Literatur / Buch- und Verlagsbranche

Die Förderprogramme im Rahmen von NEUSTART KULTUR laufen sukzessive an. Auf dieser Seite informieren wir Sie kurz über die einzelnen Programme und weisen auf Internetseiten hin, auf denen Sie weitere Informationen zu den Fördergrundsätzen und zur Antragsstellung finden können. Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 07.01.2021.

20 Millionen Euro für Verlage und Buchhandlungen

Mit 10 Millionen Euro unterstützt die Kulturstaatsministerin im Rahmen von NEUSTART KULTUR die Verlagsbranche. Verlage können Druck- und Produktionskostenzuschüsse für neu erscheinende Bücher, Hörbücher und E-Books in Höhe von bis zu 10.000 Euro beantragen. Wegen der Pandemie wurden neue Titel abgesagt oder verschoben. Deren Veröffentlichung soll das Programm unterstützen. Hierdurch kann mittelbar auch die gesamte Wertschöpfungskette der Buchbranche profitieren - von der Autorin über den Übersetzer bis zur Grafikerin und zum Agenten.
Mit weiteren 10 Millionen Euro soll kleineren und mittleren Buchhandlungen die Digitalisierung ihrer Vertriebswege erleichtert werden. Buchhandlungen können bis zu 7.500 Euro erhalten, um ihre Online-Aktivitäten auszubauen.
Beide Förderprogramme werden vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels abgewickelt. Die Antragsfrist wurde bis zum 31. Januar 2021 verlängert. Die Anträge werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
Die Fördergrundsätze und weitere Informationen finden Sie hier.

Programm "Neustart Literatur"

Unter dem Titel "Neustart Literatur" hat der Deutsche Literaturfonds ein Programm mit Sondermaßnahmen aufgelegt. Die vier Module des Förderprogramms richten sich an Akteurinnen und Akteure der Deutschen Kultur- und Literaturlandschaft. Bis zu fünf Millionen Euro stehen für die Maßnahmen zur Verfügung. Einzelheiten zu Förderschwerpunkten, Fördervoraussetzungen und aktuelle Antragsfristen finden Sie auf der Webseite des Deutschen Literaturfonds.

Stipendien und Programme für Übersetzerinnen und Übersetzer

Der Deutsche Übersetzerfonds e.V. vergibt Stipendien an Übersetzerinnen und Übersetzer aller literarischer Genres; integriert werden erstmals die in Deutschland lebenden Akteure, die deutsche Literatur in andere Sprachen übersetzen. Das Programm "extensiv initiativ" generiert neue Übersetzungsprojekte und bezieht dabei auch die Verlage mit ein. Das Projekt "Das Wissen der Übersetzer" wird eine Online-Plattform des literarischen Übersetzens schaffen, die Arbeitsprozesse transparent macht und den Dialog ermöglicht. Ein im Rahmen von NEUSTART KULTUR eingerichteter Projektfonds unterstützt Kultureinrichtungen, aber auch Akteure der freien Szene, die das Übersetzen als Kunst oder auch als soziale Praxis in den Mittelpunkt stellen. Außerdem bietet der Deutsche Übersetzerfonds über das "TOLEDO-Programm“ digitale Formate rund um das Thema Übersetzungskunst an. Es stehen Mittel in Höhe von bis zu 5 Millionen Euro zur Verfügung. Die unterschiedlichen Bewerbungsverfahren sind angelaufen, aktuelle Informationen zu den Antragsfristen finden Sie hier.

Literaturhäuser - Förderung pandemiebedingter Investitionen

Der Bundesverband Soziokultur e.V. unterstützt investive Schutzmaßnahmen in Literaturhäusern, Kulturzentren und soziokulturellen Zentren, die in Folge der Einschränkungen im Rahmen der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie notwendig sind. Weitere Informationen finden Sie hier.

Hilfen für die Frankfurter und Leipziger Buchmesse

Mit 4 Millionen Euro aus dem Programm NEUSTART KULTUR hat die Kulturstaatsministerin die Frankfurter Buchmesse gefördert. Durch Zuschüsse soll vor allem kleinen und mittleren Verlagen die Teilnahme an der weltweit größten Buchmesse auch in Zeiten der Corona-Krise ermöglicht werden. Wegen der Absage der Hallenausstellung 2020 werden die Mittel für 2021 verwendet. Zudem soll mit der Förderung die Digitalisierung der Messe weiter vorangetrieben werden, unter anderem durch eine digitale Rechteplattform. Weitere Informationen finden Sie hier.

Vorgesehen ist zudem eine Förderung der Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr in Höhe von einer Million Euro. Das Konzept wird aktuell erarbeitet. Geplant ist, die Teilnahme von Verlagen an der Leipziger Buchmesse in Pandemie-Zeiten über reduzierte Standgebühren zu unterstützen.

Zu den spartenübergreifenden Digital-Programmen geht es hier.

 Foto: Jörg Greuel/Getty Images

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