Neue Wege digitaler Vermittlung

Konferenz museum4punkt0 Neue Wege digitaler Vermittlung

Die Corona-Krise zeigt einmal mehr, wie wichtig digitale Angebote gerade auch für Museen sind. Deshalb verlängert der Bund die Förderung des Pilotprojekts "museum4punkt0" zur Entwicklung digitaler Strategien. Die beteiligten Häuser stellen aktuell auf einer Konferenz Projekte, Ergebnisse und Erfahrungen vor.

Internetangebot der Staatlichen Museen zu Berlin: Anhand von 3D-Modellen können Exponate über eine App auf Details untersucht werden.

Anhand von 3D-Modellen können Exponate über eine App auf Details untersucht werden.

Foto: Staatliche Museen zu Berlin/ Ceren Topcu u. Timo Schuhmacher

Ob neue digitale Erzählformate, interaktive Angebote oder digital unterstützte individualisierte Vermittlungsprojekte - viele Museen suchen nach neuen Wegen, um in einen engeren Austausch mit Besucherinnen und Besuchern zu treten, auf sie zugeschnittene Angebote zu entwickeln und zusätzliche Zielgruppen zu erschließen.

Deshalb haben sich unter Leitung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mehrere deutsche Museen zusammengeschlossen, um Einsatzszenarien für moderne Technologien wie zum Beispiel Virtual Reality, Augmented Reality und 3D-Modellierung zu erproben. Der Bund hat das 2017 begonnene Verbundprojekt bisher mit 15 Millionen Euro unterstützt.

Grütters: "Neuartige Erfahrungen sind jede Anstrengung wert"

Auf einer digitalen Konferenz präsentieren die beteiligten Museen sowie Experten aus dem In- und Ausland zwei Tage lang Projekte und Ergebnisse. In der aktuellen Krise zeige sich besonders deutlich, dass digitale Angebote Kultur für viele Menschen attraktiv und erfahrbar machen könnten, erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters heute zum Auftakt des Austauschs.

„Das begeistert nicht nur jüngere Besuchergruppen für Museen, sondern es erschließt Zielgruppen, die bislang auf klassischem Wege nicht erreicht werden konnten.“ Die Kulturstaatsministerin kündigte an, das Projekt im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR bis Ende 2021 zu verlängern und mit 10 Millionen Euro zusätzlich zu fördern. Außerdem sollen weitere Museen als Projektpartner aufgenommen werden.

Wie können Museen deutschlandweit von den Erfahrungen profitieren?

Auf der Konferenz werden einzelne Projekte in kurzen Filmen präsentiert. Außerdem informieren die Museen über die im Rahmen des Verbundprojekts entstandenen Anwendungen.

Im Chat sollen Fragen und Kommentare des digitalen Konferenzpublikums aufgegriffen werden. Dabei geht es unter anderem darum, wie andere Museen deutschlandweit von den entwickelten Anwendungen und Erfahrungen profitieren können. Nicht zuletzt soll auch nach dem Einfluss der aktuellen pandemiebedingten Maßnahmen auf die Entwicklung der digitalen Vermittlung gefragt werden.

Weitere Informationen zur Konferenz "Zukunft gemeinsam entwickeln – Digitale Erweiterung musealer Erlebnisse und Prozesse" finden Sie hier.

Weitere Informationen zu museum4punkt0 hier.

Schlagwörter