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Merkel bei Stiftung des 1. FC Köln Über den Sport zur Integration

Bundeskanzlerin Merkel hat die Integrationsarbeit des 1. FC Köln gewürdigt. "Ich konnte mich davon überzeugen, dass hier eine wunderbare Arbeit geleistet wird, die dazu führt, dass Flüchtlinge die Integration schaffen über den Sport", sagte Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in Köln über ein Fußball-Integrationsprogramm

Bundeskanzlerin Merkel informierte sich beim 1. FC Köln über ein Integrationsprojekt von "Wir zusammen".

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Bundeskanzlerin Angela Merkel war zu Gast in Köln. Der 1. FC Köln und Vertreterinnen und Vertreter des Projekts "Wir zusammen" haben sie zum Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt begrüßt. Sie überzeugte sich vor Ort, dass "hier eine wunderbare Arbeit geleistet wird, die dazu führt, dass Flüchtlinge die Integration über den Sport schaffen". Dies Arbeit könne den Flüchtlingen über neue Kontakte den "Weg ins Leben" ebnen", sagte die Kanzlerin.

Weitere Firmen treten Stiftung bei

Merkel dankte auch dem Engagement der ehrenamtlichen Integrationshelfer. "Die Stiftung des 1. FC Köln hat durch das heutige Spiel auch erreicht, dass weitere Firmen der Stiftung beitreten", betonte die Bundeskanzlerin. "Das bedeutet, dass immer mehr dabei mitmachen, jungen Menschen, die zu uns gekommen sind, eine Zukunft zu geben, also Sport und eigene Lebenszukunft miteinander zu verbinden."

Rund 200 Projektverantwortliche aus den "Wir zusammen" Unternehmen waren zum dem Spiel ebenso eingeladen, wie Flüchtlinge aus den betreuten Initiativen. Flüchtlingskinder liefen als "Einlaufkinder" auf den Platz.

Viele Unternehmen haben nach der Ankunft tausender Flüchtlinge in Deutschland Integrationsprojekte ins Leben gerufen. "Wir zusammen" ist ein Netzwerk der deutschen Wirtschaft. Auch der 1. FC Köln engagiert sich hier. "Wir zusammen" bietet Unternehmen eine Plattform, auf der sie ihre Projekte vorstellen können und will weitere Unternehmen inspirieren, Integrationsprojekte zu starten.

Flüchtlingskinder am Ball

Zu Beginn ihres Besuchs hatte sich die Kanzlerin mit jungen Flüchtlingen ausgetauscht. Die Kinder und Jugendlichen nehmen am Fußballtraining der Initiativen "Integration durch Fußball" und "Scoring Girls" teil. Die Stiftung 1. FC Köln bietet das Training gemeinsam mit dem CfB Ford-Niehl an.

Seit Herbst 2015 ermöglicht die FC-Stiftung ein wöchentliches Training für Flüchtlingskinder zwischen acht und 14 Jahren. Im Projekt "Integration durch Fußball" trainieren sie in mehreren Altersklassen. Jeweils bis zu 15 von ihnen nehmen an den Trainingseinheiten teil. Sie kicken gemeinsam mit Kindern des CfB Ford-Niehl, einem Partnerverein des 1. FC Köln. Die jungen Sportlerinnen und Sportler haben großen Spaß und sind überzeugt: Beim Fußballspielen ist die Herkunft egal.

Die Kinder werden aktiv in das Vereinsgeschehen mit eingebunden. Einige von ihnen spielen inzwischen in den regulären Jugendmannschaften des Vereins. Sie trainieren dreimal wöchentlich und fahren an den Wochenenden zu den Spielen. So wurden zahlreiche neue Freundschaften geknüpft, die den Start in ein neues Leben in Köln vereinfacht haben.

Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen

Das Projekt "Scoring Girls" wendet sich ausschließlich an Mädchen. Unter Leitung der Bundesligaspielerin Tugba Tkkal trainieren die Mädchen aus Flüchtlingsfamilien und aus sozial schwachen deutschen Familien einmal wöchentlich gemeinsam.

"Es ist eine Pflicht für so einen großen Verein wie den 1. FC Köln, gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen", hatte FC-Vizepräsident Markus Ritterbach im Herbst 2015 zum Start der Projekte festgestellt. Neben sportlichen Angeboten unterstützen der FC und die Stiftung 1. FC Köln Flüchtlinge durch Sachspenden.

Die Stiftung 1. FC Köln engagiert sich seit 2013 in Integrationsprojekten. Von Beginn an unterstützt der FC beispielsweise "Mentoren für Flüchtlinge" des Kölner Flüchtlingsrats. Seit Herbst 2015 ermöglicht die FC-Stiftung zudem wöchentliches Training für Flüchtlingskinder zwischen acht und 14 Jahren. Viele weitere interessante Integrationsprojekte in Ihrer Nähe können Sie hier auf einer Deutschlandkarte finden.