Hilfe bei Computersucht

Jugend- und Gesundheitsschutz Hilfe bei Computersucht

Die Bundesregierung unterstützt mit dem Programm "ESCapade - familienorientierte Intervention bei Computersucht" betroffene Jugendliche und ihre Familien. Mit "ESCapade" hat sie das Präventions- und Beratungsangebote zu online basiertem Suchtverhalten weiter ausgebaut.

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Online-Computerspiele und soziale Netzwerke können süchtig machen. 250.000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren sind internetabhängig. Bei den 14- bis 64-Jährigen sind es 560.000 Menschen. So das Ergebnis einer vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Studie. Die Anzahl an problematischen Internetnutzern ist aber weitaus höher.

Anzeichen frühzeitig erkennen

Die Grenzen zwischen problematischer Nutzung und pathologischem Verhalten sind fließend. Sozialer Rückzug, Vernachlässigung von anderen Freizeitaktivitäten sowie Pflichten in Schule oder Ausbildung und Verhaltensänderungen: Das sind erste Warnsignale für Eltern. Diese sollten die Probleme offen ansprechen und gemeinsam Änderungswünsche formulieren: alternative Hobbies suchen oder Sozialkontakte aufbauen.

Süchtig ist erst, wer die Kontrolle verliert und zwanghaft handelt. Entzugserscheinungen wie innere Unruhe, Gereiztheit oder Aggressivität können bei Verzicht auftreten. Anforderungen des täglichen, sozialen und beruflichen Lebens werden vernachlässigt. Die virtuelle Welt ersetzt die Realität.

Hilfe suchen

In diesen Fällen ist professionelle Hilfe gefragt. Geeignete Anlaufstellen können Sucht- oder Familienberatungsstellen sein. Über 80 Einrichtungen in 15 Bundesländern mit fast 130 Fachkräften sind bereits über spezifische Schulungen als "ESCapade" Standorte qualifiziert. Weitere Einrichtungen melden Interesse an. Das Konzept von "ESCapade": gemeinsam mit betroffenen Jugendlichen und ihren Eltern die familiäre Gesamtsituation betrachten und anschließend zusammen Lösungen auf den Weg bringen.