Nachhaltige Aufarbeitung der SED-Diktatur

 Bundesprogramm „Jugend erinnert“ Nachhaltige Aufarbeitung der SED-Diktatur

Dass junge Menschen sich mit der SED-Diktatur und den bis heute andauernden Folgen für die Opfer und die gesamtdeutsche Gesellschaft auseinandersetzen, ist Ziel des Bundesprogramms „Jugend erinnert“. Insgesamt 44 zeitgemäße und innovative Bildungsprojekte für und mit jungen Menschen erhalten eine Förderung.

Keyvisual Bundesprogramm „Jugend erinnert“

Das Bundesprogramm „Jugend erinnert“ fördert  Bildungs- und Vermittlungsprojekte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Foto: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Förderlinie SED-Unrecht des im Koalitionsvertrag verankerten Programms „Jugend erinnert“ unterstützt außerschulische Vermittlungsprojekte von Gedenkstätten, Bildungs- und Kultureinrichtungen. Mit dem Programm will die Bundesregierung jungen Menschen die Chance geben, ihr Demokratieverständnis zu stärken, Haltung zu zeigen und sich aktiv für demokratische Grundwerte einzusetzen.

Insgesamt 44 Projekte aus 11 Bundesländern werden bis 2023 gefördert. Der Förderentscheidung ging die Begutachtung und Bewertung durch eine unabhängige Jury mit Mitgliedern aus Opferverbänden, Jugendorganisationen sowie dem Bereich der politischen Bildung und Wissenschaft voraus.

Gezielte Bildungsarbeit von und mit jungen Menschen

Im Fokus der Förderung stehen Formate, die von und mit jungen Menschen entwickelt werden. Mit den auf die junge Zielgruppe zugeschnittenen Angeboten sollen gerade auch diejenigen erreicht werden, die die bisherigen Bildungsangebote nicht nutzen. Mithilfe des Förderprogramms sollen außerdem neue Kooperationen zwischen den Aufarbeitungsinstitutionen und anderen Trägern der Bildungs-, Jugend- und Kulturarbeit oder Jugendorganisationen angestoßen werden.

Weitere Informationen zu den Projekten und zur Förderlinie finden Sie unter www.jugenderinnert.de.

Für das Programm stehen im Zeitraum von 2021 bis Ende 2023 mehr als sieben Millionen Euro aus dem Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung. Durchgeführt wird die Förderlinie von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Hierfür wurde ein Projektbüro eingerichtet, das auch in der Umsetzungsphase beratend unterstützen wird.