Kulturgutschutz in bewaffneten Konflikten

In kriegerischen Auseinandersetzungen ist Kulturgut besonders gefährdet und als Ziel militärischer Angriffe bedroht.

Gestohlene Kunst in Afghanistan

Kulturgutschutz ist in bewaffneten Konflikten besonders wichtig: Kulturgut in Afghanistan

Foto: laif

Die Haager Konvention von 1954 mit ihren beiden Protokollen von 1954 und 1999 verbietet die Zerstörung von Kulturgut sowie die Wegnahme von Kulturgut in bewaffneten Konflikten.

Die Haager Konvention von 1954 und beide Protokolle gehen dabei auf ihre Vorgänger, die Haager Landkriegsordnung von 1899 und 1907, zurück. Aufgrund der Haager Landkriegsordnung sowie der hohen Anzahl der Vertragsstaaten, die der Haager Konvention von 1954 beigetreten sind, hat der Schutz von Kulturgut in bewaffneten Konflikten universelle Akzeptanz erreicht. Trotz dieser Akzeptanz dauert die Zerstörung von Kulturgütern in bewaffneten Konflikten an.

Als Reaktion auf die Zerstörungen und Plünderungen im Irak 2003 folgte die EU der Resolution des UN-Sicherheitsrates 1483/2003 und verabschiedete die sogenannte Irak-Verordnung Nr. 1210/2003, um die Einfuhr, Ausfuhr und den Handel mit irakischem Kulturgut zu verbieten und eine Rückgabe an den Irak zu ermöglichen. Die Bundesrepublik konnte seit dem mehrere, zum Teil sehr wertvolle Kulturgüter an den Irak übergeben.

In gleicher Weise verabschiedete die EU im Dezember 2013 die sogenannte Syrien-Verordnung Nr. 1332/2013, um die Einfuhr, Ausfuhr und den Handel mit syrischem Kulturgut zu verbieten und eine Rückgabe an Syrien zu ermöglichen.

Beitrag teilen