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das neue Jahr begann mit hochtouriger Ukraine-Diplomatie. Das mag angesichts der Verhandlungssprache blutleer wirken. Aber der Eindruck täuscht, denn die Beratungen im Ballsaal des Élysées oder zuvor im Bundeskanzleramt entfalten ihre Wirkung: Sie spinnen die Akteure in ein Netz ein und zwingen sie zu Verabredungen, die hoffentlich eines Tages im Kriegsgebiet ihre Wirkung entfalten. Hier wird durchdacht und kodifiziert, was zu einem Waffenstillstand führen kann. Das Dreieck USA, Ukraine und Europa teilt die Überzeugung: Einen stabilen Waffenstillstand gibt es nur mit kräftigen Sicherheitsgarantien. Gleichzeitig verfolgen wir, wie die USA in Venezuela Nicolás Maduro festsetzen und wie sich Drohungen gegen Grönland verdichten. Die deutsche Position zu diesen Konfliktthemen ist klar: Die Regeln des Völkerrechts müssen gewahrt werden. Auch wenn wir nicht immer unsere Prinzipien durchsetzen können, so müssen wir sie aufrechterhalten. Aus unserer europäischen Geschichte wissen wir: Nur eine regelbasierte Ordnung schafft Stabilität und Vertrauen. Von Sonntag an begleite ich den Bundeskanzler auf seiner Reise nach Indien. Premierminister Modi empfängt ihn in seiner Heimat, in der Provinz Gujarat – ein Zeichen der Wertschätzung. Indien ist als weltweit größte Demokratie und bedeutende Volkswirtschaft mit enormem Innovationspotential ein wichtiger Partner. Mehr zu diesem Besuch kommende Woche auf www.bundesregierung.de. Ihr |