Max Müller, 38 Jahre, Jurist, verheiratet, zwei Kinder:

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaft arbeitete Max Müller einige Jahre als Rechtsanwalt im Bereich des Arbeitsrechts. Weil er nicht immer dieselben Fälle bearbeiten wollte, wechselte er in einen neuen Job, der ihm mehr Abwechslung und Vielfalt bot. Heute arbeitet er als Jurist in der Kommunalverwaltung. Er ist Leiter des Rechts- und Ordnungsamts mit rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Davor war er Referent für öffentliches Baurecht und Raumordnung und hat u.a. Widerspruchsfälle bearbeitet. Für seine nächste berufliche Station hat er eine Stelle als Öffentlichkeitsarbeiter einer großen Landesbehörde in Aussicht. Dort werden seine juristischen Fachkenntnisse zwar weniger gefragt sein, dafür aber sein Kommunikations- und Organisationstalent. Damit seine Frau ihren Beruf wieder aufnehmen kann, will er seine Arbeitszeit im Büro reduzieren. Das passt, weil er dann am frühen Nachmittag die jüngere Tochter aus dem Behörden-Kindergarten abholen und zu Hause betreuen kann und -wenn ihn seine Frau zu Hause ablöst- im „Homeoffice“ weiterarbeitet.

Franziska Schmitt, 29 Jahre, Bauingenieurin, ledig:

Nach Abschluss ihres Bauingenieurstudiums hat Franziska Schmitt als Bauleiterin eines großen Bauprojektes gearbeitet. Von einem Studienkollegen hat sie vom Vorbereitungsdienst für Straßenbauingenieure beim Land gehört. Jetzt ist sie nah an ihrem Wohnort als Referentin im Baureferat für bauliche Maßnahmen an Straßentunneln verantwortlich. Besonders spannend findet sie, wenn ein Autobahntunnel saniert werden soll. Dann müssen oft drei- oder vierspurige Autobahnabschnitte gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. „Das machen wir meist nachts, wegen des geringeren Verkehrsaufkommens.“ Eine schöne Abwechslung ist auch, wenn ein neuer Straßenabschnitt feierlich für den Verkehr übergeben wird. Dann begleitet sie den Behördenleiter und den Landrat und leistet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Vorstellen könnte sie sich auch eine Bewerbung beim Ministerium. „Als Referentin würde ich gerne an den strategischen Planungen für das gesamte Land mitarbeiten“.

Norman Münster, 35 Jahre, Realschulabschluss, zwei Kinder:

Norman Münster hat bereits eine abgeschlossene Ausbildung als Kfz-Mechatroniker und arbeitet seit mehreren Jahren in diesem Beruf. Eigentlich möchte er jedoch als Kraftfahrer im Bundesministerium der Finanzen arbeiten. Er hat sich auf eine ausgeschriebene Stelle beworben, an einem Auswahlverfahren teilgenommen und wurde angenommen. Bei einer monatlichen Arbeitszeit von 196 bis 221 Stunden erhält er in der Tarifgruppe E4 2.925,94 Euro (siehe Tarifvertrag für Kraftfahrer und Kraftfahrerinnen des Bundes).