"Das Vorsorgeprinzip hat für uns Vorrang"

Bund-Länder-Gespräch vom 19. Januar "Das Vorsorgeprinzip hat für uns Vorrang"

Die Bundes-Kanzlerin und die Minister-Präsidenten und -Präsidentinnen von den Bundes-Ländern haben sich wieder getroffen.
Sie werden die Corona-Maßnahmen bis zum 14. Februar 2021 verlängern.
Weil es eine neue Sorte von dem Corona-Virus gibt.

Kanzlerin Merkel in der Pressekonferenz nach den Bund-Länder-Beratungen.

Bund-Länder-Gespräche: "Das Vorsorgeprinzip hat für uns Vorrang"

Foto: Bundesregierung/Kugler

Die Zahl der neu angesteckten Menschen sinkt.
Dazu sagt man auch: Neu-Infektionen.
Das macht Mut.
Die Corona-Maßnahmen wirken.
Hat die Bundes-Kanzlerin Merkel gesagt.

Jetzt haben sich die Bundes-Kanzlerin und die Chefs und Chefinnen von den Bundes-Ländern wieder getroffen.
Weil es eine neue Sorte von dem Corona-Virus gibt.
Man sagt dazu auch: Mutation.

Diese Mutation gibt es schon in Irland und Groß-Britannien.
Es soll verhindert werden, dass sich die neue Virus-Sorte auch in Deutschland ausbreitet.
Weil sonst die  Neu-Infektionen wieder stark steigen können.
Einige Forscher glauben, dass die neue Virus-Sorte viel ansteckender ist.
Deshalb möchte die Bundes-Kanzlerin vorsorgen.
Also jetzt schon etwas tun damit die neue Virus-Sorte sich nicht ausbreiten kann.

Deshalb gibt es diese neuen Regeln.

Kontakt-Beschränkungen gelten weiter

Kontakt-Beschränkung bedeutet: Es sollen sich nur sehr wenige Menschen treffen.
Diese Regel gilt schon.
Sie soll aber weiter bis zum 14. Februar 2021 gelten.
Zu Hause darf man nur eine Person aus einem anderen Haushalt treffen.
Die Zahl der Kontakt-Haushalte soll ganz klein sein.
Andere Menschen soll man auch weiter nur sehr wenig treffen.

"Wir erweitern die Pflicht zum Tragen von Masken"

In Bussen und Bahnen müssen jetzt alle eine medizinische Maske tragen.
Das gilt auch für Geschäfte.

Medizinische Masken sind:

  • OP-Masken,
  • KN95-Masken
  • oder FFP2-Masken.

Außerdem wird empfohlen:
Hat man längeren und engen Kontakt zu anderen Menschen in Räumen.
Dann  soll auch eine Maske getragen werden.

Home-office ermöglichen

Alle Firmen sollen home-office möglich machen.
Damit weniger Menschen in Bussen und Bahnen sind.
Das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales wird dazu Regeln machen.
Diese Regeln gelten dann mindestens bis zum 15. März 2021.
Außerdem sollen die Firmen Masken zur Verfügung stellen.
Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die kein home-office machen können.

Schulen bis Mitte Februar geschlossen

Die Schulen und Kitas bleiben bis zum 14. Februar 2021 geschlossen.
Weil sich die Mutation vielleicht stärker bei Kindern und Jugendlichen verbreiten kann.
Die Präsenz-Pflicht gilt also nicht.
Die Schüler und Schülerinnen müssen nicht in die Schule kommen.
Es wird aber ein Notfall-Betreuung eingerichtet.
Und es wird Distanz-Lernen angeboten.

Das bedeutet:
Alle Schüler und Schülerinnen sind zu Hause.
Der Unterricht findet über das Internet statt.
Für Abschluss-Klassen kann es aber andere Regeln geben.
Das gleiche gilt für Kitas.

Schutz in Alten-Heimen  und Pflege-Heimen
Schutz in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Das Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen muss eine FFP2-Maske tragen.
Das Personal und Besucher und Besucherinnen müssen einen Schnell-Test machen lassen.
Das gilt bis die Impfungen in den Heimen abgeschlossen ist.
Das gilt auch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Gesundheits-Ämter stärken

Die Gesundheits-Ämter sollen mehr Personal bekommen.
Damit wieder die Kontakt-Nachverfolgung möglich ist
Bis es nur noch höchstens  50 Neu-Infektionen pro 100.000 Menschen in 7 Tagen gibt.

Überbrückungs-Hilfe III wird weiter verbessert

Überbrückungs-Hilfe bedeutet: Menschen und Firmen bekommen vom Staat Geld.
Weil die Firmen geschlossen sind.
Weil die Menschen kein Geld verdienen können.
Wegen den Corona-Maßnahmen.

Das jemand Geld bekommen kann soll jetzt einfacher gemacht werden.
Und es soll auch mehr Geld geben.

Besonders schlimm geht es dem Einzel-Handel.
Dafür werden neue Regeln geschaffen.
Wenn ein Geschäft zum Beispiel Saison-Ware nicht verkaufen konnte.
Zum Beispiel warme Winter-Sachen.

Einheitliches europäisches Vorgehen nötig

Die Bundes-Kanzlerin hat einen Wunsch.
Die Nachbar-Länder von Deutschland sollen das genauso machen.
Dafür will die Bundes-Kanzlerin sich einsetzen.
Weil sonst das Virus nicht richtig bekämpft werden kann.