Was ist neu?

Neuregelungen im Oktober 2018

Kinder werden besser vor giftigen Schwermetallen in Spielzeugen geschützt. Geldinstitute und Versicherungen müssen Verbraucher künftig umfassender über ihre Dienstleistungen und Produkte informieren. Diese und andere Neuregelungen gelten ab Oktober 2018.

Kinderhände mit Fingermalfarben

Die Grenzwerte für Schwermetalle in Fingermalfarben sind künftig noch strenger.

Foto: mauritius images/Westend61/Sandra Roesch

1. Verbraucherschutz

Niedrigere Grenzwerte für Blei in Spielzeug

Kinder werden besser vor giftigen Schwermetallen geschützt: Für die Freisetzung von Blei aus Spielzeug hat die EU ab dem 28. Oktober 2018 deutlich strengere Grenzwerte festgesetzt. So dürfen sich aus Kreide statt bisher 13,5 Milligramm nur noch zwei Milligramm Blei pro Kilogramm lösen. Flüssiges Material, zum Beispiel Fingerfarben, darf nur noch 0,5 statt bisher 3,4 Milligramm pro Kilogramm Blei abgeben.

Weitere Informationen beim Bundesinstitut für Risikobewertung

Mehr Transparenz bei Kosten für Zahlungskonten

Ab dem 31. Oktober 2018 müssen Geldinstitute einheitlich und leicht verständlich über die Kosten ihrer Kontodienstleistungen informieren. Verbraucher in den EU-Mitgliedsstaaten erhalten zudem einen kostenlosen Zugang zu mindestens einer zertifizierten Vergleichswebseite. Das neue Zahlungskontengesetz setzt die EU-Zahlungskontenrichtlinie um.

Weitere Informationen beim Bundesfinanzministerium

Sicherheit und Transparenz beim Kauf von Versicherungsprodukten

Versicherer müssen spätestens ab dem 1. Oktober die neuen Regeln der EU-Richtlinie über den Versicherungsvertrieb (IDD-Richtlinie) beachten: Bei den jährlichen Standmitteilungen von Lebensversicherungen sind detailliertere Informationen erforderlich. Zwischen Provisions-Versicherungsvermittlung und unabhängiger Honorarberatung ist klar zu trennen und es besteht die Pflicht darauf hinzuweisen, dass Kredite auch ohne Restschuldversicherung abgeschlossen werden können.

Weitere Informationen beim Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz

- aktualisiert am 02.10.2018 -

Online-Identifizierung im EU-Ausland erleichtert

Seit 29. September 2018 gelten EU-weite Regeln für die elektronische Identifizierung (eIDAS-Verordnung). Sie erleichtern Bürgern und Unternehmen den grenzüberschreitende Zugang zu Online-Diensten: etwa die Möglichkeit, Steuererklärungen online abzugeben, ein Bankkonto zu eröffnen oder ein Unternehmen zu gründen, sich in Schulen anzumelden und online auf medizinische Daten zuzugreifen. Der Schutz der persönlichen Daten ist dabei gewährleistet.

Weitere Informationen beim Bundesinnenministerium

- aktualisiert am 15.10.2018 -

EU-weit einheitliche Label für Kraftstoffe an Tankstellen und Neuwagen

Seit dem 12. Oktober gibt es in ganz Europa neue einheitliche  Kraftstoffkennzeichnungen. Sie informieren Fahrer überall in Europa besser darüber, welche Kraftstoffe für ihre Fahrzeuge geeignet sind. Sie helfen so, eine Fehlbetankung zu vermeiden und informieren über die Umweltauswirkungen der einzelnen Kraftstoffe.

Weitere Informationen bei der EU-Kommission

2. Umwelt / Energie

Warmwasserbereiter: Neue Grenzwerte für Stickstoffoxid-Ausstoß

Für konventionelle Warmwasserbereiter ist die 3. Stufe der Anforderungen an eine umweltgerechte Gestaltung in Kraft getreten. Seit dem 26. September 2018 gelten neue Grenzwerte für Stickstoffemissionen: Warmwasserbereiter mit gasförmigen Brennstoffen dürfen 56 Milligramm (mg) pro Kilowattstunde (kWh), Warmwasserbereiter mit flüssigem Brennstoff 120 mg/kWh nicht überschreiten. Bereits seit dem 26. September 2015 müssen Warmwasserbereiter das EU-Energieeffizienzlabel aufweisen.

Weitere Informationen beim Umweltbundesamt

3. Gesundheit

HIV-Selbsttest für alle

Zukünftig können sich alle Menschen in Deutschland einen HIV-Selbsttest in Apotheken, Drogerien oder im Internet kaufen. Das ermöglicht Menschen, die bislang vor einem Test beim Arzt zurückschreckten, sich selbst zu testen. So lässt sich HIV früher nachweisen und schneller behandeln. Bislang sind HIV-Tests nur an Ärzte, medizinische Einrichtungen und Behörden ausgegeben worden.

Weitere Informationen beim Bundesgesundheitsministerium