Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

Zweites Sanierungspaket beschlossen

Der Bund hat gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg ein neues Finanzierungsabkommen für die Sanierung des Unesco-Welterbes Preußische Schlösser und Gärten vereinbart. 400 Millionen Euro stehen bis 2030 zur Verfügung, um geschädigte Bau- und Gartenanlagen instand zu setzen.

v.l.n.r.: Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Berlins Kultursenator Klaus Lederer.

Kulturstaatsministerin Grütters bei der Unterzeichnung des Sonderinvestitionsprogramms 2 für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

Foto: SPSG / Daniel Lindner

Es gibt viel zu tun für die Stiftung Preußisches Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG): Neben 32 Museumsschlössern betreut sie mehr als 720 Hektar Parklandschaft und mehr als 300 historischen Anlagen. Orte, an denen die preußische Geschichte lebendig wird und die nicht nur als Unesco-Weltkulturerbe besonderer Hege und Pflege bedürfen.

Anpacken kann die Stiftung nun weiterhin kräftig: Mit dem vom Bund gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg aufgelegten Sonderinvestitionsprogramm 2 (SIP 2) stehen der SPSG bis 2030 400 Millionen Euro für die Instandsetzung der historischen Bauten, Denkmäler und Parkanlagen zur Verfügung.

Das Vorgängerprogramm SIP 1 war 2008 mit einer Laufzeit bis 2017 ins Leben gerufen worden. Ihr Ziel war es, den jahrzehntelangen Sanierungsrückstand der Berliner und Potsdamer Schlösserlandschaft anzugehen. Ausgestattet war die Stiftung mit einem Volumen von 155 Millionen Euro. Damit konnte sie besonders schwer geschädigte Bau- und Gartenanlagen sanieren, zeitgemäße Brandschutzvorkehrungen treffen, die klimatischen Bedingungen für Kunstwerke optimieren sowie den Besucherservice an vielen Stellen verbessern.

Pflege des Weltkulturerbes ist nationale Aufgabe

Trotz der bisher erreichten Erfolge durch SIP 1 brauche das Programm eine Fortsetzung, erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung in Berlin. Der gewaltige Sanierungsrückstand in Berlin und Brandenburg sei längst nicht aufgearbeitet, hob Grütters hervor. "Ich denke da zum Beispiel an das Schloss auf der Pfaueninsel oder an die Römischen Bäder und das Dach des Neuen Palais in Potsdam."

Gerade in einer Zeit, in der die Folgen der Globalisierung viele Menschen verunsicherten und deshalb das Bedürfnis nach Selbstvergewisserung wachse, sei es wichtig, die Zeugnisse unserer Geschichte zu pflegen und zu erhalten, so Grütters weiter. In Berlin und Brandenburg gehe es dabei insbesondere um das weltweit einmalige preußische Erbe, das die Unesco zu Recht als Weltkulturerbe eingestuft habe.

Bund und Länder nehmen Verantwortung gemeinsam wahr

"Das ist eine nationale Aufgabe, eine gemeinsame Verantwortung. Deshalb haben der Bund und die beteiligten Länder auf Initiative des Bundes das Sonderinvestitionsprogramm 2 für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ins Leben gerufen", bekräftigte die Staatsministerin. Die Hälfte der im SIP 2 bereit gestellten Mittel steuert der Bund mit 200 Millionen Euro bei. Die andere Hälfte tragen das Land Brandenburg mit 131 Millionen Euro und das Land Berlin mit 69 Millionen Euro.

Neben dem Sonderinvestitionsprogramm 2 unterzeichneten die Kulturstaatsministerin, die brandenburgische Kulturministerin und der Berliner Kultursenator auch das Abkommen über die reguläre Finanzierung der SPSG für die Jahre 2018 bis 2022. Beide Vereinbarungen seien ein gelungenes Beispiel dafür, wie hervorragend Bund und Länder Hand in Hand zusammenarbeiten können, hob Kulturstaatsministerin Grütters hervor.