Besoldung

Bezahlung für Beamte heißt Besoldung

Die Bezahlung der Beamten, Richter, Berufs- und Zeitsoldaten heißt „Besoldung“ und wird in Gesetzen und Verordnungen geregelt.

Anders als bei Tarifbeschäftigten sind die Bezüge der Beamten kein unmittelbares Entgelt für einzelne geleistete Arbeiten, sondern die Gegenleistung dafür, dass sie sich mit ihrer ganzen Arbeitskraft dem Staat zur Verfügung stellen und ihre Dienstpflicht nach Kräften erfüllen. Beamte werden für diesen Einsatz von den Arbeitgebern - den „Dienstherrn“ - alimentiert. Nach diesem Alimentationsprinzip ist der Dienstherr verfassungsrechtlich verpflichtet, den Beamten, Richtern und Soldaten einen dem übertragenen Amt (Funktion) angemessenen Lebensunterhalt zu gewähren, auch bei Invalidität und im Alter. Die Besoldung soll sicherstellen, dass sie wirtschaftlich unabhängig sind und sich ganz ihrem Beruf widmen können.

Bestandteile der Besoldung

Das Grundgehalt ist der Hauptbestandteil der Besoldung und bestimmt sich nach der Besoldungsgruppe des verliehenen Amtes. Entscheidend für die erste Eingruppierung bei Einstellung ist die Vor- und Ausbildung, die dazu führt, dass man einer bestimmten Laufbahn zugeordnet wird. Das Grundgehalt wird durch den Familienzuschlag, unter bestimmten Voraussetzungen durch Zulagen (z. B. Polizeizulage) oder Vergütungen (z. B. Mehrarbeitsvergütung) ergänzt. Bei Verwendung im Ausland gibt es neben der Besoldung für das Inland noch eine spezifische Auslandsbesoldung, die steuerfrei gewährt wird.

Es können auch leistungsbezogene Besoldungselemente gezahlt werden.

Höhe der Besoldung

Die Höhe der Besoldung richtet sich zunächst nach der jeweiligen Besoldungsordnung und der Besoldungsgruppe.

Im Bund gibt es zum Beispiel vier Besoldungsordnungen: Die Besoldungsordnungen A und B regeln die Besoldung für den Beamten- und Soldatenbereich, die Besoldungsordnung W die der Hochschullehrer und die Besoldungsordnung R regelt die Besoldung der Richter und Staatsanwälte.

Innerhalb der gleichen Besoldungsgruppe wird die Besoldung nach bestimmten Erfahrungszeiten erhöht. Eine höhere Besoldungsgruppe und damit eine höhere Bezahlung kann durch eine Beförderung erreicht werden, je nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.

Darüber hinaus wird die Besoldung in regelmäßigen Abständen den allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnissen angepasst.

Besoldungstabellen für die Beamten von Bund, Ländern und Kommunen:

Mit der Föderalismusreform 2006 sind die gesetzgeberischen Zuständigkeiten von Bund und Ländern geändert worden. Seitdem können Bund und Länder die Besoldung ihrer Beamtinnen und Beamten unabhängig voneinander gestalten:

Bund

Länder:

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Beitrag teilen