Wie arbeitet die G20?

Organisation und Regeln

Wie arbeitet die G20?

Jedes Jahr organisiert ein anderes G20-Land
die G20-Veranstaltungen.
Bei ihren Treffen beschließen die G20-Länder Regeln.
Diese Regeln halten sie freiwillig ein.

Auf einem Tisch steht für jedes G20-Land ein Namensschild.

Bei den G20-Treffen hat jedes Land ein Namensschild.

Foto: Grabowsky/photothek.net

Gastgeber für 1 Jahr

Die Politikerinnen und Politiker der G20
treffen sich jedes Jahr in einem anderen Land.
Das Land, wo das Treffen stattfindet,
ist der Gastgeber.
Man sagt auch:
Das Land hat die Präsidentschaft der G20.
Die Präsidentschaft dauert immer 1 Jahr.

Im Jahr 2017 hat Deutschland
die G20-Präsidentschaft.

Treffen der Staats-Chefs und Regierungs-Chefs

Der Höhepunkt der Präsidentschaft
ist der G20-Gipfel.
Dabei treffen sich die Staats-Chefs und Regierungs-Chefs.
Der G20-Gipfel ist 1 Mal im Jahr.

Treffen der Ministerinnen und Minister

Weil sich die G20 mit vielen Themen beschäftigt,
treffen sich auch die Ministerinnen und Minister
von einem bestimmten Bereich.
Zum Beispiel

• die Finanz-Ministerinnen und Finanz-Minister
• die Außen-Ministerinnen und Außen-Minister oder
• die Gesundheits-Ministerinnen und Gesundheits-Minister.

Zu diesen Ministern sagt man auch Fach-Minister.

Die Präsidentschaft organisiert die G20-Veranstaltungen

Das Land, das die Präsidentschaft hat,
organisiert die G20-Veranstaltungen.
Das heißt:
Das Präsidentschafts-Land
sucht die Orte für die Treffen aus.
Es lädt die Teilnehmer ein.
Es sucht aus,
welche Themen besonders wichtig sind.

Die Präsidentschaft ist bei der G20 sehr wichtig.
Die G20 ist nämlich keine Organisation.
Es gibt kein Gebäude mit Büros,
wo man die G20 immer findet.
Es gibt keine festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Man sagt auch:
Die G20 ist ein informelles Forum.

Die Sherpas

Bei der Vorbereitung der G20-Treffen
spielen die Sherpas eine wichtige Rolle.
Sherpa spricht man: Scher pa.

Sherpa bedeutet eigentlich: Helfer.
Die Sherpas tragen das Gepäck
für die Bergsteiger im Himalaja-Gebirge.
Das Himalaja-Gebirge hat die höchsten Berge der Welt
und liegt in Asien.

Die Sherpas sind Mitarbeiter
von den Staats-Chefs und Regierungs-Chefs.
Jedes G20-Land hat einen eigenen Sherpa.
Gemeinsam bereiten die Sherpas zum Beispiel
die Themen für den G20-Gipfel vor.

In Deutschland ist der Sherpa
ein enger Mitarbeiter der Bundes-Kanzlerin.
Bei seiner Arbeit wird der Sherpa
von Kolleginnen und Kollegen unterstützt.
Diese Kolleginnen und Kollegen
nennt man: Sherpa-Stab.

G20-Länder setzen Regeln freiwillig um

Die G20 beschließt Regeln.
Zum Beispiel
Regeln für eine gerechte Welt-Wirtschaft
oder Regeln für den Umwelt-Schutz.
Diese Regeln sind aber keine Gesetze.

An ein Gesetz muss man sich halten.
Wenn man sich nicht daran hält,
wird man bestraft.

Die G20-Länder halten sich freiwillig an die Regeln.
Damit sind sie ein gutes Vorbild
für die anderen Länder der Welt.

Die Abschluss-Erklärung

Nach dem G20-Gipfel
gibt es eine Abschluss-Erklärung.
Darin steht,
was die G20 beschlossen hat.
Diese Abschluss-Erklärung kann jeder lesen.
Zum Beispiel im Internet.


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Foto: capito

capito Bodensee hat diesen Text geprüft.

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