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Bund stärkt vielfältige Orchesterkultur

Die deutsche Orchesterszene gilt in ihrer künstlerischen Vielfalt als weltweit einzigartig. Um sie zu stärken und ihr Freiräume zur Weiterentwicklung zu verschaffen, setzt der Bund in diesem Jahr das Programm „Exzellente Orchesterlandschaft“ fort.

Orchestermusikerinnen beim Spiel

In ihrer Vielfalt weltweit einzigartig: 2014 wurde die deutsche Orchesterlandschaft ins nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Foto: picture alliance / ZB | Jens Kalaene

Seit Jahren sind deutsche Orchester und Musikensembles mit verschiedenen Veränderungsprozessen konfrontiert, auf die zu reagieren oft die nötigen Ressourcen fehlen. Zugleich müssen sie sich auch mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen.

Der Bund hat daher 2017 eine Exzellenzinitiative gestartet. Sie soll Orchester dabei unterstützen, sich für die Zukunft neu aufzustellen und herausragende sowie innovative Projekte umzusetzen. Das auf mehrere Jahre angelegte Programm ist in diesem Jahr in die vierte Runde gegangen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat dafür 4,8 Millionen Euro aus ihrem Haushalt zur Verfügung gestellt. Damit werden 16 zukunftsweisende Projekte  gefördert, unter anderem vom Ensemble Resonanz, dem Jewish Chamber Orchestra und der Dresdner Philharmonie.

Förderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“

Das Programm richtet sich bundesweit an öffentlich finanzierte Sinfonie- und Kammerorchester sowie vergleichbar arbeitende Ensembles, die neue Wege in der Erarbeitung, Präsentation und Vermittlung von Musik beschreiten wollen. Sie konnten bis zu 400.000 Euro an Fördergeldern für einen Projektzeitraum von bis zu zwei Jahren beantragen. Voraussetzung war, dass die Projekte nicht der regulären Arbeit der Orchester und Ensembles zuzurechnen sind und im Inland durchgeführt werden. Eine Bewerbung ist derzeit nicht mehr möglich, die 2022 geförderten Projekte wurden bereits durch eine Fachjury ausgewählt.

Bund und Länder haben die deutsche Orchesterlandschaft aufgrund ihrer weltweit einzigartigen Vielfalt 2014 in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Mit dem Förderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ hat der Bund seit 2017 zusätzliche Mittel bereitgestellt, um diese Diversität zu erhalten und Entwicklungen für die Zukunft zu fördern.

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