Versorgung

Die Versorgung der Beamten ist ein eigenständiges System der sozialen Sicherung und ist neben der gesetzlichen Rentenversicherung das wichtigste System der Alterssicherung in Deutschland. Sie ist ein zentraler Baustein für das gesamte Lebenseinkommen der Beamten und damit zentral für die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes. Hinsichtlich der Rechtsquellen, Aufgaben oder Ausgestaltung, ihrer Leistungen sowie ihrer Finanzierung unterscheidet sie sich von den anderen Alterssicherungssystemen. Zum Beispiel umfasst die Beamtenversorgung im sogenannten „Drei-Säulen-Modell“ der Alterssicherung im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht nur die Regelsicherung (= 1. Säule), sondern auch die Leistungen einer betrieblichen Zusatzsicherung (= 2. Säule). Die Kompetenz für die Regelung der Versorgung liegt beim Bund für die Bundesbeamten und bei den einzelnen Ländern für ihre Landesbeamten und die Beamten der Kommunen.

Weitere Informationen über die Versorgung der Beamten des Bundes finden Sie hier

Die Tarifbeschäftigten des Öffentlichen Dienstes erhalten zusätzlich zur gesetzlichen Rente eine betriebliche Altersversorgung – die sogenannte Zusatzversorgung.

In der Zusatzversorgung erhalten die Tarifbeschäftigten in jedem Jahr eine Gutschrift von Versorgungspunkten, deren Höhe sich aus dem Entgelt und dem Alter des Beschäftigten berechnet. Darüber hinaus werden soziale Faktoren, wie Erwerbsminderung, Elternzeit oder Mutterschutz bei der Punkteberechnung berücksichtigt. Die bis zum Renteneintritt gesammelten Versorgungspunkte sind Grundlage für die Berechnung der späteren Zusatzrente. Die öffentlichen Arbeitgeber wickeln die Zusatzversorgung für die Rentnerinnen und Rentner nicht selbst ab, sondern bedienen sich dazu Zusatzversorgungseinrichtungen: Neben der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) sind das die kommunalen Zusatzversorgungskassen.

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