Nationaler Aktionsplan Integration

Nationaler Aktionsplan Integration

Kultur führt Menschen zusammen, sie schafft Verbundenheit und erleichtert das Zusammenleben. Um das zu erreichen, müssen Kulturangebote noch stärker als bisher auf die Diversität der Gesellschaft reagieren. Der Bund hat im Nationalen Aktionsplan Integration fünf Kernvorhaben definiert, die dabei helfen sollen. 

Teilnehmer einer Führung des Projekts „Multaka"

Das Projekt „Multaka“ der Staatlichen Museen zu Berlin zeigt beispielhaft, wie Kultur zu Verständigung, Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen kann.

Foto: Milena Schlösser / Staatliche Museen Berlin, Museum für Islamische Kunst

Zusammen mit mehr als 200 Akteurinnen und Akteuren aus Kultureinrichtungen und -organisationen sowie Migrantenverbänden hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fünf Kernvorhaben erarbeitet, die im Kulturkapitel des Nationalen Aktionsplans Integration zusammengefasst sind. Das Kulturkapitel ist Teil der Phase IV des Aktionsplans, in dem es vorrangig um das Zusammenwachsen in der Einwanderungsgesellschaft geht. Es wurde auf dem 13. Integrationsgipfel im März 2021 vorgestellt.

Zum Download
Nationaler Aktionsplan Integration – Phase IV mit Kulturkapitel PDF, 2 MB, barrierefrei

Diversitätskonzepte werden weiterentwickelt

Im Mittelpunkt des Kulturkapitels stehen die Förderung und Weiterentwicklung von Diversitätskonzepten. Dabei geht es um folgende Kernvorhaben:

Kultureinrichtungen, die vom Bund gefördert werden, sollen noch mehr als bisher die Teilhabe aller Menschen an ihren Angeboten als zentrale Aufgabe betrachten. Um das zu erreichen, wird die Diversität bei Personal, Publikum, Programm und Partnern weiter ausgebaut.

Verstärkt wird auch die Zusammenarbeit bundesgeförderter Einrichtungen. Mit dem neuen Netzwerk kulturelle Bildung und Integration 2.0 wird der operative Erfahrungsaustausch bundesgeförderter Kultureinrichtungen verbessert. Organisiert wird das Netzwerk vom Haus Bastian, dem Zentrum für kulturelle Bildung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Um eine breitere Wissensbasis dazu zu erhalten, wie es um die Diversität in bundesgeförderten Einrichtungen steht, hat der Deutsche Kulturrat im Rahmen der Initiative kulturelle Integration einen Bericht erarbeitet. Neben einer Analyse des bislang Erreichten zeigt er auch auf, wo weiterhin Entwicklungsbedarf besteht. Der Report wurde im Oktober 2021 veröffentlicht.

Migrationsgeschichte – Thema in Museen

Ganz gezielt soll auch die Migrationsgeschichte stärkere Beachtung im musealen Kontext finden. Die Bundesregierung will daher Migrationsgeschichte und -gegenwart in Museen abbilden und hierzu eine Reihe von Museen umfangreich fördern.

Ausgebaut und gefördert wird auch die Diversität in Bildung und Qualifizierung. Dabei hilft ein Fortbildungsprogramm der Kulturstiftung des Bundes für 40 Kultureinrichtungen. Umgesetzt wird es durch die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel.

Eine ganze Reihe bundesgeförderter Projekte zeigt schon jetzt, wie Kunst und Kultur zu Verständigung, Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen können. Eine Auswahl finden Sie auf unserer Themenseite zu Modellprojekten in der kulturellen Bildung.

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