Tarifbeschäftigte

Von den rund 4,64 Mio. Menschen im öffentlichen Dienst von Bund, Ländern und Gemeinden sind rund 2,8 Mio. Tarifbeschäftigte

Im Gegensatz zu den Beamten beruht das Arbeitsverhältnis der Tarifbeschäftigten auf einem privatrechtlichen Arbeitsvertrag. Dieser Arbeitsvertrag unterliegt den allgemeinen Regeln des deutschen Arbeitsrechts. Der Arbeitsvertrag enthält alle wesentlichen Arbeitsbedingungen wie z.B. die Arbeitszeit, Urlaub und das Entgelt. Die Arbeitsbedingungen werden in Tarifverträgen festgeschrieben, die zuvor zwischen den öffentlichen Arbeitgebern (Bund, Länder und Kommunen) und den im öffentlichen Dienst vertretenen Gewerkschaften ausgehandelt werden.

Was verdient man als Tarifbeschäftigter?

Die Bezahlung, das monatliche Entgelt setzt sich zusammen aus dem Grundgehalt und ggf. Zulagen und Zuschlägen. Hinzu kommen das Leistungsentgelt sowie die jährliche Jahressonderzahlung (sog. Weihnachtsgeld).

Die Beschäftigten werden je nach Qualifikation und Aufgabe in sogenannte Entgeltgruppen eingestuft. Die Einordnung in die verschiedenen Entgeltgruppen legt vor allem das jeweilige Gehalt fest.

Tarifverträge

Für die Tarifbeschäftigten bei Bund, Ländern und Kommunen gelten verschiedene Tarifverträge.
Durch Tarifverträge entsteht in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen Transparenz hinsichtlich des Entgeltsystems und der Arbeitsbedingungen. Im Vergleich zu nicht-tarifgebundenen Privatunternehmen ist der Einfluss der Arbeitsmarktsituation und des persönlichen Verhandlungsgeschicks auf Einstiegsgehalt und Gehaltsentwicklung geringer.

Neben den Beschäftigten bei Bund und Kommunen, gibt es auch für Mitarbeiter auf Ebene der Länder einen Tarifvertrag – den TV-L und für Hessen den TV-H:

TVöD für die Arbeitnehmer von Bund und Kommunen
TV-L für die Arbeitnehmer der Länder
TV-H für die Arbeitnehmer des Landes Hessen

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