bei der Telefonaktion des Bundespresseamtes zum Ausbildungsstart Experten befragen.

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Bilanz des Ausbildungsjahres 2015: Immer mehr Ausbildungsangebote pro Bewerber

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind besser als je in den letzten 20 Jahren. Im letzten Jahr kamen auf rechnerisch 104 angebotene Ausbildungsstellen 100 Bewerberinnen und Bewerber. Die Betriebe konnten rund 41.000 gemeldete Ausbildungsstellen nicht besetzen. Mehr junge Menschen streben ein Studium an. Deshalb soll auch an Gymnasien stärker für die duale Ausbildung geworben werden. Wer keine Ausbildungsstelle am Ort bekommt, soll auch überlegen, eine Stelle weiter weg von zu Hause zu suchen.

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Mehr Mobilität von Auszubildenden

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"Du + Deine Ausbildung = Praktisch unschlagbar!"

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Für duale Ausbildung an Gymnasien werben

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Berufsorientierung: Filme zu 350 Berufen

Auf der Seite "BERUFE.TV" der Bundesagentur für Arbeit geben über 350 Filme erste Einblicke in Ausbildungs- und Studienberufe.

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ESF-Tour 2016 gestartet: Benachteiligte Jugendliche in Ausbildung bringen

Zum Auftakt der ESF--Europäischer Sozialfonds-Tour 2016 hat Bundesarbeitsministerin Nahles das Projekt "Ausbildungsstark" der JOBLINGE Initiative bei BMW--Die Bayrischen Motoren Werke in Berlin besucht. Sehr erfolgreich unterstützt das Projekt benachteiligte Jugendliche und langzeitarbeitslose junge Erwachsene dabei, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden. Rund 7,5 Milliarden Euro bekommt Deutschland bis 2020 aus dem Europäischen Sozialfonds, damit Menschen bessere Chancen am Arbeitsmarkt erhalten.

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Höheres Meister-BAföG ab 1. August 2016

Wer sich zum Handwerks-oder Industriemeister, Techniker, Fachwirt oder staatlich geprüften Erzieherin fortbildet, bekommt ab August mehr Meister-BAföG--Bundesausbildungsförderungsgesetz. Es gibt höhere Bedarfssätze, Zuschussanteile und Freibeträge. Zum Lebensunterhalt gibt es monatlich maximal 768 Euro (Ledige) oder1.238 Euro (Verheiratete mit Kind). Alleinerziehende bekommen für Kinderbetreuung 130 Euro extra. Neu: Bachelorabsolventen können gefördert werden, wenn sie sich zu Führungskräften fortbilden - etwa im Handwerk.

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Ausbildungsordnungen modernisiert

Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

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Metallbildner/-innen

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Hörakustiker/-innen

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Fischwirt/-in

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Lesetipps (und Termine)

Neuer Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit online – Wer verdient wo wie viel?

Mit ein paar Klicks findet man heraus, was ein Anlagenmechaniker oder eine Chemielaborantin in Berlin oder in Nordrhein-Westfalen verdienen? Wie hoch sind die Verdienste im Bundesdurchschnitt? Wieviel kann man nach einer Weiterbildung verdienen?

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Mit Erasmus+ ins Ausland: Azubis berichten

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