Kino / Film

Auf dieser Seite informieren wir Sie über die einzelnen Programme und weisen auf Internetseiten hin, auf denen Sie weitere Informationen zu den Fördergrundsätzen und zur Antragsstellung finden können.

Gelb markiert sind Programme, die 2021 neu aufgelegt oder aufgestockt werden. Diese Programme laufen sukzessive an und die Informationen dazu werden fortlaufend ergänzt. Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 19.07.2021.

INITIAL – Stipendien für Künstlerinnen und Künstler

Die Akademie der Künste (AdK) fördert mit dem Sonderstipendienprogramm INITIAL in Höhe von 5 Millionen Euro professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler der Kunstsparten Bildende Kunst, Baukunst, Literatur, Musik, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst sowie Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler bei der Entwicklung und Recherche künstlerischer Langzeitprojekte. Die Akademie der Künste stellt ihre Infrastruktur und die Expertise ihrer Mitglieder zur Verfügung. Die Ausschreibung ist abgelaufen, die Auswahl erfolgt durch Jurys. Weitere Informationen auf der Internetseite der Akademie der Künste.

Anerkennungsprämie für den Kinofilmverleih

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien vergibt in diesem Jahr die sogenannte "Anerkennungsprämie für den Kinofilmverleih". Dafür stehen rund 8 Millionen Euro zur Verfügung. Die Anerkennungsprämie würdigt das Engagement der Verleihunternehmen unter schwierigen Corona-Bedingungen. Sie soll dazu beitragen, die vielfältige deutsche Verleihwirtschaft und vor allem auch die unabhängigen Verleihunternehmen zu erhalten. Die Anerkennungsprämie für den Kinofilmverleih können unabhängige Verleihunternehmen erhalten, die in den vergangenen Jahren auf dem deutschen Kinomarkt regelmäßig und bundesweit tätig waren. Die Verleihunternehmen werden durch die BKM über die Auszeichnung informiert.

Weitere Informationen finden Sie in der Ausschreibung.

Ausschreibung für die „Anerkennungsprämie für den Kinofilmverleih“  PDF, 238 KB, barrierefrei

Aufstockung der wirtschaftlichen Verleih- und Vertriebsförderung

Die ursprünglich für die Verleih- und Vertriebsförderung vorgesehenen Mittel konnten durch die zweite Kulturmilliarde verdoppelt werden. Für die wirtschaftliche Verleihförderung stehen so insgesamt bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung. Der Filmvertrieb wird mit bis 2 Millionen Euro gefördert. Die zusätzlichen Mittel für Verleih und Vertrieb sind Teil eines umfassenden, zeitlich befristeten Maßnahmenprogramms zur Stärkung des Filmabsatzes. Um angesichts der Corona-Krise schnell und effizient Hilfe zu leisten, orientiert sich die Verleih- und Vertriebsförderung des Bundes an den etablierten Strukturen des Filmförderungsgesetzes (FFG). Die Förderung erfolgt in Form von Zuschüssen und kann für Kinostarts und Vertriebsmaßnahmen gewährt werden, die bis einschließlich 31.05.2022 umgesetzt werden. Die Verlängerung und Aufstockung der Verleih- und Vertriebsförderung steht unter dem Vorbehalt des Inkrafttretens des Nachtragshaushalts 2021. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bis zu 69 Millionen Euro für Ausfallfonds

Der Ausfallfonds zur Abfederung pandemiebedingter finanzieller Risiken bei der Kinofilm- und HighEnd-Serienproduktion wurde aufgestockt und verlängert. Aufgrund der weiter anhaltenden pandemiebedingten Risiken bei den Dreharbeiten wurde der abgedeckte Drehzeitraum bis zum 30.09.2021 verlängert. Der Ausfallfonds federt das Risiko von Covid19-bedingten Produktionsunterbrechungen und -abbrüchen bei bundesgeförderten Kinofilm- und HighEnd-Serienproduktionen und den daraus folgenden Mehrkosten ab. Die Abwicklung des Ausfallfonds erfolgt durch die Filmförderungsanstalt (FFA). Weitere Informationen finden Sie hier.

Zukunftsprogramme I und II für Kinos

Das Zukunftsprogramms Kino I wird auch im Jahr 2022 fortgesetzt und aufgestockt. Dafür sind im Entwurf des Kultur- und Medienetats der Bundesregierung 15 Millionen Euro vorgesehen. Aufgrund der großen Nachfrage hatte die Bundesregierung das Zukunftsprogramm für Arthouse-Kinos und Kinos im ländlichen Raum bereits im Jahr 2021 um 15 Millionen Euro auf insgesamt 30 Millionen Euro aufgestockt.
Das bereits im August 2020 gestartete komplementäre Zukunftsprogramm Kino II, für das im laufenden Jahr 2021 weiterin Anträge bei der Filmförderungsanstalt (FFA) gestellt werden können, fördert Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie. Unterstützt werden außerdem zukunftsgerichtete Investitionen, die die Attraktivität der Kinos bei Wiedereröffnung und Weiterbetrieb stärken. Hierfür stehen Mittel in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro aus NEUSTART KULTUR bereit.
Insgesamt fördert die Bundesregierung pandemiebedingte Maßnahmen zur Unterstützung der Kinobranche somit mit bis zu 55 Millionen Euro. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Filmförderungsanstalt (FFA).

Mehr Mittel für die kulturelle Verleihförderung

Im Rahmen von NEUSTART KULTUR hat die Kulturstaatsministerin die Bedingungen für die kulturelle Verleihförderung angepasst und die Mittel erhöht. Bis Ende 2021 wird die kulturelle Verleihförderung um bis zu 4 Millionen Euro aufgestockt.Informationen zur kulturellen Verleihförderung finden Sie hier.

Stärkung der Filmförderungsanstalt

Die Kinoschließungen und die weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben zu empfindlichen Einbußen des Abgabeaufkommens der Filmförderungsanstalt (FFA) geführt. Damit die FFA ihrem gesetzlichen Auftrag zur Förderung des deutschen Films und der deutschen Filmwirtschaft auch weiterhin nachkommen kann, unterstützt die Staatsministerin für Kultur und Medien die FFA im Rahmen von NEUSTART KULTUR mit 19 Millionen Euro. Zusammen mit der Stärkung der FFA-Verleih- und Vertriebsförderung unterstützt das Programm NEUSTART KULTUR die Förderlinien der FFA mit insgesamt 30 Millionen Euro.

Aufrechterhaltung des Produktionsbetriebs

Zur Wiederaufnahme von unterbrochenen Dreharbeiten und zur Aufrechterhaltung des Produktionsbetriebs unter Pandemiebedingungen stellt die Kulturstaatsministerin im Rahmen von NEUSTART KULTUR Mittel in Höhe von bis zu 6 Millionen Euro bereit, um auch die Mehrkosten von bereits BKM geförderten Produktionen anteilig mitfinanzieren zu können. Zum Schutz von Stab und Besetzung müssen hierfür aufwändige Hygienekonzepte erstellt und umgesetzt werden, wodurch den Produktionsfirmen erhebliche Mehrkosten entstehen. Diese Mittel dienen zudem einer temporären Stärkung der Drehbuchförderung für Spielfilme und der Stoffentwicklungsförderung beim Dokumentarfilm.

Berlinale erhält Förderung

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin sind eines der bedeutendsten Filmfestivals der Welt und das größte Publikumsfestival im Filmbereich. 2021 findet coronabedingt eine zweigeteilte Sonderausgabe der Berlinale statt. Der Bund fängt die dadurch entstehenden erheblichen Mehrkosten mit einem zweistelligen Millionenbetrag aus NEUSTART KULTUR auf.

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