Kultur in Berlin

Bund fördert Hauptstadtkultur

Der Bund fördert in Berlin national bedeutsame Kultureinrichtungen und herausragende Initiativen. Hinzu kommt die Unterstützung für den Berliner Standort der Deutschen Welle. Damit reagiert der Bund auf die auch international stark gestiegenen Anforderungen und Erwartungen an das kulturelle Leben der Hauptstadt.

haus der Berliner Festspiele

Haus der Berliner Festspiele

Foto: Berliner Festspiele

Das kulturelle Engagement des Bundes resultiert aus seiner Verantwortung für die gesamtstaatliche Repräsentation in der Bundeshauptstadt, die im Grundgesetz und im Berlin-Bonn Gesetz aus dem Jahr 1994 festgeschrieben ist.

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Den größten Teil der Bundesförderung erhält die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Sie gehört mit ihren Museen, Bibliotheken und Archiven zu den bedeutendsten Kultureinrichtungen weltweit.

Der Bund trägt 75 Prozent der Betriebskosten der Stiftung. 2016 waren das rund 118 Millionen Euro. Die übrigen 25 Prozent werden von den Bundesländern gemeinsam getragen, die damit die nationale Bedeutung dieses Kulturerbes unterstreichen.

Die Bauinvestitionen der Stiftung finanziert der Bund allein. Sie umfassten 2016 rund 106 Millionen Euro. Dadurch gewährleistet der Bund unter anderem die weitere Sanierung der Museumsinsel, die seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, die Sanierung der beiden Häuser der Staatsbibliothek und die Sanierung der Neuen Nationalgalerie.

Hauptstadtverträge regeln Bundesförderung

Die Finanzierung national bedeutsamer Kultureinrichtungen in Berlin wurde bis zum Inkrafttreten des Hauptstadtfinanzierungsvertrages vom 30. November 2007 durch Hauptstadtkulturverträge geregelt. Der aktuelle Hauptstadtfinanzierungsvertrag gilt bis Ende 2017.

Mit dem Vertrag vom 9. Dezember 2003 übernahm der Bund die alleinige Verantwortung für die Stiftung Deutsche Kinemathek sowie die Akademie der Künste. Die Akademie der Künste ist eine der ältesten und renommiertesten Kultureinrichtungen Deutschlands. Sie repräsentiert das Land national wie auch international auf dem Gebiet der Kunst und Kultur und widmet sich der kulturellen Entwicklung in unserem Land. Die Akademie verfügt über bedeutende Archivbestände, durch deren Pflege und Erschließung sie entscheidend zur Bewahrung des kulturellen Erbes beiträgt.

Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin

Der Vertrag von 2001 regelte bereits die Förderung der Stiftung Jüdisches Museum und die Finanzierung der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB). In der KBB sind gleich mehrere Berliner Kultureinrichtungen zusammengeschlossen: die Berliner Festspiele mit dem Martin-Gropius-Bau, das Haus der Kulturen der Welt und die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale). Über die von ihnen veranstalteten Festivals, Ausstellungen und Veranstaltungen stärkt der Bund die nationale und internationale Ausstrahlungskraft der Hauptstadt im Bereich der Kultur, den internationalen Kulturaustausch und die Suche nach neuen Formen des interkulturellen Dialogs.

Projektförderung durch den Hauptstadtkulturfonds

Auch die Projektförderung durch den Hauptstadtkulturfonds ist im Hauptstadtfinanzierungsvertrag geregelt. Der Bund stellt dafür jährlich knapp 10 Millionen Euro zur Verfügung. Durch den Fonds werden Veranstaltungen und Projekte gefördert, die nationale und internationale Ausstrahlung haben und für die Hauptstadt Berlin bedeutsam und besonders innovativ sind.

Weitere geförderte Einrichtungen und Projekte

Außerdem hat die Bundesregierung durch entsprechende Vereinbarungen die Mitfinanzierung bedeutender kultureller Einrichtungen, Museen, Gedenk- und Erinnerungsstätten in Berlin übernommen. Dazu zählen die Klangkörper der Rundfunkorchester und -Chöre GmbH sowie die Gedenkstätten zur Erinnerung an das Unrecht von Nationalsozialismus und die SED-Herrschaft in der DDR. Das Deutsche Historische Museum wird als Geschenk der Bundesrepublik an Berlin allein vom Bund unterhalten.

Sanierung der Staatsoper Unter den Linden gesichert

Im Hauptstadtfinanzierungsvertrag übernahm der Bund zudem die Verpflichtung, sich mit einem Festbetrag von 200 Millionen Euro an den Gesamtkosten der Sanierungsmaßnahmen für die Staatsoper Unter den Linden zu beteiligen. Die Gesamtfinanzierung stellt das Land Berlin sicher.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 15.2.2017.

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