Literatur / Buch- und Verlagsbranche

Die Förderprogramme im Rahmen von NEUSTART KULTUR laufen sukzessive an. Auf dieser Seite informieren wir Sie kurz über die einzelnen Programme und weisen auf Internetseiten hin, auf denen Sie weitere Informationen zu den Fördergrundsätzen und zur Antragsstellung finden können. Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 26.10.2020.

20 Millionen Euro für Verlage und Buchhandlungen

Mit 10 Millionen Euro unterstützt die Kulturstaatsministerin im Rahmen von NEUSTART KULTUR die Verlagsbranche. Verlage können Druck- und Produktionskostenzuschüsse für neu erscheinende Bücher, Hörbücher und E-Books in Höhe von bis zu 10.000 Euro beantragen. Wegen der Pandemie wurden neue Titel abgesagt oder verschoben. Deren Veröffentlichung soll das Programm unterstützen. Hierdurch kann mittelbar auch die gesamte Wertschöpfungskette der Buchbranche profitieren - von der Autorin über den Übersetzer bis zur Grafikerin und zum Agenten.
Mit weiteren 10 Millionen Euro soll kleineren und mittleren Buchhandlungen die Digitalisierung ihrer Vertriebswege erleichtert werden. Buchhandlungen können bis zu 7.500 Euro erhalten, um ihre Online-Aktivitäten gerade in der Corona-Pandemie auszubauen (zum Beispiel Optimierung der Website oder des Social-Media-Accounts sowie Übernahme der Kosten für die hierfür erforderliche Hardware).
Abgewickelt werden die Förderprogramme vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Anträge können seit dem 1. September 2020 gestellt werden. Die Anträge werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtig.
Die Fördergrundsätze und weitere Informationen finden Sie hier.

Programm "Neustart Literatur"

Unter dem Titel "Neustart Literatur" hat der Deutsche Literaturfonds ein Programm mit Sondermaßnahmen in drei Bereichen aufgelegt. Durch "Tausende literarische (Wieder-)Begegnungen" will der Fonds zum Beispiel den "Neustart" für Literatur- und Kultureinrichtungen sowie Buchhandlungen durch Finanzierung der Autorenhonorare bei Lesungen und anderen Veranstaltungen erleichtern. Ziel ist es, Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Sparten, darunter auch Lyriker und Bühnenautoren, zu unterstützen. Der Literaturfonds fördert innovative, auch digitale Formate und kooperiert dabei mit Verbänden und literarischen Einrichtungen. Bis zu fünf Millionen Euro stehen für die Maßnahmen zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Stipendien und Programme für Übersetzerinnen und Übersetzer

Der Deutsche Übersetzerfonds e.V. vergibt Stipendien an Übersetzerinnen und Übersetzer aller literarischer Genres; integriert werden erstmals die in Deutschland lebenden Akteure, die deutsche Literatur in andere Sprachen übersetzen. Das Programm "extensiv initiativ" generiert neue Übersetzungsprojekte und bezieht dabei auch die Verlage mit ein. Das Projekt "Das Wissen der Übersetzer" wird eine Online-Plattform des literarischen Übersetzens schaffen, die Arbeitsprozesse transparent macht und den Dialog ermöglicht. Ein im Rahmen von NEUSTART KULTUR eingerichteter Projektfonds unterstützt Kultureinrichtungen, aber auch Akteure der freien Szene, die das Übersetzen als Kunst oder auch als soziale Praxis in den Mittelpunkt stellen. Außerdem bietet der Deutsche Übersetzerfonds über das "TOLEDO-Programm“ digitale Formate rund um das Thema Übersetzungskunst an. Es stehen Mittel in Höhe von bis zu 5 Millionen Euro zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Literaturhäuser - Förderung pandemiebedingter Investitionen

Der Bundesverband Soziokultur e.V. unterstützt investive Schutzmaßnahmen in Literaturhäusern, Kulturzentren und soziokulturellen Zentren, die in Folge der Einschränkungen im Rahmen der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie notwendig sind. Weitere Informationen finden Sie hier.

Hilfen für die Frankfurter Buchmesse

Mit vier Millionen Euro aus dem Programm NEUSTART KULTUR hat die Kulturstaatsministerin die Frankfurter Buchmesse gefördert. Durch Zuschüsse soll vor allem kleinen und mittleren Verlagen die Teilnahme an der weltweit größten Buchmesse auch in Zeiten der Corona-Krise ermöglicht werden. Wegen der Absage der Hallenausstellung 2020 werden die Mittel für 2021
verwendet. Zudem soll mit der Förderung die Digitalisierung der Messe weiter vorangetrieben werden, unter anderem durch eine digitale Rechteplattform. Weitere Informationen finden Sie hier.

Vorgesehen ist zudem eine Förderung der Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr in Höhe von einer Million Euro. Das Konzept wird aktuell erarbeitet. Geplant ist, die Teilnahme vor allem kleiner und mittlerer Verlage an der Leipziger Buchmesse in Pandemie-Zeiten zu unterstützen.

Zu den spartenübergreifenden Digital-Programmen geht es hier.

 Foto: Jörg Greuel/Getty Images

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