Klassik Stiftung Weimar

Klassik Stiftung Weimar

Zur Klassik Stiftung Weimar gehört ein einzigartiges Ensemble von Kunst- und Literaturmuseen, Dichterhäusern und historischen Schloss- und Parkanlagen. Nicht nur die Wohnhäuser Goethes und Schillers, sondern auch die letzte Wohnung Friedrich Nietzsches mit dem Jugendstil-Interieur Henry van de Veldes und der Weimarer Wohnsitz Franz Liszts zählen dazu.

Außenansicht Goethe-Nationalmuseum Weimar

Goethe-Nationalmuseum Weimar

Foto: Klassik Stiftung Weimar, Foto: Jens Hauspurg

Neun Gebäude und Parklandschaften des "klassischen" Weimar, unter ihnen die Herzogin Anna Amalia Bibliothek und der Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus, wurden 1998 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Seit 2001 ist auch der handschriftliche Nachlass Johann Wolfgang von Goethes, der im Weimarer Goethe- und Schiller-Archiv aufbewahrt wird, in den Registern des "Memory of the World" verzeichnet.

Die Klassik Stiftung Weimar entstand 2003 aus der Zusammenführung der Stiftung Weimarer Klassik mit den Kunstsammlungen Weimar. Ihre Aufgabe ist es, alle unter ihrem Dach vereinten Gebäude, Parks, Archive und Sammlungen als einzigartiges Zeugnis der deutschen Kultur zu bewahren, sie zu erschließen, zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Im Sommer 2008 hat die Klassik Stiftung Weimar einen Masterplan zum "Kosmos Weimar" beschlossen. Er sieht nicht nur wichtige Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Bestände, sondern auch ein Gesamtkonzept zur musealen Präsentation und Vermittlung vor. Der Bund hat dafür Sondermittel in Höhe von 45 Millionen Euro bereitgestellt.

Finanziert wird die Stiftung vom Bund, vom Freistaat Thüringen und von der Stadt Weimar. Dabei trägt der Bund mit rund 13,7 Millionen Euro jährlich zurzeit etwa 43 Prozent der Ausgaben. Durch Sonderförderungen des Bundes konnten in den vergangenen Jahren notwendige Bau- und Sanierungsmaßnahmen, zum Beispiel am Rokokoschloss Dornburg und am Schloss Tiefurt, realisiert werden. Auch den Wiederaufbau der 2004 durch einen Brand zerstörten Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek hat der Bund mit 8,5 Millionen Euro gefördert.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 30.01.2018.

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