Nachhaltige Sportveranstaltungen

Nachhaltige Sportveranstaltungen

Der Beirat "Umwelt und Sport" beim BMUB unterstützt die nachhaltige Ausrichtung von Sportveranstaltungen. Sowohl Großevents wie die Olympischen Spiele als auch kleinere Turniere sollten nachhaltig geplant und durchgeführt werden.

Bereits im Vorfeld der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hat sich der Beirat „Umwelt und Sport“ beim Bundesumweltministerium für die nachhaltige Ausrichtung von Sportveranstaltungen ausgesprochen.

Der Beirat "Umwelt und Sport" ist seit 1994 als Beratungsgremium der Bundesregierung beim Bundesumweltministerium angesiedelt. Er hat die Aufgabe, Konflikte, Defizite und Potenziale im Bereich "Nachhaltige Sportentwicklung", insbesondere im Bereich der Stadtentwicklung, des Schutzes der Biologischen Vielfalt, der Natur und des Klimas, zu identifizieren, Steuerungsinstrumente aufzuzeigen und sich für nachhaltige Sportveranstaltungen einzusetzen. Er berät das BMUB in diesen Fragen und bewertet aktuelle Forschungsergebnisse. Der Beirat besteht aus 13 ehrenamtlichen Mitgliedern.

Ein wichtiges Element nachhaltiger Sportentwicklung ist die Planung und Durchführung umweltgerechter und nachhaltiger Sport(groß-)veranstaltungen. In einem Positionspapier fordert der Beirat Sportorganisationen, Veranstalter und Organisationskomitees in Deutschland auf, Nachhaltigkeitsstrategien für Sportveranstaltungen – insbesondere bei Großveranstaltungen möglichst in einem partizipativen Prozess – zu entwickeln.

Deutschland gehört nicht nur zu den Wegbereitern für eine nachhaltige Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen. Mit dem Leitfaden "Green Champions" für umweltfreundliche Sportgroßveranstaltungen hat das BMUB auch allgemeingültige Maßstäbe gesetzt, die von internationalen Sportverbänden sowie Veranstaltern genutzt und weiterentwickelt werden.

Im Sinne der Nachhaltigkeit sollten zum Beispiel für Sportgroßveranstaltungen möglichst bereits vorhandene Sport- und Veranstaltungsstätten verwendet werden. Wenn keine entsprechenden Wettkampfstätten vorhanden sind, sollte bei einer Neuerrichtung der Fokus auf der Nachnutzung und dem langfristigen Nutzen für die Bevölkerung liegen. In den Fällen, in denen eine Nachnutzung nicht möglich erscheint, sollten die Anlagen temporär errichtet werden.

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