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Berlin, 07. Dezember 2018
 

Rundbrief Ausbildung

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03 | 2018: Zukunft in der Pflege

Der Weg in den Pflegeberuf wird attraktiver

Elisabeth Hölscher sitzt in weißer Kleidung an einem Tisch, im Hintergrund ein Krankenhausbett

Die Ausbildung von Pflegefachkräften wird vereinheitlicht und moderner. Die Bundesregierung möchte, dass sie besser auf die heutige Berufspraxis vorbereitet. Ab 2020 bietet die neue Pflegeausbildung den künftigen Pflegekräften eine angemessene Ausbildungsvergütung und mehr Einsatzmöglichkeiten im späteren Beruf.

Alle künftigen Pflegekräfte werden ab 2020 in den ersten beiden Jahren ihrer Ausbildung die gleichen Inhalte in Theorie und Praxis erlernen. Die alte Aufteilung in Alten-, Kinderkranken- oder Krankenpflege von Ausbildungsbeginn an entfällt. Erst nach zwei Jahren müssen sich Auszubildende entscheiden, ob sie sich auf die Kinderkrankenpflege oder Altenpflege spezialisieren oder ob sie ihre generalistische Pflegeausbildung fortsetzen wollen. Der Bundesrat hat der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe zugestimmt. 

Die neuen Regelungen ermöglichen den künftigen Pflegefachkräften eine größere Flexibilität und bieten ihnen mehr Einsatzmöglichkeiten in ihrem späteren Beruf. Erweiterte Karriereperspektiven ergeben sich auch daraus, dass mit der Generalistik ein Berufsabschluss erworben werden kann, der automatisch europaweit anerkannt ist.

Ausbildungsvergütung statt Schulgeld

Nach wie vor gibt es Pflege-Schülerinnen und -Schüler, die für ihre Ausbildung Schulgeld zahlen müssen. Damit ist ab 2020 Schluss. Vielmehr haben die Auszubildenden künftig Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung.

Denn auch die Finanzierung der Pflegeausbildung wurde neu geregelt und vereinheitlicht. Durch ein Umlageverfahren stellen ab 2020 ausbildende und nicht ausbildende Einrichtungen die erforderlichen Gelder für die Pflegeausbildung gemeinsam zur Verfügung.


Die künftige Pflegeausbildung

Video: Pfleger als Beruf - Vielfalt und Verantwortung

Fitnesstrainer, Apotheker, Manager - so vielfältig ist der Pflegeberuf. Die Reform der Pflegeausbildung bietet Pflegefachkräften ab 2020 eine noch größere Flexibilität und mehr Einsatzmöglichkeiten in ihrem späteren Beruf.

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Pflegeberufegesetz

Grundlage der Reform der Pflegeberufe ist das in der letzten Legislaturperiode verabschiedete Pflegeberufegesetz. Es modernisiert die Pflegeausbildungen umfassend.

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Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

Die im September dieses Jahres verabschiedete Ausbildungs- und Prüfungsverordnung setzt die Vorgaben des Gesetzes um. Sie regelt beispielsweise Einzelheiten zur Ausbildungsstruktur, den Mindestanforderungen, den Ausbildungsinhalten, den Prüfungen und der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Zudem trifft sie Regelungen für die neue hochschulische Pflegeausbildung.

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Interview: "Für mich ist die Pflege Berufung"

Für die 19-jährige Auszubildende Elisabeth Hölscher ist ein Traum in Erfüllung gegangen: Sie ist Europas beste Pflegekraft. Außer ihrem Können beeindruckt ihre Einstellung: "Es gibt wenige Berufe, in denen man so unmittelbar eine Bestätigung erhält", erzählt die Bambergerin im Interview.

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Ausbildung in der Pflege - sicherer Job mit Sinn und Perspektive

Pflegekräfte werden auf dem Arbeitsmarkt dringend gesucht. Bereits heute arbeiten über eine Million Menschen in der Pflege – das sind mehr Beschäftigte als in der deutschen Automobilindustrie, für die Deutschland weltweit bekannt ist. Trotzdem besteht in der Pflegebranche ein Mangel an Fachkräften – insbesondere in der Altenpflege. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Pflegeausbildung.

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Der Ausbildungsmarkt: eine Bilanz

Bessere Chancen für Ausbildungssuchende als im Vorjahr

Erstmals seit 1994 war die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen höher als die Zahl der gemeldeten Bewerber. Damit hat sich die Lage für die Bewerber rein rechnerisch verbessert. Allerdings haben regionale, berufliche und qualifikatorische Ungleichgewichte weiter zugenommen. In der Folge blieben erneut deutlich mehr Ausbildungsstellen unbesetzt als im letzten Jahr. Gleichzeitig hat sich auch die Zahl der unversorgten Bewerber leicht erhöht. Dies geht aus der Ausbildungsmarktbilanz 2017/2018 der Bundesagentur für Arbeit hervor.

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Interview: Sofortiger Ausbildungsbeginn noch möglich

Boom auf dem Ausbildungsmarkt: Auch wer jetzt noch eine Lehrstelle sucht, hat gute Chancen. Allerdings ist die Lage in einzelnen Branchen und Regionen sehr unterschiedlich. Umso wichtiger sei Flexibilität, sagt BA-Ausbildungsmarktexperte Ralf Beckmann im Interview.

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Als Auszubildende ins Ausland

Bundesprogramm "AusbildungWeltweit"

Eine Zeit im Ausland verbringen. Was für Studierende schon fast die Regel ist, ist bei Auszubildenden eher selten. Mit "AusbildungWeltweit" will die Bundesregierung mehr Lehrlingen die Chance geben, wertvolle Auslandserfahrungen zu sammeln. "Damit wollen wir die Attraktivität unseres deutschen Systems der beruflichen Bildung weiter stärken", erklärt Bildungsministerin Karliczek.

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Als Azubi ins Ausland – Analysen zur Mobilität in dualen Ausbildungsberufen

Berufsbildung über Grenzen hinweg: Die Nationale Agentur Bildung für Europa hat analysiert, wie viele Auszubildende aus welchen Berufen die Chance einer Auslandsqualifizierung nutzen.

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Erasmus und Berufsbildung

Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014-2020). Im Zentrum von Erasmus+ steht die Förderung der Mobilität zu Lernzwecken und der transnationalen Zusammenarbeit. Das Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung voranbringen.

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Weiteres rund um die Ausbildung

Qualifizieren für den digitalen Wandel

Die Digitalisierung verändert die Anforderungen an die Beschäftigten. Sie werden künftig stärker darin unterstützt, sich weiterzubilden. Zudem werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber ab Januar 2019 durch die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung entlastet. Er sinkt auf 2,5 Prozent. Der Bundestag hat das Qualifizierungschancengesetz beschlossen.

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Junge Menschen beim Einstieg in das Arbeitsleben unterstützen

Jugendliche am Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen. Um dies zu erreichen setzt das Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" vor Ort an. Nun geht es in die zweite Förderrunde, die das Engagement in den Kommunen bis Mitte 2022 sichert.

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Neue Erkenntnisse zu Ursachen des Lehrlingsmangels im Handwerk

Stehen Jugendliche vor der Frage, ob sie einen Handwerksberuf erlernen sollten, geht es für sie nicht nur darum, ob die Arbeit interessant ist, was sie einbringt und unter welchen Bedingungen sie zu verrichten ist. Noch wichtiger ist für die Jugendlichen, ob ihnen die Wahl des Berufs hilft, in ihrem sozialen Umfeld zu punkten. Ist dies nicht der Fall, nehmen viele vom betreffenden Beruf Abstand, selbst dann, wenn ihnen die Arbeit darin gefallen würde. Dies sind Ergebnisse einer Befragung des Bundesinstituts für Berufsbildung von rund 1.700 Schülerinnen und Schülern.

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Ausbildungsmarketing für Betriebe: Berufsorientierung an Gymnasien

Berufsorientierung an Gymnasien wurde über viele Jahre hinweg kaum angeboten und richtete sich bisher meist auf die Information zum Studium an Hochschulen und Universitäten. Dabei ist es mittlerweile Konsens, dass es auch mit einer dualen Berufsausbildung interessante Karrierewege für Schülerinnen und Schüler gibt

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Video: Berufsorientierung für Flüchtlinge

Was erleben die Teilnehmenden im Programm „Berufsorientierung für Flüchtlinge“? Das Video begleitet eine Gruppe junger Geflüchteter, die bei der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg am Programm teilgenommen hat.

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