Ausbildung in den Grünen Berufen

Abwechslungsreich und an der frischen Luft

Vielseitig, technisch anspruchsvoll und naturverbunden – das ist die Berufsausbildung im Agrar- und Ernährungsbereich. Zugleich bietet sie die Chance, sich ganz praktisch mit Umweltthemen zu beschäftigen. Die Bewerbungsphase für 2020 läuft bereits. Doch Jugendliche können sich auch noch auf Ausbildungsstellen für dieses Jahr bewerben.

Ein Auszubildender kontrolliert den Wassertank auf einer Rinderherde

Ein Auszubildender kontrolliert den Wassertank auf einer Rinderweide: Insgesamt gibt es 14 grüne Ausbildungsberufe in Deutschland.

Foto: Ronny Hartmann

Wer Interesse an Natur und Umwelt hat und sich gleichzeitig mit moderner Technik, Betriebswirtschaft und EDV beschäftigen möchte, für den könnte ein sogenannter Grüner Beruf genau das Richtige sein. Die Land- und Ernährungswirtschaft ist eine hochmoderne Branche, die Tag für Tag qualitativ hochwertige, sichere und gesunde Lebensmittel und Rohstoffe erzeugt. Zugleich pflegen die bäuerlichen Betriebe die Landschaft und schützen die Umwelt durch eine nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen.

Berufe mit Zukunft

Die Branche braucht junge motivierte und gut ausgebildete Menschen: Sie können Traktoren bedienen, die dank GPS-Signal die effektivste Ackerbewirtschaftung sichern, Nahrungsmittel herstellen und sie schützen unsere Wälder. Dabei arbeiten sie gerne mit Menschen und Tieren zusammen.

Insgesamt gibt es 14 anerkannte und vielseitige grüne Ausbildungsberufe in Deutschland. Sie reichen vom Land- oder Forstwirt/in, den Hauswirtschafter/in, über den Tierwirt/in und den Gärtner/in bis hin zum Pflanzen- und Milchtechnologen/in.

Praxisnahe Ausbildung

Die Ausbildung dauert normalerweise drei Jahre. Man absolviert die Ausbildung sowohl in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. So gestaltet sich die Ausbildung abwechslungsreich und praxisnah. Danach gibt es viele Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Zwei Beispiele, die zeigen, wie vielfältig die Grünen Berufe sind:

Was macht ein Landwirt?

Landwirte erzeugen umweltgerecht und ressourcenschonend land- und tierwirtschaftliche Produkte. In der Ausbildung lernt man unter anderem wie Tiere gefüttert werden, wie man landwirtschaftliche Maschinen bedient, welche Qualitätskontrollen zu beachten sind und was bei Aussaat, Düngung und Ernte zu beachten ist. Dabei kommt modernste Technik zum Einsatz. Landwirte und –wirtinnen sind nicht nur im Stall oder auf dem Feld anzutreffen, auch das Büro gehört zu ihrem Arbeitsort. Ebenso müssen sie die eigenen Produkte vermarkten. Verantwortungsbewusstsein, wirtschaftliches Denken und das Interesse an Pflanzen und Tiere zeichnen Landwirte deshalb aus.

Grüner Daumen und ein Faible für Technik: 

Diese beiden Fähigkeiten verbinden Pflanzentechnologen. Beispielsweise nehmen sie im Labor Versuche und Untersuchungsreihen zur Zucht neuer Sorten vor, dokumentieren die Fortschritte genau und werten die gewonnenen Daten aus. Ist eine neue vielversprechende Sorte entstanden, bauen sie einige Kulturpflanzen an und führen entsprechende Pflegemaßnahmen durch. Geeignete Jungpflanzen werden dann für die Weiterzucht ausgewählt. Im Labor untersuchen die Technologen Pflanzen auf chemische Inhaltsstoffe oder bestimmte Erbanlagen. Pflanzentechnologen arbeiten vorwiegend im Bereich der Pflanzenzucht oder in Betrieben des landwirtschaftlichen Versuchswesens. Das können staatliche Institute und Ämter, aber auch private Firmen sein.

Weiterführende  Informationen zu den Voraussetzungen für die jeweiligen Grünen Berufe, den Ablauf der Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten findet man auf den Internetseiten des Bundeslandwirtschaftsministeriums sowie auf dem Bildungsserver Agrar des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft, der auch einen Überblick über offene Stellen gibt und so das Angebot der Bundesagentur für Arbeit ergänzt.

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