die lage auf dem arbeitsmarkt - dezember-bericht der bundesanstalt fuer arbeit

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die bundesanstalt fuer arbeit teilt mit:

die zahl der arbeitslosen ist im dezember vor allem aus
saisonalen gruenden um 175 200 oder 8 prozent auf
2 308 200 gestiegen. aber auch die saisonbereinigte zahl
nahm deutlich zu. im vergleich zum vorjahr wurden 90 000
oder 4 prozent mehr arbeitslose gezaehlt. die
arbeitslosenquote erhoehte sich binnen jahresfrist von 8,9 auf
9,2 prozent.
"nach einer laengeren phase der stagnation hat sich der
arbeitsmarkt zum jahresende zu leicht verschlechtert",
sagte der praesident der bundesanstalt fuer arbeit, heinrich
franke, am 8. januar 1988 in nuernberg.
der zugang an arbeitslosen fiel im dezember verhaeltnissmaessig
gross aus. 379 000 personen, 9 prozent mehr als im
vorjahr, meldeten sich neu arbeitslos. zugleich hielten sich
aber auch die abgaenge aus der arbeitslosigkeit und die
arbeitsvermittlungen auf hohem niveau. 203 800
arbeitslose, 4 prozent mehr als im dezember 1986, meldeten sich
ab. die arbeitsaemter konnten 151 000 neue
arbeitsverhaeltnisse anbahnen. das ist ein zuwachs von 5 prozent.
der anstieg der erwerbstaetigkeit ist nach berechnungen des
statistischen bundesamtes im verlauf der herbstmonate
fast zum stillstand gekommen. nach den revidierten zahlen
fuer oktober belief sich die saisonbereinigte zunahme in
diesem monat nur noch auf 3 000, zunaechst war sie auf
7 000 veranschlagt gewesen. die ersten vorlaeufigen
berechnungen fuer november ergeben ebenfalls nur noch
einen anstieg um 3 000. den entsprechenden
vorjahreswert uebertraf die gesamtzahl der erwerbstaetigen im
november um 90 000, sie belief sich damit auf 26,14 millionen.
die zahl der kurzarbeiter stieg im dezember um 13 500
oder 7 prozent auf 218 300. im vergleich zum
vorjahresmonat waren das 28 400 oder 12 prozent weniger. im
jahresdurchschnitt wurden 278 000 kurzarbeiter gezaehlt,
80 600 oder 41 prozent mehr als 1986.
der neuzugang an offenen stellen gab im dezember etwas
nach. betriebe und verwaltungen meldeten den arbeitsaemtern
110 000 offene stellen, 2 100 oder 2 prozent weniger
als im dezember 1986. insgesamt wurden den arbeitsaemtern
im letzten jahr 1 823 300 offene stellen zur besetzung
genannt, 17 600 oder 1 prozent weniger als 1986. die zahl
der arbeitsvermittlungen erhoehte sich von 1986 auf 1987 um
32 400 oder 2 prozent auf 1 997 700. im durchschnitt des
zu ende gegangenen jahres wurden 2 228 800 arbeitslose
gezaehlt, 800 mehr als 1986. hierin kommt aber die
verschlechterung im jahresverlauf nicht hinreichend zum
ausdruck.
ende dezember waren 112 200 vorher arbeitslose in
arbeitsbeschaffungsmassnahmen. das waren 7 500 oder
7 prozent mehr als ein jahr zuvor. auch die zahl der
teilnehmer an beruflichen foerderungsmassnahmen lag hoeher
als ein jahr zuvor. sie belief sich auf 346 100. der zuwachs
betrug 38 000 oder 12 prozent.
der arbeitsmarkt im monat dezember und im jahr 1987
nach einer laengeren phase der stagnation hat sich der
arbeitsmarkt in der bundesrepublik deutschland auf das
jahresende zu leicht verschlechtert. inwieweit sich dabei die
aussenwirtschaftlichen unsicherheiten im zusammenhang
mit dem sinkenden dollarkurs ausgewirkt haben, kann nicht
gesagt werden.
vor allem der zugang an arbeitslosen fiel im dezember
verhaeltnismaessig gross aus, diese entwicklung war in allen
berufsbereichen zu beobachten. zugleich hielten sich aber
auch die abgaenge aus der arbeitslosigkeit und die
arbeitsvermittlungen auf hohem niveau, waehrend der neuzugang
an stellen etwas nachgab. ob die im dezember
beobachtete entwicklung nur eine voruebergehende zusaetzliche
belastung fuer den arbeitsmarkt markiert oder den beginn einer
laenger anhaltenden verschlechterung darstellt, muss zur zeit
offenbleiben.
die saisonbereinigte zahl der arbeitslosen, die im
november leicht abgenommen hatte, stieg im dezember deutlich
an. die jetzt eingetretene zunahme duerfte aber ueberzeichnet
sein. denn mehr als in den vorangegangenen jahren
konzentrierten sich die fuer den spaetherbst ueblichen
entlassungen in den aussengewerben auf den dezember, waehrend
sie sonst meist bereits im november einsetzen. damit wird
die entwicklung vom saisonbereinigungsverfahren im
november etwas zu guenstig und im dezember etwas zu
unguenstig ausgewiesen.
der anstieg der erwerbstaetigkeit ist, wie die berechnungen
des statistischen bundesamtes zeigen, im verlauf der
herbstmonate fast zum stillstand gekommen. nach den
revidierten zahlen fuer oktober belief sich die saisonbereinigte
zunahme der beschaeftigung in diesem monat noch auf
3 000, zunaechst war sie auf 7 000 veranschlagt gewesen.
die ersten vorlaeufigen berechnungen fuer november
ergeben ebenfalls eine veraenderung um plus 3 000. den
entsprechenden vorjahreswert uebertraf die gesamtzahl der
erwerbstaetigen mit 26,14 millionen um knapp 90 000 oder
0,3 prozent, nach plus 100 000 oder plus 0,4 prozent im
oktober.
die nicht saisonbereinigte zahl der arbeitslosen
erhoehte sich im dezember um 175 200 oder 8 prozent auf
2 308 200. in den vorangegangenen vier jahren hatte die
zunahme um diese zeit immer zwischen 135 000 und
155 000 gelegen. zuletzt war sie im dezember 1982 groesser
gewesen als diesmal (plus 185 200).
den stand von 1986 ueberschritt die arbeitslosigkeit ende
dezember um 90 000 oder 4 prozent, nach jeweils gut
60 000 oder 3 prozent in den monaten september bis
november. die arbeitslosenquote belief sich im
berichtsmonat auf 9,2 prozent, gegenueber 8,9 prozent vor
einem jahr. die zahl der arbeitslosen maenner lag ende
dezember bei 1 255 800 und ging damit um 4 prozent ueber
das niveau von 1986 hinaus. bei den frauen hat die
arbeitslosigkeit ebenfalls um 4 prozent zugenommen, auf
1 052 500. deren arbeitslosenquote betrug jetzt 10,5
prozent (vorjahr: 10,3 v. h.), die fuer maenner 8,3 prozent
(vorjahr: 8,0 v. h.).
die zahl der arbeitslosmeldungen belief sich im
dezember auf 379 000 und ging damit um 9 prozent ueber
die des vorjahres hinaus, zugleich war es der zweitgroesste
zugang in einem dezember ueberhaupt. mit 203 800
abmeldungen aus der arbeitslosigkeit war aber auch deren zahl
groesser als in den meisten jahren, den abgang von
dezember 1986 ueberstieg sie um 4 prozent. parallel dazu
entwickelten sich auch die arbeitsvermittlungen weiterhin gut.
die arbeitsaemter konnten 151 000 neue arbeitsverhaeltnisse
anbahnen, 5 prozent mehr als im dezember 1986. damit
schlossen diese bewegungsvorgaenge an die entwicklung
der beiden vormonate an. derartige lebhafte bewegungen
druecken erfahrungsgemaess weniger eine allgemeine
abschwaechung aus - eher sind sie ein hinweis fuer eine
weiter differenzierte arbeitsmarktentwicklung.
die entwicklung der kurzarbeit lieferte auch im
dezember keine anzeigen fuer konjunkturelle veraenderungen der
beschaeftigungssituation. insgesamt erhoehte sich die zahl
der kurzarbeiter von november auf dezember um 13 500
auf 218 300. wie meist um diese zeit nahm die kurzarbeit in
der mehrzahl der wirtschaftszweige etwas ab.
ausschliesslich das baugewerbe verzeichnete einen deutlichen
anstieg um 30 200 auf 54 100.
den vorjahresstand unterschritt die gesamtzahl der
kurzarbeiter um 28 400. vor allem in der metallerzeugung und
-verformung gab es jetzt fuer weniger arbeitnehmer
arbeitszeiteinschraenkungen (dezember 1987/86: - 30 300),
daneben im baugewerbe (- 6 600). mehr kurzarbeiter als
damals zaehlte der strassenfahrzeugbau mit 17 900
(plus 12 200), der maschinenbau mit 28 500 (plus 8 600) und die
elektrotechnik mit 25 400 (plus 3 600).
im jahresdurchschnitt 1987 betrug die arbeitslosigkeit
2 228 800, sie war damit geringfuegig groesser als im vorjahr
(plus 800). die entsprechende arbeitslosenquote lag bei
8,9 prozent (vorjahr: 9,0 v. h.). der 1986 eingefuehrte
paragraph 105 c arbeitsfoerderungsgesetz (afg), der aelteren
arbeitslosen den uebergang in den ruhestand erleichtert, wurde im
jahresmittel von 45 300 personen in anspruch genommen,
1986 waren es 31 700 gewesen. auch wenn es bei der
arbeitslosigkeit keine besserung gab, hat gleichwohl die
erwerbstaetigkeit weiterhin zugenommen.
jahresdurchschnittlich duerfte sich der beschaeftigungsgewinn der
groessenordnung nach auf 150 000 belaufen, nach
plus 250 000 im jahr 1986.
anders als im vorjahr reichte die zunahme der
erwerbstaetigkeit diesmal nur gerade aus, um die ebenfalls
gewachsene zahl der personen, die neu oder wieder arbeit suchen,
aufzunehmen. arbeitslosigkeit und erwerbstaetigkeit haben
sich im verlauf des jahres 1987 allerdings unguenstiger
entwickelt, als in den jahresdurchschnittswerten zum
ausdruck kommt.
vor allem die zahl der frauen, die einer erwerbsarbeit
nachgehen oder eine solche suchen, nahm 1987 merklich
zu - und zwar in erster linie wegen der weiter wachsenden
erwerbsneigung. so ging die arbeitslosigkeit der frauen im
jahresdurchschnitt nur geringfuegig um 6 700 auf 1 021 400
zurueck, obwohl das gros der beschaeftigungszunahme
erneut den frauen zugute kam, der groessenordnung nach
um gut 100 000. die arbeitslosenquote fuer frauen
verringerte sich von 10,5 prozent im vorjahr auf jetzt 10,2
prozent, blieb damit aber weiter ueberdurchschnittlich.
bei den maennern erhoehte sich das
erwerbspersonenpotential 1987 vergleichsweise nur noch wenig. im
zusammenhang mit der gedaempften entwicklung im
verarbeitenden gewerbe und in der bauwirtschaft hat sich aber auch
der beschaeftigungsanstieg bei den maennern deutlich
verlangsamt, im jahresmittel 1987 duerfte er sich auf knapp
50 000 belaufen. die arbeitslosigkeit der maenner nahm im
jahresdurchschnitt um 7 400 auf 1 207 400 zu. deren
arbeitslosenquote lag 1987 wie im vorjahr bei 8,0 prozent.
wirtschaft und oeffentliche verwaltungen schalteten die
arbeitsaemter bei der stellenbesetzung wiederum in
beachtlichem umfang ein. die arbeitsaemter ihrerseits waren
bestrebt, durch intensiven kontakt zu den arbeitgebern
einen moeglichst guten ausgleich auf den arbeitsmaerkten zu
erreichen. obwohl der zusaetzliche kraeftebedarf 1987
nachliess, gingen 1 823 300 stellenangebote ein, nur 1 prozent
weniger als im vorjahr. insgesamt vermittelten die
arbeitsaemter 1987 fast zwei millionen arbeitnehmer, damit wurde
die zahl von 1986 um knapp 2 prozent uebertroffen. zugleich
war es das beste vermittlungsergebnis seit 1979.
kraefteangebot und kraeftenachfrage waeren auch 1987
weniger gut zusammengekommen, haetten die arbeitsaemter nicht
wiederum die foerderungsinstrumente der
arbeitsmarktpolitik intensiv einsetzen koennen. alles in allem
entlasteten die
massnahmen der bundesanstalt den arbeitsmarkt staerker als
im vergangenen jahr.
die foerderung der beruflichen bildung wurde 1987
nochmals erheblich ausgeweitet. so traten 596 400 personen in
eine berufliche fortbildung, umschulung oder betriebliche
einarbeitung ein, 66 300 oder 13 prozent mehr als 1986.
davon waren vor der massnahme 64 prozent arbeitslos
gewesen (1986: 66 v. h.). im jahresdurchschnitt 1987
standen 306 300 arbeitnehmer in solchen bildungsmassnahmen,
47 300 oder 18 prozent mehr als 1986.
87 000 personen begannen bildungsmassnahmen im
rahmen einer beruflichen rehabilitation (plus 8 000 gegenueber
vorjahr). darueber hinaus milderten berufsvorbereitende
massnahmen die einstiegsprobleme fuer berufsanfaenger.
allgemeine massnahmen zur arbeitsbeschaffung (abm)
waren erneut eine grosse hilfe fuer arbeitslose, denen sich
anderweitig kaum beschaeftigungsmoeglichkeiten geboten
haetten. alles in allem vermittelten die arbeitsaemter 136 900
arbeitnehmer auf solche stellen, 3 200 mehr als 1986.
arbeitslose arbeitnehmer in abm eine beschaeftigung
(plus 12 300 gegenueber vorjahr). weitere 8 500 arbeitnehmer
im alter von 50 jahren oder aelter konnten 1987 in spezielle
arbeitsbeschaffungsmassnahmen fuer aeltere eintreten (1986:
5 500). 40 000 arbeitnehmer (1986: 54 100) nahmen 1987
eine arbeit mit hilfe einer eingliederungsbeihilfe auf.
wachsende bedeutung fuer die stabilisierung der
beschaeftigung in verschiedenen wirtschaftszweigen kam 1987 der
kurzarbeitergeldregelung zu. vor allem branchen mit
strukturellen anpassungsproblemen konnten ueber kurzarbeit in
beachtlichem umfang ihr arbeitsvolumen reduzieren und so
den personalabbau kleiner halten oder zumindest zeitlich
strecken. daneben wurden durch kurzarbeit auch
voruebergehende auftragsluecken bei produzenten von investitions-
und gebrauchsguetern ueberbrueckt. im jahresdurchschnitt
1987 gab es insgesamt 278 000 kurzarbeiter, 80 600 mehr
als 1986. ins gewicht fiel die zahl der kurzarbeiter
insbesondere in der bauwirtschaft (61 000), im bergbau (42 700),
im maschinenbau (31 300), in der metallerzeugung und
-verformung (28 600), in der elektrotechnik (24 800) und bei
den werften (6 000).
obwohl der arbeitsmarkt insgesamt stagnierte, hielt fuer
juengere arbeitnehmer die besserung an. ein
wiederum groesseres arbeitsplatzangebot, eine deutliche
entspannung am ausbildungsstellenmarkt und mehr eintritte in
berufliche bildungsmassnahmen trugen dazu bei. in der
untersten altersgruppe kommt hinzu, dass aus
demographischen gruenden weniger personen in das erwerbsleben
eintreten. ende dezember waren 123 000 arbeitslose
jugendliche unter 20 jahren gemeldet, 11 prozent weniger
als vor einem jahr. die zahl der arbeitslosen in der
altersgruppe von 20 bis 25 jahren, durch die jetzt die
demographische welle laeuft, belief sich ende dezember auf 349 500,
sie unterschritt damit das niveau von 1986 um 3 prozent.
fuer arbeitnehmer im mittleren und hoeheren alter wurde der
arbeitsmarkt 1987 eher schwieriger. so lag die zahl der
arbeitslosen im alter von 59 jahren oder aelter
ende dezember mit 99 300 um 19 prozent hoeher als vor
einem jahr. aehnlich stellen sich die probleme fuer
schwerbehinderte. die zahl dieser arbeitslosen lag ende
dezember bei 130 600, gegenueber der gleichen zeit des
vorjahres waren dies 5 prozent mehr. die arbeitslosigkeit
bei den auslaendern erhoehte sich binnen jahresfrist um
9 prozent auf 277 500.
in den angestellten-berufen war die entwicklung im
abgelaufenen jahr durch einen leichten, aber kontinuierlichen
anstieg der arbeitslosigkeit gekennzeichnet. das hat
- jedenfalls insgesamt gesehen - nichts mit einem
rueckgang der erwerbstaetigkeit zu tun. vielmehr waechst die
beschaeftigung gerade in diesen berufen, aber sie nimmt
immer noch langsamer zu als die zahl der personen, die
dort beschaeftigung suchen. bei den gewerblichen berufen
war die entwicklung im jahresverlauf unterschiedlich.
zunaechst dominierten - im zusammenhang mit der
wachstumspause - negative einfluesse. in den sommermonaten
gewannen dann wieder auftriebskraefte die oberhand. auf
das jahresende zu nahm aber auch bei den gewerblichen
berufen die arbeitslosigkeit wieder zu.
die schwaechere tendenz bei den metall- und elektroberufen
hielt im vierten quartal an. ende dezember gab es hier
324 900 arbeitslose, 9 prozent mehr als vor einem jahr,
nach plus 10 prozent ende september. hier wirken sich die
deutlich ruecklaeufige beschaeftigung in der metallerzeugung
und -verformung und der leichte rueckgang in der
investitionsgueterindustrie aus.
beim gros der ingenieur- und naturwissenschaftlichen
berufe setzte sich die ruhigere entwicklung fort, was aber
nichts an der insgesamt nach wie vor guten aufnahmefaehigkeit
dieses teilarbeitsmarktes aenderte. ende 1987 waren
24 900 ingenieure und naturwissenschaftler arbeitslos,
14 prozent mehr als vor einem jahr.
am arbeitsmarkt fuer bauberufe aenderte sich im vierten
quartal konjunkturell wenig. der entsprechende bestand an
arbeitslosen betrug jetzt 151 300 und unterschritt damit das
niveau von ende 1986 um 3 prozent (ende september
1987/86: - 4 v. h.). nach den bis in den herbst
hineinreichenden zahlen hat sich der beschaeftigungsrueckgang im
bauhauptgewerbe verlangsamt. im oktober 1987 waren
dort etwa 2/1/2/ prozent weniger beschaeftigte taetig als ein jahr
zuvor. ein teil des rueckgangs geht auf die geringere zahl
an auszubildenden zurueck, was kaum mit zu wenig
lehrstellen als vielmehr mit einem geringeren interesse an
diesen ausbildungen zu tun hat.
verhaeltnismaessig schwach war in letzter zeit die entwicklung
bei den dienstleistungskaufleuten sowie den buero- und
organisationsberufen. ende dezember waren in diesen
berufsbereichen insgesamt 314 900 arbeitslose gemeldet,
8 prozent mehr als 1986, ende september war der
vorjahresstand erst um 3 prozent ueberschritten worden. die zahl
der arbeitslosen warenkaufleute lag jetzt mit 192 600 um
1 prozent unter dem niveau von ende 1986.
regional bestanden die schwerwiegenden unterschiede
fort. die arbeitslosigkeit war auch 1987 - gemessen an
den arbeitslosenquoten der landesarbeitsamtsbezirke im
jahresmittel - weiterhin unterdurchschnittlich in
badenwuerttemberg (5,1 v. h.), suedbayern (6,1 v. h.), hessen
(6,7 v. h.) und nordbayern (7,3 v. h.). nahe beim
bundesdurchschnitt (8,9 v. h.) bewegte sie sich in rheinlad-pfalz-
saarland (9,2 v. h.). deutlich darueber hinaus ging die
arbeitslosigkeit in berlin (west) (10,5 v. h.),
nordrheinwestfalen (11,0 v. h.) sowie in niedersachsen-bremen und
schleswig-holstein-hamburg (jeweils 11,8 v. h.).
im vergleich zu 1986 hat sich die jahresdurchschnittliche
arbeitslosenquote in nord- und suedbayern sowie in
rheinland-pfalz-saarland etwas verringert. in den anderen
landesarbeitsamtsbezirken gab es keine nennenswerten
veraenderungen.