Laufbahnen

Laufbahnen

Laufbahnen sind die Ordnungen der Berufswege für Beamte.

Die vielfältigen Aufgaben der öffentlichen Verwaltung erfordern qualifiziertes Personal. Um diese Aufgaben sachgerecht und effektiv wahrnehmen zu können, werden für verwandte und gleichwertige Vor- und Ausbildungen Laufbahnen eingerichtet. Damit werden die Mindeststandards für deren berufliche Eignung bestimmt. Insoweit gilt: Eine Laufbahn umfasst Ämter, die vergleichbare Vor- und Ausbildungen voraussetzen. Kurz gesagt: Gleiche Ausbildung, gleiche Laufbahn!

Die Laufbahn entscheidet mit über die Besoldung

Die Einstellung in eine bestimmte Laufbahn entscheidet über die jeweilige

und über die weitere Karriere. Daraus ergibt sich auch, in welchem Rahmen sich die weiteren Beförderungs- und damit Verdienstmöglichkeiten bewegen. Denn in jeder Laufbahn wird das Eingangsamt definiert, in das man eingestellt wird, und das Spitzenamt, das man im Laufe seines Berufslebens erreichen kann.

Einteilung in Laufbahngruppen

Welche Laufbahngruppen es gibt, wird durch die Beamtengesetze und Laufbahnverordnungen entschieden. Diese Regelungen treffen Bund und Länder jeweils für ihre Beamten selbst. Die Laufbahnmodelle in Bund und Ländern unterscheiden sich zum Teil erheblich.

Für die Beamtinnen und Beamten des Bundes, die in vier Laufbahnen eingruppiert werden, werden beispielsweise folgende Bildungsabschlüsse verlangt:

LaufbahnBildungsvoraussetzungen
Einfacher Dienst
  • der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule oder
  • ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand
Mittlerer Dienst
  • der Abschluss einer Realschule oder der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder
  • der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule und eine Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis oder
  • ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand
Gehobener Dienst
  • eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder
  • ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand
Höherer Dienst
  • ein mit einem Master abgeschlossenes Hochschulstudium oder
  • ein gleichwertiger Abschluss (z.B. Staatsexamen oder Diplome von Universitäten)

Wer zum Beispiel einen Master Abschluss hat und über zweieinhalb Jahre Berufserfahrung verfügt, kann, wenn auch die übrigen Voraussetzungen vorliegen (zum Beispiel gesundheitliche Eignung), die Laufbahn „höherer Dienst“ einschlagen. Hinzukommen müssen jeweils weitere Voraussetzungen wie z.B. ein Vorbereitungsdienst, oder eine längere berufliche Tätigkeit, deren Dauer sich nach der Laufbahnzugehörigkeit richtet.

Da die Länder ihre eigenen Laufbahnsysteme haben, sollten Sie sich über das im jeweiligen Bundesland geltende Laufbahnrecht erkundigen. Unabhängig davon ist es immer empfehlenswert, sich im Zusammenhang mit einem konkreten Stellenangebot über die der betreffenden Tätigkeit zugeordnete Laufbahn und deren Ausgestaltung zu informieren.