Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Kultur- und Kreativwirtschaft basiert auf der Arbeit, den Ideen und dem kreativen Potenzial von Millionen gestalterisch tätiger Menschen. Sie schaffen kulturelle Vielfalt ebenso wie künstlerische Qualität und stehen für die wirtschaftliche Dynamik einer auf Wissen, Kreativität und Innovation basierenden Ökonomie.

Wirtschaftsbranche mit großem Potenzial

Über welches Potenzial die Kultur- und Kreativwirtschaft verfügt, zeigt der aktuelle Monitoringbericht: Demnach zählte die Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr 2019 etwa 1,2 Millionen Kernerwerbstätige. Darunter waren rund 258.790 selbständige Freiberufler und gewerbliche Unternehmerinnen und Unternehmer.

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent auf 976.977 Beschäftigte. Berücksichtigt man auch die geringfügig Erwerbstätigen, waren 2019 fast 1,8 Millionen Erwerbstätige in der Kultur- und Kreativbranche aktiv. Zusammen erzielten die 258.790 Unternehmen ein Umsatzvolumen von mehr als 174 Milliarden Euro.

Die Publikation „Aus der Krise in die Zukunft – Transformation mit der Kultur- und Kreativwirtschaft“ fasst die Erkenntnisse der Branche, die Betroffenheit und Potenziale des vergangenen Jahres zusammen: hier als PDF.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kultur- und Kreativwirtschaft in ganz Europa zeigt die Studie "Rebuilding Europe. Die Kultur- und Kreativwirtschaft vor und nach COVID 19". Die Kurzfassung finden Sie hier.

Corona-Krise: Maßnahmen für Selbständige und Unternehmen

Um die pandemiebedingten Einbrüche vieler Erwerbstätiger und Unternehmen in den Bereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft abzumildern, hat die Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt. Es reicht von außerordentlichen Wirtschaftshilfen, Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld bis zu Überbrückungs- und Liquiditätshilfen sowie einem vereinfachten Zugang zur Grundsicherung.

In enger Abstimmung mit den verschiedenen Dachverbänden hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zudem das Rettungs- und Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR aufgelegt. Die Angebote, für die eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen, wurden auf die spezi­fischen Bedürfnisse von Kreativen und Künstlerinnen und Künstlern in den einzelnen Sparten von Kultur und Medien ausgerichtet, um den Kulturbetrieb und die kulturelle Infrastruktur dauerhaft zu erhalten.

Weitere Informationen zu den Corona-Hilfen für Kultur und Medien.

Zur Kultur- und Kreativwirtschaft gehören folgende Branchen: Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für darstellende Künste, Architekturmarkt, Designwirtschaft, Pressemarkt, Werbemarkt und die Software-Games-Industrie.
Das wesentliche Kriterium der Definition ist der erwerbswirtschaftliche Charakter der Unternehmen. Zu diesem Kreis gehören Unternehmen, die mit Kunst, Kultur und Kreativität Geld verdienen wollen. Unternehmen oder Einrichtungen, die sich weitgehend nicht über den Markt finanzieren, sondern durch öffentliche Finanzierung getragen und gefördert werden, gehören nicht zu diesem Kreis.

Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Bundesregierung will die Chancen der Kultur- und Kreativwirtschaft weiter erschließen. Deshalb haben das Bundeswirtschaftsministerium und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien 2007 gemeinsam die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit in diesen Bereich zu stärken sowie das Arbeitsplatzpotenzial besser auszuschöpfen und weiterzuentwickeln. Darüber hinaus sollen die Erwerbschancen innovativer kleiner Kulturbetriebe sowie freischaffender Künstlerinnen und Künstler verbessert werden.

Im Zuge der Initiative entstand auch das Kompetenzzentrum des Bundes für Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin. Seit seinem Start 2016 konzentriert es sich auf die Vernetzung in und mit der Kultur- und Kreativwirtschaft. Es werden dort jährlich mehr als 100 Veranstaltungen und kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Unterstützung der Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Gründerinnen und Gründer angeboten. 

Weitere Informationen www.kultur-kreativ-wirtschaft.de

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