Förderung der bildenden Kunst

Förderung der bildenden Kunst

In der bildenden Kunst richtet der Bund sein Hauptaugenmerk auf die Pflege und Bewahrung des nationalen künstlerischen Erbes einerseits und die Förderung der zeitgenössischen Kunst andererseits.

Die direkte Künstlerförderung ist vor allem eine Aufgabe der Länder und Kommunen. Der Bund fördert durch die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) hauptsächlich indirekt, und zwar über finanzielle Beteiligung an verschiedenen Fonds und anerkannten Organisationen, die dann in eigener Zuständigkeit über die Vergabe der Mittel entscheiden.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kulturstiftung des Bundes, die 2002 ihre Arbeit aufgenommen hat. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Förderung von innovativen Programmen und Projekten im internationalen Kontext. Außerdem unterstützt sie herausragende kulturelle Veranstaltungen wie zum Beispiel die internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst "documenta" in Kassel.

Für die zeitgenössische Kunstszene sind auch die von der BKM initiierten rechtlichen Reformen für Künstlerinnen und Künstler von ganz zentraler Bedeutung. Denn diese haben die Bedingungen künstlerischen Schaffens in Deutschland entscheidend verbessert.

Auslandsstipendien

Eine Ausnahme vom Grundsatz der indirekten Förderung bildet die Förderung hochbegabter Künstlerinnen und Künstler durch Studienaufenthalte im Ausland. Die BKM vergibt Stipendien für die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo, einschließlich der Casa Baldi in Olevano Romano, und das Deutsche Studienzentrum in Venedig. Außerdem ist sie an der Finanzierung der Künstlerförderungseinrichtung Villa Romana in Florenz beteiligt und stellt drei Studios in der Cité Internationale des Arts in Paris für Studienaufenthalte zur Verfügung. Daneben unterstützt das Auswärtige Amt Projekte deutsche Künstlerinnen und Künstler im Rahmen der Auswärtigen Kulturpolitik.

Weitere Informationen zu den Auslandsstipendien finden Sie hier.

Sammlung zeitgenössischer deutscher Kunst

Die staatliche Sammlung zeitgenössischer deutscher Kunst nach 1945 ist ein weiterer wichtiger Punkt des Bundes-Engagements auf dem Feld der bildenden Kunst. Die von der BKM betreute und nach musealen Gesichtspunkten aufgebaute Sammlung soll das künstlerische Schaffen und damit die Entwicklung der modernen Kunst in der Bundesrepublik dokumentieren und nach außen repräsentieren. Die Sammlung, die auf eine Initiative des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt zurückgeht, umfasst inzwischen rund 1.500 Werke.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 30.01.2018.

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