Wiederbegegnen, vernetzen, neuentdecken

Frankfurter Buchmesse Wiederbegegnen, vernetzen, neuentdecken

Unter dem Motto „Re:connect“ ging am 24. Oktober die 73. Frankfurter Buchmesse zu Ende. Buchbranche und Literaturfans aus aller Welt feierten mit ihr ein Wiedersehen – mit Hallenausstellung, Gastlandpavillon, zahlreichen Veranstaltungen und vor allem persönlichen Begegnungen. Zudem gab es ein umfangreiches digitales Programm.

Fahnen der Frankfurter Buchmesse am Messegelände in Frankfurt

Die Fahnen sind gehisst: Vom 20. bis 24. Oktober findet die Frankfurter Buchmesse 2021 statt.

Foto: Frankfurter Buchmesse / Fernando Baptista

2.000 Aussteller aus 80 Ländern, mehr als 300 internationale Autorinnen und Autoren und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm empfingen die Besucherinnen und Besucher vom 20. Oktober an in den Frankfurter Messehallen. Zwar war die Messe pandemiebedingt kleiner als gewöhnlich: Doch nachdem im vergangenen Jahr nur eine rein digitale Ausgabe möglich war, konnte die Literaturwelt nun wieder vor Ort zum international wichtigsten Branchentreffen zusammenkommen. Ab Freitag Nachmittag öffnete die Messe zudem für das Publikum. 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters dankte in ihrer Eröffnungsrede allen Beteiligten für die Kreativität und Tatkraft, mit der sie die Buchbranche durch die Krise gebracht haben. „Mir ist bewusst, wie sehr Autorinnen und Autoren, Verlegerinnen und Verleger, sowie andere Kreative der Buchbranche unter den Folgen der Pandemie gelitten haben. Umso mehr hoffe ich, dass mit dieser Frankfurter Buchmesse 2021 viele persönliche und unternehmerische Erfolgsgeschichten ihren Anfang oder ihre Fortsetzung finden“, so Grütters.

Vor Ort und digital

25.000 Besucherinnen und Besucher konnten gemäß Hygienekonzept pro Tag auf das Messegelände kommen. Wer nicht nach Frankfurt reisen konnte, hatte vielfältige Möglichkeiten, virtuell an der Messe teilzuhaben. Die Buchmesse hatte ihre digitalen Angebote für die diesjährige Ausgabe weiter ausgebaut. Bereits im Vorfeld der Messe hatte es ein digitales Fachprogramm gegeben. Neben der Eröffnung wurden auch zahlreiche Veranstaltungen während der Messe online übertragen.

Der Bund hat die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr mit bis zu sieben Millionen Euro aus dem Rettungs- und Zukunftspaket NEUSTART KULTUR unterstützt. Die Förderung ermöglichte die Rabattierung der Standgebühren für die Ausstellerinnen und Aussteller sowie eine Ermäßigung der Eintrittspreise. Zudem konnten dadurch die digitalen Programme, die für die Sonderedition im letzten Jahr eingeführt wurden, weiterentwickelt werden.

Insgesamt wird die deutsche Buchbranche mit bis zu 41 Millionen Euro aus dem Programm NEUSTART KULTUR unterstützt. Hinzu kommen 24 Millionen Euro an Fördergeldern für Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Übersetzern sowie Veranstaltungen.

„Singular Plurality“ – Ehrengast Kanada

Als ein Leitmotiv zog sich die Frage „Wie wollen wir leben?“ durch viele der Veranstaltungen auf der Messe. Nachhaltigkeit, Wohnen, Bildung, Digitalisierung und Diversität waren nur einige der Themen, die dabei in den fünf Messetagen diskutiert wurden. 

Gastland-Pavillon Kanadas auf der diesjährigen Messe

Einblick in den Gastland-Pavillon: 401 Neuerscheinungen kanadischer Autorinnen und Autoren kommen anlässlich des Messeauftritts in deutschsprachigen Verlagen heraus.

Foto: Frankfurter Buchmesse

Im Fokus stand auch das Gastland Kanada. Bereits vor einem Jahr hatte das Land seinen Auftritt geplant, konnte ihn aufgrund der Corona-Pandemie jedoch ausschließlich digital umsetzen. Nun präsentierte es sich mit Gastland-Pavillon, mehr als 400 Neuerscheinungen in über 160 deutschsprachigen Verlagen sowie einer Literaturdelegation von rund 60 Autorinnen und Autoren. Acht von ihnen waren für Veranstaltungen vor Ort in Frankfurt. Zudem war Kanada das erste Gastland, das das Publikum auch mit einem virtuellen Gastlandpavillon empfing. 

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