Kinderbetreuung

Höchststand beim Kita-Ausbau

Rund 790.000 Betreuungsplätze stehen für unter Dreijährige in Kitas oder bei Tageseltern zur Verfügung. Dadurch können 33,6 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe tagsüber betreut werden. Bei den Drei- bis Sechsjährigen liegt die Quote bei 93,3 Prozent.

Das Diagramm zeigt die Entwicklung der Zahl der Betreuungsplätz in Deutschland von 286.017 in 2006 bis 789.559 in 2018. 33,6 Prozent aller unter Dreijährigen in Deutschland waren damit 2018 in Betreuung.

Der Kita-Ausbau geht voran: Mehr als eine halbe Millionen zusätzliche Betreuungsplätze für unter Dreijährige in zwölf Jahren.

Foto: Bundesregierung

Bund, Länder und Kommunen haben sich 2007 darauf verständigt, die Betreuungsplätze für unter Dreijährige deutlich auszubauen: Bis 2013 sollten 750.000 Plätze zur Verfügung stehen. Das entsprach nach Umfragen unter jungen Familien dem damaligen Bedarf. Zugleich wurde ein Rechtsanspruch für alle Kinder ab einem Jahr auf einen Betreuungsplatz beschlossen. Dieser gilt seit August 2013.

Enormer Zuwachs an Betreuungsplätzen

Seit der Vereinbarung zum Kita-Ausbau ist viel geschehen. In einem enormen Kraftaufwand haben Bund, Länder und Kommunen über eine halbe Millionen zusätzliche Betreuungsplätze für unter Dreijährige geschaffen: Gab es 2006 noch 286.000 Plätze, ist die Zahl mittlerweile auf rund 790.000 Betreuungsplätze angewachsen. Die Betreuungsquote stieg im selben Zeitraum von 13,6 auf 33,6 Prozent.

Auch die Betreuung der Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schulbeginn konnte vorangetrieben werden: Inzwischen werden 2,4 Millionen Kinder dieser Altersgruppe betreut. Das entspricht 93,3 Prozent.

Der Ausbau geht weiter

Durch höhere Geburtenzahlen, den Zuzug von Flüchtlingen und den gesellschaftlichen Wandel besteht noch immer eine Lücke zwischen der Anzahl der Betreuungsplätze und dem Bedarf. So wünscht sich knapp die Hälfte der Eltern von Kindern unter drei Jahren einen Betreuungsplatz. Bei den Kindern ab drei Jahren bis zum Schuleintritt sind es 98,1 Prozent.

Um weitere Betreuungsplätze zu schaffen, unterstützt der Bund die Länder seit Jahren mit erheblichen finanziellen Mitteln. Seit 2008 hat der Bund gut 3,3 Milliarden Euro für den Ausbau zusätzlicher Betreuungsplätze bereitgestellt. Das aktuelle und mittlerweile vierte Investitionsprogramm läuft noch bis 2020 und ist mit weiteren 1,1 Milliarden Euro ausgestattet.

Auch die Qualität im Blick

Mit dem Gute-Kita-Gesetz und der Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher setzt sich das Bundesfamilienministerium zudem für mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung ein. Bis 2022 stehen allein beim Gute-Kita-Gesetz rund 5,5 Milliarden Euro für Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung und zur Entlastung der Eltern bei den Gebühren bereit.