Starke Strukturen für unabhängigen Journalismus

Bund startet neues Förderprogramm Starke Strukturen für unabhängigen Journalismus

Eine freie Presse ist ein Garant für eine offene Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie. Doch immer öfter sind Journalistinnen und Journalisten auch in Deutschland Hass und Gewalt ausgesetzt. Mit einem neuen Förderprogramm setzt sich der Bund für eine strukturelle Stärkung des unabhängigen Journalismus ein.

Pressefreiheit im Grundgesetz

Grundpfeiler unserer Demokratie: Die Pressefreiheit ist in Artikel 5 des Grundgesetzes verankert.

Foto: BKM

Mindestens 65 Journalistinnen und Journalisten wurden 2020 in Deutschland bei ihrer Arbeit Opfer von Gewalt. Die Anzahl der Übergriffe hat sich damit gegenüber dem Vorjahr verfünffacht. Auf der Internationalen Rangliste der Pressefreiheit von „Reporter ohne Grenzen“ ist Deutschland in diesem Jahr erstmals aus der Reihe jener Länder herausgefallen, in denen die Lage der Presse als „gut“ eingestuft wird.

Mit Blick auf diese beunruhigenden Entwicklungen erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Zu einer wehrhaften Demokratie gehört ein selbstbewusster Journalismus. Dieser ist und bleibt einer der wichtigsten Grundpfeiler unseres freiheitlich-demokratischen Zusammenlebens. Nur wo die Presse unabhängig berichtet, kann sich die Demokratie entfalten. Daher gilt es, starke Strukturen für einen robusten Qualitätsjournalismus zu sichern.“ 

Förderprogramm zum Schutz und zur strukturellen Stärkung des Journalismus

Mit einem neuen Programm fördert der Bund daher Modellprojekte, die die strukturellen Bedingungen journalistischer Arbeit stärken und zum Schutz des eigenständigen und unabhängigen Journalismus beitragen. Rund eine Million Euro stehen dafür aus dem Haushalt der Staatsministerin für Kultur und Medien bereit.

Damit können Vorhaben gefördert werden, die beispielsweise den Wert und die Bedeutung des Qualitätsjournalismus für die Demokratie vermitteln oder Exilprogramme für ausländische Journalistinnen und Journalisten unterstützen.  Auch andere Projektideen, die einen strukturellen Mehrwert für den Journalismus bieten, sind willkommen. Die geförderten Projekte sollen bundesweite Strahlkraft besitzen und möglichst viele gesellschaftliche Gruppen ansprechen. 

Eine Förderung journalistischer Inhalte, einzelner Medien oder einzelner Medienschaffender ist nicht möglich. Damit werden die Staatsferne und die Unabhängigkeit der Presse sowie ein fairer publizistischer Wettbewerb gewährleistet.

Anträge können bis zum 5. Januar 2022 eingereicht werden. Die geförderten Projekte werden durch eine unabhängige Fachjury ausgewählt. Weitere Informationen zum Programm und zur Antragstellung finden Sie in den Fördergrundsätzen und den FAQ.

Fördergrundsätze PDF, 194 KB, barrierefrei
Antragsformular PDF, 635 KB, barrierefrei
Ausgaben- und Finanzierungsplan PDF, 1 MB, barrierefrei

FAQ zum Förderprogramm

Welche Projekte können gefördert werden?ÖffnenMinimieren

Warum werden keine journalistischen Inhalte gefördert?ÖffnenMinimieren

Was prüft BKM und an welchen Maßstäben orientiert sich die unabhängige Fachjury?ÖffnenMinimieren

Wer ist antragsberechtigt?ÖffnenMinimieren

Gibt es eine Mindestantragssumme und wie hoch kann die Förderung maximal ausfallen?ÖffnenMinimieren

Mit dem Projekt darf noch nicht begonnen worden sein. Was genau bedeutet das? ÖffnenMinimieren

Ab wann kann ich mit meinem Projekt beginnen?ÖffnenMinimieren

Wie lange darf mein Projekt laufen?ÖffnenMinimieren

Können weitere Drittmittel für das Projekt eingeworben werden?ÖffnenMinimieren

Welche Antragsunterlagen müssen eingereicht werden?ÖffnenMinimieren

Wie müssen die Antragsunterlagen eingereicht werden?ÖffnenMinimieren

Wie hoch ist der Förderanteil?ÖffnenMinimieren

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gern an journalismus@bkm.bund.de.