Literatur / Buch- und Verlagsbranche

Auf dieser Seite informieren wir Sie über die einzelnen Programme und weisen auf Internetseiten hin, auf denen Sie weitere Informationen zu den Fördergrundsätzen und zur Antragsstellung finden können.

Gelb markiert sind Programme, die 2021 neu aufgelegt oder aufgestockt werden. Diese Programme laufen sukzessive an und die Informationen dazu werden fortlaufend ergänzt. Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 22.07.2021.

In Planung:
Anerkennungsprämie für Buchhandlungen

Im Rahmen von NEUSTART KULTUR ist eine „Anerkennungsprämie für Buchhandlungen“ in Höhe von 10 Millionen Euro geplant. Mit der Prämie soll das Engagement von Buchhändlerinnen und Buchhändlern unter schwierigen Corona-Bedingungen gewürdigt und der Neustart der Buch- und Verlagsbranche sowie der Erhalt von kleineren und mitteleren Buchhandlungen als Kulturorte unterstützt werden. Über 1.000 „Anerkennungsprämien“ werden so einmalig auf der Grundlage eines referenzbasierten Punktesystems vergeben. Die Abwicklung erfolgt über den Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Der Bewerbungsstart ist in Planung, weitere Informationen folgen.

INITIAL – Stipendien für Künstlerinnen und Künstler

Die Akademie der Künste (AdK) fördert mit dem Sonderstipendienprogramm INITIAL in Höhe von 5 Millionen Euro professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler der Kunstsparten Bildende Kunst, Baukunst, Literatur, Musik, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst, Hörspiel sowie Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler bei der Recherche und Entwicklung künstlerischer Langzeitprojekte. Die Akademie der Künste stellt ihre Infrastruktur und die Expertise ihrer Mitglieder zur Verfügung. Die Ausschreibung ist abgelaufen, die Auswahl erfolgt durch Jurys. Weitere Informationen auf der Internetseite der Akademie der Künste.

"Neustart Literatur"

Unter dem Titel "Neustart Literatur" hat der Deutsche Literaturfonds Sonderprogramme aufgelegt. Die einzelnen Module der Fördermaßnahmen richten sich an Akteurinnen und Akteure der deutschen Kultur- und Literaturlandschaft. Bis zu 16 Millionen Euro stehen für die Maßnahmen zur Verfügung. Gefördert werden literarische Veranstaltungen mit Autorinnen und Autoren sowie digitale Projekte der Literaturvermittlung für Kinder und Jugendliche. Zwei weitere Module unterstützen Bühnenschriftstellerinnen und -schriftsteller. Einzelheiten zu Förderschwerpunkten, Fördervoraussetzungen sowie aktuelle Antragsfristen finden Sie auf der Webseite des Deutschen Literaturfonds.

Stipendien und Programme für Übersetzerinnen und Übersetzer

Der Deutsche Übersetzerfonds e.V. erweitert den Umfang seines Stipendienprogramms für Übersetzerinnen und Übersetzer aller literarischer Genres. Mit den “Radial-Stipendien“ werden die in der Bundesrepublik lebenden Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem Deutschen in andere Zielsprachen erstmals einbezogen. Das Programm "extensiv initiativ" generiert neue Übersetzungsprojekte und bezieht dabei auch die Verlage mit ein. Ein im Rahmen von NEUSTART KULTUR eingerichteter Projektfonds unterstützt Kultureinrichtungen und Akteure der freien Szene, die das Übersetzen als Kunst oder als soziale Praxis in den Mittelpunkt stellen. Außerdem bietet der Deutsche Übersetzerfonds über das "TOLEDO-Programm“ und "Babelwerk - Das Wissen der Übersetzer" digitale Formate zum Thema Übersetzungskunst an. Für die Stipendien und Programme stehen Mittel in Höhe von bis zu 8 Millionen Euro zur Verfügung. Die unterschiedlichen Bewerbungsverfahren sind angelaufen, aktuelle Informationen zu den Antragsfristen finden Sie hier.

20 Millionen Euro für Verlage und Buchhandlungen

Mit 10 Millionen Euro unterstützt die Kulturstaatsministerin im Rahmen von NEUSTART KULTUR die Verlagsbranche. Verlage konnten Druck- und Produktionskostenzuschüsse für neu erscheinende Bücher, Hörbücher und E-Books in Höhe von bis zu 10.000 Euro beantragen. Wegen der Pandemie wurden neue Titel abgesagt oder verschoben. Deren Veröffentlichung soll das Programm unterstützen. Hierdurch kann mittelbar auch die gesamte Wertschöpfungskette der Buchbranche profitieren - von der Autorin über den Übersetzer bis zur Grafikerin und zum Agenten.
Mit weiteren 10 Millionen Euro wird kleineren und mittleren Buchhandlungen die Digitalisierung ihrer Vertriebswege erleichtert. Um ihre Online-Aktivitäten auszubauen konnten Buchhandlungen in diesem Programm bis zu 7.500 Euro erhalten.
Beide Förderprogramme wurden vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels abgewickelt. Die Antragsfristen endeten zum 30. Juni 2021, eine Bewerbung ist nicht mehr möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.

Hilfen für die Frankfurter und Leipziger Buchmesse

Die Hilfen für die Frankfurter Buchmesse werden um 5 Millionen Euro auf insgesamt 9 Millionen Euro aus dem Programm NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erhöht. Durch die Zuschüsse soll vor allem kleinen und mittleren Verlagen die Teilnahme an der weltweit größten Buchmesse auch in Zeiten der Corona-Krise ermöglicht werden. Wegen der Absage der Hallenausstellung im vergangenen Jahr wurden 2020 die digitalen Angebote unterstützt. Dazu gehörten unter anderem die Schaffung von Präsentationsmöglichkeiten und die Unterstützung einer digitalen Rechtehandelsplattform. 2021 soll die Digitalisierung der Messe weiter vorangetrieben werden, ebenso werden die Teilnahmegebühren für die Verlage für die Hallenausstellung reduziert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Vorgesehen ist zudem eine Förderung der Leipziger Buchmesse im kommenden Jahr (2022) in Höhe von 2 Millionen Euro. Geplant ist, die Teilnahme von Verlagen an der Leipziger Buchmesse in Pandemie-Zeiten über reduzierte Standgebühren zu unterstützen und zusätzliche digitale Angebote zu schaffen.

Literaturhäuser - Förderung pandemiebedingter Investitionen

Der Bundesverband Soziokultur e.V. unterstützt investive Schutzmaßnahmen in Literaturhäusern, Kulturzentren und soziokulturellen Zentren, die in Folge der Einschränkungen im Rahmen der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie notwendig sind. Weitere Informationen finden Sie hier.

Zu den spartenübergreifenden Digital-Programmen geht es hier.

 Foto: Jörg Greuel/Getty Images

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